Kritik: Mystery Road

Die australische Miniserie "Mystery Road" punkte nicht gerade mit Originalität, dafür umso mehr mit Atmosphäre.

Viel Atmosphäre 

Ein Jeep steht nachts verlassen in der Wüste unter dem Sternenhimmel – es ist ein eindrucksvolles Bild, mit dem die Miniserie "Mystery Road" beginnt, schön und unheimlich zugleich. Die Serie spielt in Australien und wurde auch dort gedreht.

Der verlassene Jeep zieht bald die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich, und Detective Jay Swan (Aaron Pedersen), ein Aborigine, wird in die Kleinstadt Patterson geschickt, um der Sache nachzugehen. Gemeinsam mit Gesetzeshüterin Emma James (Judy Davis) findet er schnell heraus, dass zwei junge Farmarbeiter damit unterwegs waren. Wohin sind die Männer verschwunden?

"Geheimnis-Straße"

Die Geschichte des wortkargen Polizisten, der in der Provinz ermittelt und sich dort mit den örtlichen Gegebenheiten herumschlagen muss, ist nicht gerade neu. Mit Originalität punktet die Handlung von "Mystery Road" also nicht unbedingt. Umso gelungener aber sind Inszenierung und Atmosphäre des Krimis mit Westerneinschlag. Die flirrende Hitze im australischen Outback lässt Regisseurin Rachel Perkins fast mit Händen greifbar werden. Es gelingt ihr, Kargheit und majestätische Weite der Wüste einzufangen. Dazu passt das gemächliche Erzähltempo, das den hervorragenden Darstellern viel Zeit gibt, ihre Charaktere zu entfalten. Auf dieser "Geheimnis-Straße" sind wir gerne länger unterwegs.

31.5.2019, 17.29 Uhr

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