Kritik: Gipfelstürmer – Das Berginternat

Der zweite Teil der neuen ZDF-Reihe "Gipfelstürmer" ist ganz schön verworren. Eine Fortsetzung wird es trotzdem geben.

Nur die Leistung zählt! 

Liv (Nadja Sabersky) hat ein Problem: Die 16-jährige Weitspringerin plagt ein massiver Leistungseinbruch. Und dabei ist sie die einzig verbleibende Hoffnungsträgerin des Sportinternats auf das Premium-Siegel des Kultusministeriums und die damit einhergehende Förderung. 

Ein Fall für die smarte Sport-Sozialpädagogin Nele (Maya Haddad). Hat die Leistungsdelle etwa mit den Waldpilzen zu tun, mit denen sich einige Schüler dopen? Oder doch mit Livs Freund Lukas? Als dann noch Livs Helikopter-Mutter, Ex-Olympiasiegerin und Sportmedizinerin, Dr. Marie Sellmann (Julia Stinshoff) anreist, um das Training ihres Sprösslings höchstpersönlich zu übernehmen, ist das Chaos fast perfekt. Fast, den Maries ehemaliger Trainer war außerdem auch Neles kürzlich verstorbener Vater. 

Fortsetzung folgt

Der zweite Film der Reihe "Flieg, Liv, flieg!" ist ganz schön verworren, arg konstruiert und inhaltlich hoffnungslos überladen. Beim Publikum kommen die Geschichten über jugendliche Leistungssportler und ihre Aufpasser mit Alpenpanorama trotzdem an. 

Über viereinhalb Millionen Zuschauer haben letzten Donnerstag die erste Folge eingeschaltet. Klingt nach einem Erfolg für das ZDF, und deshalb wird im oberbayerischen Miesbach und Reichersbeuern auch schon wieder fleißig gedreht. Leistung ist eben doch das einzige, was zählt.

Autor: Björn Sommersacher

11.4.2019, 14.32 Uhr

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