Gefragt - gejagt

Die ARD-Show "Gefragt - gejagt" schafft es mit einer Spezialausgabe in die beste Sendezeit. In der weiten Welt der ARD-Rateshows herrscht Bewegung.

Das ganze Erste ist ein Quiz

"Die Frage würde besser zum Jauch passen" – so beschweren sich die Jäger gern über zu leichte Aufgaben. Kein Wunder: Als Jäger ist man quasi Quizprofi, Mitglied der deutschen Quiz-Nationalmannschaft. Vier von ihnen zeigen ihr gewaltiges Wissen regelmäßig bei "Gefragt – Gejagt", unter bezeichnenden Kampfnamen: Der Quizgott, der Gigant, der Bibliothekar und der Besserwisser lehren die Kandidaten das Fürchten, uns das Staunen.

Neben kniffligen Fragen und gnadenlosen Jägern gehört zum Erfolgsrezept der Show: hohes Tempo, die charmante Moderation von Alexander Bommes und der Verzicht auf alberne Showeinlagen. Okay, abgesehen von Bommes’ Gesangsversuchen, die aber meist gnadenlos von den Jägern abgewürgt werden. Vorbild für das Format ist "The Chase" ("Die Jagd") aus Großbritannien, dort seit 2009 im Programm.

Die deutsche Version startete 2012 im NDR, im Vorabend des Ersten hat es sich seit 2015 mit starken Quoten etabliert. Nun gibt es als Lohn ein Promi-Special zur besten Sendezeit. Gleich vier Teams, also 16 Prominente treten an, darunter Axel Milberg, Esther Schweins und rtv-Titelstar Maren Kroymann.

Prognose: flotter Marathon

Natürlich geht es bei der Star-Variante um einen guten Zweck, wie auch bei den Promi-Specials, die bereits am Vorabend liefen. Wer sich zum Beispiel an die Runde mit Jeanette Biedermann erinnert, weiß, wie unterhaltsam das sein kann. Ansonsten verspricht die Dreistundenfassung gewohnt puristische Spannung, immerhin sind über 500 Fragen zu beantworten. Also dann: Die Jagd beginnt!

Die Regeln

… wirken auf Neulinge mitunter verwirrend. Während die Vorrunde relativ simpel ist, lohnt sich ein Blick auf das digitale Spielbrett in der Zwischenrunde: Hier wird gezeigt, wie viele Fragen jeder Kandidat im Duell mit dem Jäger noch beantworten muss. Es gilt nach ganz unten zu kommen, um das in der Vorrunde erspielte Geld ins Finale zu bringen. Sieben Felder gibt es, der Jäger startet von oben zunächst außerhalb des Spielfelds, der Kandidat auf Feld fünf.

Doch der Jäger macht Angebote: Der Kandidat kann auf Feld vier beginnen, dafür wird der Betrag (teilweise erheblich) reduziert. Die Risiko­variante: auf Feld sechs beginnen, dafür winkt ein (teilweise erheblich) höherer Betrag. So oder so: Wenn der Jäger das Feld des Kandidaten erreicht, ist der raus.

Im Finale spielen die Kandidaten, die dem Jäger entkommen konnten, und zwar als Team um ihre addierten Beträge. In zwei Minuten gilt es möglichst viele Fragen zu beantworten – danach kommt der Jäger. Wenn der die Punktzahl der Kandidaten erreicht, ist das Geld futsch. Zum Glück dürfen die Kandidaten Patzer des Jägers nutzen, was das Finale oft zum faszinierenden Nervenkitzel macht.

1.3.2017, 0.00 Uhr

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