Kritik: München Mord

Den Autoren des achten Films der ZDF-Krimireihe "München Mord", Ina Jung und Friedrich Ani, gelingt es, den gewohnten, großartig absurden Humor beizubehalten und dem Fall ihre eigene Note zu verleihen.

Münchner Geschichte 

Und wieder einmal bewies die ZDF-Krimireihe "München Mord", warum sie zu den besten im deutschen Fernsehen zählt, und erwies sich als größte Konkurrenz für den gleichzeitig ausgestrahlten ESC im Ersten. 

"Leben und Sterben in Schwabing" ist der achte Film, und das herrlich verschrobene Ermittler Team mittlerweile richtig gut eingespielt. Vom Chef eigentlich zum Aktenwälzen in den Keller verbannt, schafft es Kommissar Schaller (gewohnt spleenig: Alexander Held), die Ermittlungen im Mord an einem Schwabinger Mietspekulanten zu seiner Aufgabe zu machen. Und zu der seiner Kollegen Flierl (auf naiv-süße Art ziemlich gescheit: Bernadette Heerwagen) und Neuhauser (schön trockenhumorig: Marcus Mittermeier). 

Nachwirkungen

"Leben und Sterben in Schwabing" ist gleichzeitig ein melancholischer Abgesang und eine augenzwinkernde Hommage an den berühmten Münchner Stadtteil, dessen große Zeit als Kunst- und Partymetropole von Weltruf längst vergangen ist und dennoch nachwirkt. 

Das Buch stammt von Ina Jung und Friedrich Ani, der sich nicht nur als Schöpfer der "Tabor Süden"- Krimis als intelligenter Beobachter seiner Stadt und ihrer Bewohner bewährt hat. Den Autoren gelingt es problemlos, den gewohnten, großartig absurden Humor der Reihe beizubehalten und dem Fall ihre eigene Note zu verleihen.

Autor: Susanne Bald

20.5.2019, 15.25 Uhr

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