Schluss mit lustig?

Im Münsteraner Jubiläums-"Tatort" mit dem Titel "Feierstunde" geht es für Professor Boerne um Leben und Tod. Dabei wollte er eigentlich nur gefeiert werden ...

Liefers und Prahl in Bestform

Natürlich ist dieser "Tatort" etwas Besonderes. Es ist der 30. aus Münster. Also der mit mehr als 13 Millionen Zuschauern durchschnittlich erfolgreichste der Reihe. So etwas verpflichtet. Nicht ganz umsonst trägt die Folge den Titel "Feierstunde". Aber nicht nur deshalb. Autorin Elke Schuch: "Wir waren uns bei der Entwicklung des Drehbuchs einig, dass wir einen Thriller mit einem sehr ernsten Konflikt erzählen wollen." Verstanden. Und was ist mit dem typischen Münsteraner Humor? Schuch: "Der ergibt sich fast von selbst, wenn man Figuren wie Thiel und Boerne hat. Sie können Tragik in Komödie verwandeln."

Und das ist nicht zu viel versprochen. Tatsächlich drehen die Herren Liefers und Prahl in ihrem Jubiläumsfall mächtig auf. Obwohl sie kaum gemeinsam zu sehen sind. Der eine (Liefers) kämpft in einem Gasthaus um sein Leben, während der andere (Prahl) außerhalb den kompletten Polizeiapparat in Bewegung setzt.

Professor Boerne als Racheopfer

Aber im Einzelnen, die Geschichte ist es wert: Professor Boerne lädt zur "Feierstunde", weil ihm ein Millionen-Budget für seine Mumien-Forschung bewilligt wurde. Auf dieses Budget war auch Kollege Götz scharf, um weiter an der Erforschung der unheilbaren Muskelerkrankung ALS zu arbeiten. Unter dieser Krankheit litt Götz' Frau, die erschossen in ihrem Rollstuhl aufgefunden wurde.

Mord oder Selbstmord? Das herauszufinden ist die Aufgabe von Kommissar Thiel. Dessen Hauptverdächtiger ist der Mann des Opfers, Professor Götz. Der hat sich bewaffnet und als Kellner in Boernes Feiergesellschaft eingeschlichen. Eines der Häppchen, die er serviert, hat er mit einer Substanz vergiftet, die die gleichen Symptome auslöst wie die tödliche Krankheit ALS. Boerne hat zugegriffen ...

20.9.2016, 0.00 Uhr

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