Kritik: Dein Leben gehört mir

Im Thriller "Dein Leben gehört mir" kämpft Josephine Preuß gegen einen Stalker. Der Film der Sat.1-Reihe "Wir zeigen Haltung" ist beklemmend.

Beklemmende Nähe

Josephine Preuß spielt im Sat.1-Thriller "Dein Leben gehört mir" die junge Ärztin Malu, die mit Hannes (Vladimir Burlakov) ihren vermeintlichen Traummann findet. Als Hannes sich aber immer seltsamer verhält, beendet Malu die Beziehung. 

Doch Hannes stellt ihr nach, lauert ihr in ihrer Wohnung auf, bedroht und beobachtet sie. Dabei hinterlässt er keine Spuren, sondern lässt Malu unglaubwürdig wirken. Auch die Polizei kann ihr nicht helfen: Erst wenn Hannes bewiesenermaßen eine Straftat begeht, können die Beamten eingreifen. In der Not glaubt Malu, Hannes in eine Falle locken zu können – was gehörig schief geht: Sie landet in einem Verlies in der Wohnung von Hannes’ neuer Frau Nicole (Victoria Chilap), seiner Helferin. 

Überzeichnet

Unrealistisch wird es, als Malu Nicole nur mit einem kurzen Gespräch auf ihre Seite zieht. Trotz einigermaßen vorhersehbarer Handlung wirkt "Dein Leben gehört mir" beklemmend und sorgt für Grusel – allein schon, weil der Zuschauer erkennt, wie schnell jeder Opfer werden könnte. 

Der Thriller läuft bei Sat.1 unter dem Hashtag #WirzeigenHaltung. Drei Filme sollen exemplarisch Frauen zeigen, deren Schicksal im Verborgenen bleibt. Abgesehen vom überzeichneten Finale ist das hier gelungen: Gut vorstellbar, dass Malus Fall und die polizeiliche Handlungsunfähigkeit tatsächlich so passieren. 

Autor: Sabine Storch

2.4.2019, 15.19 Uhr

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