Kritik: Warrior

Die Serie "Warrior" basiert auf einer Idee von Film-Ikone Bruce Lee und glänzt nicht nur mit grandiosen Martial-Arts-Einlagen.

Besser spät als nie 

Was lange währt, wird endlich gut: Besser kann man den Erfolg von "Warrior" kaum beschreiben. Schließlich dauerte es fast 50 Jahre, die Serie nach einer Idee von Film-Ikone Bruce Lee zu realisieren. 

Bereits in den 70erJahren pitchte Lee die Story über einen chinesischen Krieger im Wilden Westen. Die Studios winkten ab – doch wenig später flimmerte "Kung Fu" mit David Carradine über den Bildschirm. Auch Bruce Lee glaubte damals nicht an einen Zufall. Nun haben "Fast & Furios"- Regisseur Justin Lin und "Banshee"-Schöpfer Jonathan Tropper Lees Originalgeschichte mithilfe seiner eigenen Aufzeichnungen umgesetzt. 

Es hat sich gelohnt 

Kaum ist Ah Sahm (stark: Andrew Koji), chinesischer Einwanderer mit US-Wurzeln, in den 1870er-Jahren in San Francisco angekommen, gerät er in eine Prügelei mit rassistischen Zollaufsehern. Seine Kampfkunst erregt die Aufmerksamkeit chinesischer Gangs und bringt ihm einen Job als Vollstrecker. Das nutzt Ah Sam, um seine vermisste Schwester zu finden. Nur will die gar nicht gerettet werden: Sie ist längst zur ambitionierten Gangsterbraut mutiert. 

"Warrior" glänzt mit einer opulenten Ausstattung und dynamischen, grandiosen Martial-Arts-Einlagen. Vor allem aber mit einer überraschend reflektierten Analyse von Rassismus, Korruption und Sub-Kultur.

Autor: Kristin Lenk

25.6.2019, 15.12 Uhr

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