Kritik: Stranger Things

Düstere Vorkommnisse und kichernde Teenager: So ist die dritte Staffel der Netflix-Serie "Stranger Things".

Nostalgie-Gruselspaß 

Sie werden so schnell groß! Aus den naseweisen, niedlichen Kids sind Jugendliche geworden. Und das bedeutet für Staffel 3 von "Stranger Things" neben den zu erwartenden Problemen mit Monstern und Geheimorganisationen auch jede Menge Teenie-Drama und hormonelle Verwirrung. 

Das fängt schon damit an, dass die Lieblingsbeschäftigung von Mike (Finn Wolfhard) und Eleven (Millie Bobby Brown) mittlerweile das Knutschen ist – sehr zum Leidwesen ihrer genervten Freunde und Elevens Adoptivvater Jim Hopper (David Harbour). Tatsächlich wäre dem Sheriff, der amüsant-hilflos Rat bei Joyce (Winona Ryder) sucht, eine Monsterinvasion sehr viel lieber, als ein Gespräch mit den zwei kichernden Teenagern über "Grenzen" führen zu müssen. 

Pool-Spaß, Schwärmerei und Abenteuer

Doch es wäre nicht "Stranger Things" wenn nicht neue, düstere Vorkommnisse ihre Schatten vorauswerfen würde. Wie schon in der vorherigen Season schaffen es auch die neuen Folgen, ein ganz bestimmtes Nostalgie-Gefühl einzufangen: die Aufregung und Erwartung unmittelbar zu Beginn der Sommerferien mit Pool-Spaß, Schwärmerei und dem Sinn von Abenteuer in der Luft. 

Auch für den atmosphärischen Gruselfaktor ist gesorgt. Da ist die Erkenntnis, dass der grummelige Hopper sein Herz an Joyce verloren hat, nur noch das Sahnehäubchen auf dem Eisbecher.

Autor: Kristin Lenk 

5.7.2019, 13.25 Uhr

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