Kritik: Jäger – Tödliche Gier: Goldrausch

Der erste Teil des Dreiteilers "Jäger – Tödliche Gier" überzeugt mit düsteren Bildern und atmosphärischen Geräuschen.
 

Düstere Spannung 

Der erste Teil des Dreiteilers "Jäger – Tödliche Gier" ist ein gewohnt spannender Schwedenkrimi. Ermittler Erik Bäckström (Rolf Lassgård) isoliert sich in seiner schwedischen Heimat und will nichts von anderen Menschen wissen. Schnell gerät er jedoch in den Fall von Unternehmer Markus Lindmark (Pelle Heikkilä), der sich von Umweltaktivisten bedroht sieht. 

Erik vermutet bald, dass hinter dem Angriff auf Markus keineswegs Aktivisten stecken. Der Fall scheint schnell gelöst, doch dann stirbt Markus’ Mitarbeiter Johannes (Mikael Ersson) bei einem Unfall mit Fahrerflucht. Erik erkennt die Zusammenhänge zu spät … 

Bis zum Schluss

Obwohl dem Zuschauer, anders als dem Helden, die Täter bald bekannt sind, bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten. Durch düstere Lichtverhältnisse und einem Fokus auf die Nebengeräusche – etwa das Rascheln der Blätter oder das Quietschen einer alten Schaukel – wird schon zu Beginn eine schaurige Stimmung erzeugt, die den ganzen Film über erhalten bleibt. 

Ein Manko ist jedoch die Abwesenheit weiblicher Charaktere: Keine der drei Frauenfiguren, die wichtig für die Handlung sind, hat Tiefe und schafft es über den Status einer Nebenrolle hinaus. Dennoch macht "Der Goldrausch" Lust auf die weiteren Teile, die Ostersonntag und Ostermontag jeweils um 21:45 Uhr im Ersten ausgestrahlt werden.

Autor: Sabine Storch

18.4.2019, 16.34 Uhr

TV-Kritik empfehlen