Kritik: Tonio & Julia: Schulden und Sühne

Auch in der sechsten Folge der Heimatreihe "Tonio & Julia" bekommt der Zuschauer keine Antwort auf die brennende Frage, ob es ein Happy-End zwischen Pfarrer Tonio und Julia gibt. Das macht eine Fortsetzung der Serie problematisch.

Eiertanz im Paradies 

Kriegen sie sich oder kriegen sie sich nicht? Das ist nach wie vor die zentrale Frage der Heimatreihe "Tonio & Julia". Und natürlich gibt es auch in der sechsten Folge keine Antwort. Warum auch? Schließlich hält man die geneigten Zuschauer so bei Laune. Und so geht der Eiertanz in Bad Tölz weiter. 

Pfarrer Tonio (Maximilian Grill) bekommt von Generalvikar Zumbrodt (Lambert Hamel) mal wieder ein Angebot, ans Priesterseminar nach München zu wechseln. Diesmal sogar mit Leitungsfunktion. Natürlich sträubt sich alles in ihm dagegen, er will einfach in Julias (Oona Devi Liebich) Nähe sein. Deren Familienberatungsstelle floriert inzwischen, einen Tonio-Ersatz (Nicholas Reinke) hat sie auch wieder am Haken. Und der ist nicht mal ein Idiot. 

Fortsetzung problematisch

Trotzdem ist Julia natürlich nur halbherzig bei der Sache. Auch der aktuelle Problemfall aus dem Voralpenparadies verlangt ihr einiges ab: Ein verschuldeter Handwerker und seine Frau kämpfen mit massiven Kommunikations- und Geldproblemen. 

Alles in allem überzeugt auch die vorerst letzte Folge der Reihe mit Bergdoktorqualitäten als solide Familienunterhaltung. Wenn das ZDF weitere Folgen produzieren lässt, steht Drehbuchautor Jens Maria Merz allerdings vor einem Problem: nächste Runde Eiertanz oder ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Zölibat? 

Autor: Björn Sommersacher
 

29.3.2019, 9.37 Uhr

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