Kritik: Die Drei von der Müllabfuhr

In der Komödienreihe "Die Drei von der Müllabfuhr" geben Uwe Ochsenknecht und seine Kollegen ein Trio der Stadtreinigung Berlin. Eine sympathischer Film zu einem wichtigen Thema: Müll geht uns alle an.

Sauber, Männer! 

Sie drehen schon im Morgengrauen ihre Runden und räumen unseren Dreck weg. Müllmänner führen ein Leben für die Tonne – und doch genießt ihr wichtiger Job wenig Ansehen. Edzard Onneken bricht mit seiner Komödie eine Lanze für die Helden des Hausmülls und gibt ihnen ein Gesicht – oder besser drei. 

Alt-Entsorger "Käpt’n" Werner (Uwe Ochsenknecht), Computernerd Ralle (Jörn Hentschel) und Frauenschwarm Tarik (Daniel Rodic) sind ein eingeschworenes Team. Täglich sorgt das Trio für Ordnung auf den Straßen und Höfen Berlins. Doch ihre Arbeitsplätze sind gefährdet: Müllroboter "Dörte" malocht schneller und effektiver als ihre menschlichen Kollegen. Als erstes steht Werner auf der Abschlussliste, der in die Jahre gekommen ist und oft beim Boss aneckt. Auch privat trägt er einigen Seelenmüll mit sich herum: Er kommt nicht über den Tod seiner Frau hinweg, die bei einem Unfall starb. 

Das stinkt

Sauber, Männer! Die Herren Unrat geben als Helden in Orange ein sympathisches Trio ab. Schade nur, dass das Drehbuch zu viele Genremuster recycelt: Der einsame Witwer, der tumbe Schürzenjäger und das verkannte Genie sind fest in ihre Rollen gepresst, ein Blick über den Tonnenrand hätte nicht geschadet. 

Und auch die penetranten Lobgesänge auf die Reinigungsbranche stinken dem Zuschauer irgendwann.

Autor: Florian Büttner

29.3.2019, 13.12 Uhr

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