Mordkommission Königswinkel

Nanu, eine neue Reihe zur größten Hitzezeit? Die "Mordkommission­ Königswinkel" verkürzt das Warten auf die neue Krimisaison

Schluss mit den Konserven

Dauergriller, Biergartenhocker, Freibadjunkies  – sie alle kommen in diesem Hitzesommer mal wieder prächtig auf ihre Kosten. Freunde der öffentlich-rechtlichen Mörderjagd dagegen fristen ihre Abende bei trauriger Konservenkost. Das Zweite gönnt allen Krimifans nun eine Pause vom Sommerloch und schickt die neue "Mordkommission Königswinkel" ins Rennen. Die besteht zum einen aus Vladimir Burlakov, der bislang meist Schurken spielen musste.

"Es ist schon toll, die Perspektive zu wechseln und sozusagen auf der anderen Seite des Verhör­tisches zu stehen", sagt der gebürtige­ ­Moskauer über seine­ Chance als Kommissar. Als Kommissar allerdings, der womöglich Mafia-­Kontakte pflegt. Auch Kollegin Lavinia Wilson gibt hier erstmals eine Polizistin und charakterisiert diese so: "Eine interessante Frauenfigur, die es nicht allen recht machen will. Und ich will nicht zu viel verraten, aber der Film endet mit einem Cliffhanger, der sie ordentlich durchschütteln wird."

Freundliche Kühe, finstere Bauern 

Zwielichtiger Kommissar, starke Frau, Cliffhanger: Natürlich wird hier das Genre nicht neu erfunden. Angesiedelt ist die teilweise horizontal erzählte ­Geschichte in einer typischen Alpenkulisse mit finsteren Bauernhöfen und freund­lichen Kühen. Viel Baukasten also, auch einige Standarddialoge und eine mäßig überraschende Auf­lösung. Aber wir wollen nicht zu mäkelig sein angesichts dieses durchaus soliden Pilotfilms mitten in der Saure-Gurken-Zeit. Deren Ende bemerkt man dann spätestens beim Start der "Tatort"-Saison: Am 27. August 2017 soll es so weit sein.

4.7.2017, 7.31 Uhr

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