Kritik: Schlager sucht Liebe

In der RTL-Kuppelshow "Schlager sucht Liebe" suchen deutsche Schlagerstars ihr Herzensglück – höchstens ein Format für Fans.

Kein Hit

Bauern, Schwiegersöhne, Nackte und sogar Wirte. RTL will einfach alles verkuppeln, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Diesmal: einsame Schlagersänger. Moderiert – oder besser: meist aus dem Off kommentiert – wird die Reality-Kuppelei von der Schweizer Sängerin und "DSDS"-Gewinnern von anno dazumal Beatrice Egli. 

Die Kandidaten? Kennt man wohl nur, wenn man tatsächlich Schlager hört. Einzige Ausnahme: Frisörmeister Tim Toupet, der für Jahrhundertnummern wie "Du hast die Haare schön" und "Ich bin ein Döner" verantwortlich ist. Auch noch nie von gehört? Deshalb stellt Egli in der ersten Folge auch erst mal alle Kandidaten ausführlich vor.

Den Stars ganz nah

Italo-Schnulzler Oliver Frank ("Italienische Sehnsucht"), Partybiest Marry ("Geboren um [sic!] zu feiern"), Schmusebarde Denny Fabian ("Dein sein") und zwei weitere liebestolle Schlagerhelden durften im Vorfeld je zwei KandidatInnen unter "Hunderten von Zuschriften" (Egli) auswählen. Mit denen dürfen sie jetzt ein paar Tage verbringen. 

Für Schlagerjünger ist das Format eine feine Sache, immerhin können sie ihre Idole, die sie sonst nur aus alkoholgeschwängerten Partyzelten auf Mallorca oder vom Après-Ski kennen, hier mal so sehen, wie sie wirklich sind. Doch Spannung kommt da in Folge eins nicht so wirklich auf – und schon gar kein Knistern.

Autor: Björn Sommersacher

17.6.2019, 13.53 Uhr

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