Weihnachtsfilme bei Netflix und Amazon

10 Weihnachtshighlights zum Streamen

Auch die VOD-Anbieter haben Klassiker und ungewöhnliches zur Weihnachtszeit im Angebot. Von "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" bis "The Nightmare before Christmas". Eine Auswahl ...
 

Der Kult-Tipp schlechthin: "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel"

Sie wissen nicht, was Sie dieses Jahr an Weihnachten ansehen sollen? Sie können beruhigt sein. Netflix und Amazon haben einige Weihnachtsfilme im Angebot. Wir haben Ihnen 10 Höhepunkte herausgepickt. 

Das ist kein Kitsch, das ist Kult: Der Weihnachtsklassiker schlechthin - und dazu noch mit positiver Botschaft für kleine und große Mädchen. Hier ist ein Prinz, der kein Problem damit hat, dass seine Herzensdame alles besser kann als er. Schließlich muss ja später einer das Land regieren, wenn er mit seinen trotteligen Kumpels durch die Wälder zieht. Vorausgesetzt natürlich, Aschenbrödel will ihn überhaupt heiraten, was dieser Held in Strumpfhosen erfrischender Weise nicht für selbstverständlich hält. 

Mörderische Weihnachten: Familienbesuch zum Fest ist doch etwas Schönes oder nicht? Comedy-Star Adam Scott hat es während der Festtage mit den unansehnlichen Zweigen des Familienstammbaums zu tun. Insgeheim würde er die gern abhacken. Dass sein perfider Wunsch Realität wird, dafür sorgt nach einem Eklat unter dem Christbaum der leibhaftige Krampus, der direkt den Erzählungen der genervten österreichischen Oma entsprungen ist. Und der hat statt Geschenken allerlei tödliche Überraschungen mitgebracht. 

Arnold "It’s not a Tumor" Schwarzenegger lernt eine wichtige Lektion, die eigentlich jedem vernunftbegabten Erwachsenen klar sein sollte: Man geht die von seinem Sohn heißbegehrte Actionfigur nicht erst an Heiligabend kaufen. So stolpert Arnie im Shoppinggetümmel von einer Katastrophe in die nächste und liefert sich mit Komiker Sindbad (fragt einen passionierten 80er-Sitcom-Gucker wer das ist, Kinderlein) ein irrwitziges Duell um letzte besagte Actionfigur. 

Netflix war sich nicht zu schade, seine weihnachtliche Eigenproduktion "A Christmas Prince" auf Twitter ordentlich durch den Kakao zu ziehen. Kein Wunder, bei soviel Kitsch! Klatschreporterin Amber soll Richard, seines Zeichens Kronprinz eines fiktiven Landes schlagzeilenträchtig ausspionieren. Natürlich verknallt sie sich in den ach so missverstandenen Thronfolger. Gemäß der Edelkitsch-Konventionen lässt die festliche Romanze kein einziges Genre-Klischee aus - intrigante Exfreundinnen und Verwandte inklusive. Alles so pittoresk weihnachtlich und zuckersüß, dass man fast Karies bekommen könnte. Aber manchmal will man sich zu Weihnachten ja auch mit sinnfreien Süßigkeiten vollstopfen – selbst wenn das ein Paar IQ-Punkte kostet.     

Regisseurin und Autorin Nancy Meyers ist nicht umsonst Hollywoods Königin der Romanzen. Fast im Alleingang hat Myers die romantische Komödie zur Kunstform erhoben. Ihr weihnachtlicher Liebesreigen mit Starbesetzung, der sogar aus Anarcho-Komiker Jack Black einen romantischen Helden machte, gehört mittlerweile zur Vorweihnachtszeit wie Glühwein und Lebkuchen. 

Es ereignete sich zu der Zeit, als Nicolas Cage noch nicht vollkommen im B-Film versunken war, dass der Oscarpreisträger einen reichen aber ach so unglücklichen Finanzhai spielte, der an Weihnachten eine zweite Chance erhält. Einst entschied er sich für die Karriere und gegen seine große Liebe. Am Weihnachtstag wacht er in einer Realität auf, in der das Gegenteil der Fall ist. Plötzlich ist der entsetzte Yuppie Reifenhändler in New Jersey mit chaotischer Familie und Hypothek. 

Sie denken ihre Familie ist unmöglich? Da kennen sie die Stones wohl noch nicht! Als Sohn Everett seine Zukünftige Meredith an Weihnachten seiner Familie vorstellen will, laufen seine Eltern und die vier Geschwister zu schnippischer Hochform auf. Denn die spießig-prüde Meredith (herrlich gehemmt: Sarah Jessica Parker) gefällt der Chaos-Sippe gar nicht, deren zur Unterstützung herbeigerufen Schwester Julie (Claire Danes) umso mehr. Wenn das vor Stars wie Diane Keaton, Luke Wilson und Rachel McAdams nur so strotzende Ensemble erstmal streitlustig vom Leder zieht, kann das Fest beginnen. 

Nicht nur für Emo-Teens und jene, die es im Herzen geblieben sind, ist die Stop-Motion-Perle von Produzent Tim Burton weihnachtliches Pflichtprogramm. Kürbiskönig Jack, ein Skelett in feinem Zwirn, ist von seinem Leben in Halloween-Town gelangweilt. Als er durch Zufall auf die Christmas-Welt stößt, will er mit seinen Gruselfreunden auch Weihnachten feiern. Zu seinem Plan gehört leider auch Santa zu kidnappen und dessen Job als "Nikki-Graus" zu übernehmen mit bitterbösen, schwarzhumorigen Folgen. 

Der bittersüße Episodenfilm, in dem sich nicht nur Hugh Grant als verliebter britischer Premierminister fragt, was Hummer und Tintenfische eigentlich in einem Krippenspiel zu suchen haben, ist fraglos Kult. Von Liam Neesons hilflos-liebenswerter Sorge um den Herzschmerz seines Stiefsohns über Colin Firths kommunikationsgehemmte Romanze bis zu Bill Nighys unsterblichem Hit "Christmas is all around": Richard Curtis‘ Tragikomödie ist das filmische Eqivalent zu einer Tasse heißer Schokolade – mit Schuss. 

Wenn Anfang September bereits die Lebkuchen in Supermarktregalen stehen und "Last Christmas" gefühlt stündlich aus Lautsprechern dröhnt, drängt sich der Gedanke auf, dass der Grinch vielleicht doch nicht so falsch lag. Als giftgrüner Weihnachtshasser nach Dr. Seuss gab Jim Carrey im Jahr 2000 eine der Glanzleistungen seiner Karriere. Darum gehört ein Abstecher nach Whoville zum Geschenkeklau einfach zu Weihnachten dazu. 

Autor: Kristin Lenk

14.12.2017, 12.01 Uhr

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