Kritik: The Highwaymen

Kevin Costner und Woody Harrelson glänzen in der Netflix-Produktion "The Highwaymen" als zwei gealterte Gesetzeshüter auf der Jagd nach Bonnie und Clyde.

Die glorreichen Zwei

Von Bonnie & Clyde hat fast jeder schon einmal gehört. Kaum jemand kennt hingegen die Männer, die das berühmte Gangsterpärchen zur Strecke brachten. Drehbuchautor John Fusco versuchte jahrzehntelang die Geschichte dieser beiden, Hamer und Gault, zu verfilmen – ursprünglich mit den Hollywoodlegenden Paul Newman and Robert Redford in den Hauptrollen. 

Doch erst als Netflix sich 2017 die Rechte sicherte, setzte der oscarnominierte Regisseur John Lee Hancock das Script um, nun mit Kevin Costner und Woody Harrelson als Hamer und Gault. 

Glanzstück

Im Jahr 1934 führen Bonnie & Clyde auf ihrer Flucht Polizei und FBI an der Nase herum. Nachdem sie einige Komplizen aus einem texanischen Knast befreit haben, steht die Gouverneurin Miriam "Ma" Ferguson (herrlich knurrig: Kathy Bates) unter enormen Druck – und lässt sich auf eine ungewöhnliche Idee ein: der legendäre ehemalige Texas Ranger Frank Hamer soll das Paar zu Strecke bringen. Ihm und seinem abgehalfterten Partner Maney Gault ist klar: Ihr Auftrag lautet nicht, Bonnie & Clyde lebendig zu schnappen … 

Costner und Harrelson glänzen in der mit einem Hauch von Western inszenierten Kriminalgeschichte mit den subtilen Darstellungen zweier gealterter Gesetzeshüter, die schon viel erlebt haben und ihren Job nicht des Ruhmes wegen tun.

Autor: Kristin Lenk

3.4.2019, 14.26 Uhr

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