Kritik: Und tot bist Du!

Der nächste Teil der "Schwarzwald"-Krimireihe "Und tot bist Du!" glänzt trotz aller Klischees mit einer schlüssig erzählten Handlung und einem tollen Ensemble.

 

Im finsteren Tann’ 

Regisseur Marcus O. Rosenmüller kennt sich aus im Wald. Seit seinem Spielfilmdebüt "Der tote Taucher im Wald" sind einige Filme vor dieser Kulisse dazugekommen, zuletzt Teil 6 der ZDF-Taunus-Krimis. 

Nun also "Und tot bist Du!", ein "Schwarzwaldkrimi". Zwei Frauen kommen zu Tode, bei beiden Fällen gibt es Parallelen zu alten Legenden aus der Region. Kommissarin Bächle (Jessica Schwarz), die in der Gegend aufgewachsen ist, und ihr neuer Kollege Diener (Max von Thun) aus Hamburg, ermitteln. Dabei folgt die Geschichte (Drehbuch: Anna Tebbe, ebenfalls Taunus-Krimierprobt) den recht ausgetretenen Pfaden des Genres. 

Mächtiger Schwarzwald

So ist Kommissarin Maris Bächle natürlich eine unnahbare Einzelgängerin mit rätselhafter Vergangenheit, Trauma inklusive. Dazu wabert schicksalsschwer der Nebel, während Kuckucksuhren verkünden, was die Stunde geschlagen hat. 

Doch allen Klischees zum Trotz: Die vielschichtige, auf zwei Zeitebenen schlüssig erzählte Handlung kann über drei Stunden Spielzeit fesseln. Auch die Besetzung ist glänzend (neben Schwarz und von Thun u.a. noch Roeland Wiesnekker und Rüdiger Vogler). Die Darsteller aber lassen allesamt dem eigentlichen Star des ZDF-Zweiteilers gnädig den Vortritt: dem mächtigen, grandios in Szene gesetzten Schwarzwald.

9.4.2019, 16.36 Uhr

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