Kritik: Tödliches Comeback

Unterhaltsam: Die ARD-Krimikomödie "Tödliches Comeback" glänzt mit skurillen Szenen und einem fantastischen Ensemble.

Familienband(e)

Die Idee, die alte Band zusammenzutrommeln, legte bei den "Blues Brothers" den Grundstein für eine herrliche, musik- und actiongeladene Komödie. So weit darf man bei "Tödliches Comeback" nicht gehen. 

Unterhaltsam ist die ARD-Krimikomödie aber allemal. Das liegt vor allem an den Darstellern: Der nie enttäuschende Martin Brambach spielt den abgehalfterten Gaunermusiker Roy, der mit "Roy’s Four" vor langer Zeit einen Hit hatte. Er und Siggi (Matthias Bundschuh) wollen mit dem Gewinn einer fünftklassigen Comeback-Show an alte Erfolge anknüpfen. 

Allerlei Konstellationen

Die nicht mehr ganz taufrische Sängerin Inga ist schnell überzeugt. Selten passte Jeanette Hains stets etwas zugedröhnt wirkendes Spiel so gut wie hier. Fehlt nur noch Roys Sohn Bruno (Ben Münchow), der als Achtjähriger der Star der Band war. Jetzt ist Bruno erwachsen – und ein verklemmter Polizist mit Karriereambitionen. Seinen kleinkriminellen Vater kann er da nicht gebrauchen. Nach einem Einbruch bei Roys Exmanager (klasse: Roeland Wiesnekker als Elvis für Arme) steht Roy auch prompt ganz oben auf der Liste von Brunos Verdächtigen. 

Aus dieser Konstellation ergeben sich ebenso skurrile Szenen wie aus der Tatsache, dass die Polizistin Kyra sich als Groupie entpuppt und den verliebten Bruno plötzlich mit ganz anderen Augen sieht.

Autor: Susanne Bald

17.4.2019, 13.26 Uhr

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