Neue Naturdokus über Südkorea, Norwegen & Island

Höhenflüge, Schlittenfahrten, Welten aus Eis und Schnee

Keine Lust rauszugehen? Kann im Dezember passieren. Aber auch Stubenhocker sollen in dieser Woche ihre Naturerlebnisse haben. Wir geben einen Überblick über die besten neuen Dokus, darunter eine aus dem Olympialand: "Südkorea – Im Wald und am Wasser"

Der majestätische Sperber im Sinkflug

Südkorea – Im Wald und am Wasser

"Eine Welt, in der der Mensch fehl am Platz zu sein scheint" – so beschreibt Arte die ursprüngliche Natur in Südkorea. Knapp zwei Monate, bevor die Elite des Wintersports dort um Medaillen kämpft, bringt uns ein Zweiteiler die Tierwelt des Landes näher. Genauer gesagt diejenige der Provinz Chungcheongbuk-do, etwa 100 Kilometer landeinwärts vom Olympia-Landkreis Pyeong­chang. 

Die Bergregion ist Heimat eines artenreichen Ökosystems, deren Bewohner mit spektakulären Zeitlupenaufnahmen porträtiert werden. Die monogamen Mandarinenten etwa, die in Korea als Symbole des Eheglücks gelten. Sie könnten auch die Patenvögel der Skispringer sein, denn die flugunfähigen Jungvögel stürzen sich todesmutig aus den Bruthöhlen, die in schwindelnder Höhe liegen.  Dabei paddeln die Nestflüchter allerdings mit den Beinchen, um das Gleichgewicht zu halten, und plumpsen ungebremst auf den Waldboden – ein eleganter Flug sieht anders aus. Stilvoller gleiten die goldigen Flughörnchen oder die majestätischen Sperber, während ein Papageischnabel als  unfreiwillige Kuckucksmama viel flattern muss.

Norwegens schönste Jahreszeit

Wie in Südkoreas Bergen scheint auch in Norwegens Norden der Mensch fehl am Platz zu sein, zumindest im Winter. Rau und kalt wie am Polarkreis ist es dann, dennoch nennt die nächste Arte-Doku die sechsmonatige Eiszeit "Norwegens schönste Jahreszeit". Wenn man wie die Einwohner wetterfest ist, bieten sich Outdoor-Erlebnisse zwischen Abenteuer, himmlischer Ruhe und purem Landschaftsgenuss. Etwa mit dem Schlitten auf der alten "Kupferroute" vom schwedischen Falun bis nach Røros in Norwegen.  

Hier dienen Pferde als Zugtiere, aber auch Rentiere taugen zum Zugpersonal: Karianne Søberg bildet sie auf dem Samihof in Røros aus. Besonders sportlich geht es zu, wenn Schlittenhunde den Menschen ziehen: Das Filmteam begleitet die Musherin  (Schlittenhundeführerin) Ella Kjøsnes beim Femund-Rennen, dem härtesten Hundeschlittenrennen Europas. Trotz aller Härten verbreiten die Musher dabei nur gute Laune.

Frohnaturen im Lavaland 

Für gute Laune sind auch die Isländer bekannt. In der Doku "Island – Weltspitze" widmet sich Reinhard Kungel der etwas gewagten These, dass dieser Charakter auf die faszinierende Natur des Inselreiches zurückzuführen ist. Majestätische Vulkane, brodelnde Geysire, reißende Wasserfälle und Lavalandschaften bieten auf jeden Fall genug Stoff für starke TV-Bilder. 

Wenn sich etwa bei Dettifoss Wassermassen über eine Breite von über 100 Metern rund 45 Meter in die Tiefe stürzen oder in Holuhraun im Hochland Lava austritt. Wer noch mehr von Islands Natur sehen will, sollte sich den 15. Dezember 2017 vormerken: Dann zeigt 3sat einen Island-Themenabend mit der Doku "Insel aus Feuer und Eis", in der die Tiere eine Hauptrolle spielen.

4.12.2017, 14.41 Uhr

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