Kritik: Ohne Schnitzel geht es nicht

Nach vier "Schnitzel"-Filmen gehen Armin Rohde und Ludger Pistor in Serie. Die WDR-Reihe überzeugt mit routinierter Unterhaltung und zwei Hauptdarstellern, die Spaß an ihren Rollen haben.
 

Schnitzel in Serie 

Der WDR lässt seine beiden Antihelden der Arbeit, Günther Kuballa (Armin Rohde) und Wolfgang Krettek (Ludger Pistor) in Serie gehen. Nach vier "Schnitzel"-Filmen dürfen das schnoddrige Ruhrpott-Original und der piekfeine ehemalige Herrenmodenverkäufer in sechs Episoden nach einem Weg aus der Langzeitarbeitslosigkeit suchen. 

So viel sei bereits verraten: Aus dem letzten Film "Schnitzel deluxe" werden die Folgen fünf und sechs (15. April), die die beiden Freunde mit der eigenen Schnitzelbude ans Ziel ihrer Träume bringen. Zuvor werden sie von ihrer Sachbearbeiterin beim Arbeitsamt aber erst mal standesgemäß mit Beschäftigungsmaßnahmen drangsaliert. 

Neue Wege

Während Wolfgangs Leidenschaft fürs Verkaufen in der ersten Folge bei einem Kurs in Social-Media-Communication neu entfacht wird, kann sich Günther im Recyclinghof als Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft ausprobieren. Dabei rettet er eine Briefmarkensammlung vor der Müllpresse, wird mit Wolfgangs Hilfe zum Testimonial für eine Biermarke ("Büsching ist mein Bier") und lernt die Sportreporterlegende Werner Hansch kennen. 

Was für die Filme gilt, trifft auch auf die Serie zu: routinierte Unterhaltung mit etwas Sozialkritik und zwei Hauptdarstellern, die definitiv Spaß an ihren Rollen haben. Schnitzel geht tatsächlich immer – auch in Serie.

Autor: Björn Sommersacher

1.4.2019, 16.36 Uhr

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