Marie fängt Feuer - Für immer und ewig

Mit der neuen Reihe "Marie fängt Feuer" bereichert Christine Eixenberger das Herzkino im Zweiten – als furchtlose Feuerwehrfrau und realitätstüchtige Romantikerin.

Personalmangel in der Feuerwehr

Die Bürgermeisterin von Wildegg stellt rhetorische Fragen: "Wer holt die Katze vom Dach, wer sichert die Straße beim Umzug, wer pumpt die Keller leer – und wer kommt, wenn’s brennt?" Klar, die Freiwillige Feuerwehr. Sie gibt Sicherheit und prägt das Sozialleben der Voralpengemeinde. Jetzt droht ihr das Aus – wegen Personalmangel.

Zum Glück wagt Marie, Tochter des scheidenden Vorsitzenden, den Schritt in die Männerdomäne. Nebenbei werkelt sie an ihrer Familiengründung mit Stefan. Beide haben je einen pubertierenden Sohn, doch Stefans Filius kommt mit der vermeintlichen Ersatzmutter nicht klar.

Eine Million Lokalmatadore

Okay, sehr originell ist der Schauplatz Oberbayern nicht für eine neue Heimatreihe. Doch diese Geschichte bietet einige besondere Vorzüge. Christine Eixenberger in der Titelrolle etwa, charmant und charismatisch. ­Bislang machte sie vor allem Kabarett. Beim Casting sprach sie eigentlich für eine Nebenrolle vor, haute die Produzenten aber sofort um.

Weiterer Pluspunkt der Reihe: ein relevantes Thema. Wussten Sie, dass hierzulande auf 28.000 Berufsfeuerwehr­leute über eine Million Freiwillige kommen? Wie lässt sich dieses wichtige, lokal verankerte Engagement erhalten? Und: Wie können sich mehr Frauen dafür begeistern? "Wenn man Lust hat, anzupacken und sich ­einzubringen, dann ist die Feuerwehr genau das Richtige – auch für die Frau", sagt Christine Eixenberger. Bei den Dreharbeiten wurde ihr der Wert der Freiwilligen Feuerwehr bewusst. "Außerdem: Die Feuerwehr ist extrem gesellig. Die haben sich ihre ,Feierabendhalbe‘ schon redlich verdient", sagt sie.

Die Balance stimmt

Und natürlich ist "Marie" auch ein moderner Familienfilm. Meist finden die Macher nämlich die richtige Balance zwischen Wohlfühlatmosphäre und glaubwürdigen Konflikten in der Verwandtschaft. Nach dem heutigen Auftakt "Für immer und ewig" folgt am 27.11. "Vater sein dagegen sehr".

17.11.2016, 0.00 Uhr

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