Kritik: Sankt Maik

In der zweiten Staffel von "Sankt Maik" ist Daniel Donskoy wieder als schlitzohriger Betrüger im Priestergewand zu sehen. 

Gelungenes Comeback 

"Der schärfste (Schein-)Heilige im deutschen Fernsehen ist wieder da!" Die Rede ist von Daniel Donskoy alias "Sankt Maik", der als Trickbetrüger im Priestergewand Anfang 2018 über Nacht zum Publikumsliebling avancierte. Und den RTL nun so vollmundig in Staffel 2 schickt. 

Einige Erwartungen werden zum Auftakt nicht erfüllt – im positiven Sinne. Denn die Serienmacher widerstanden der Versuchung, mit einer spektakulären Eröffnung und neuen Figuren auf Biegen und Brechen noch mehr Spannung zu erzeugen. Stattdessen gibt es eine schnörkellose Rückblende, nach der der "unheilige Maik" und sein krimineller Bruder Kevin die Suppe auslöffeln müssen, die sie sich beim Showdown von Staffel 1 eingebrockt haben: Nach der Schießerei mit Gangsterboss Jurek liegt Maik im Krankenhaus. Dort droht seine Identität aufzufliegen. 

Schlitzohr

Daheim im Pfarrhaus muss Jureks Leiche entsorgt werden. Schwierig, weil die Haushälterin "den Herrn Kevin" auf Schritt und Tritt mit ihrer Fürsorge verfolgt. Und natürlich bessert Maik wie in jeder Folge sein Sündenregister mit einer guten Tat auf. 

Diesmal verhilft er einem Teenager mit Tourette zu unverhofftem Ruhm bei der Dorfjugend. All das so überraschend, so schlitzohrig-charmant wie schon in den ersten Folgen. Jetzt muss dem unheiligen Maik nur noch der Quoten-Gott gewogen sein. 

Autor: Stefanie Moissl

7.5.2019, 14.25 Uhr

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