Start der 3. Staffel "Ewige Helden"

Große Sprünge, kleine Zweifel

"Ewige Helden" prüfen, was von der Fitness übrig blieb: Zum dritten Mal treffen sich ehemalige Weltklassesportler zum Wettkampf und zum kurzweiligen Karriererückblick.

Vorteil für Mehrkämpfer

Eine ewige Regel für Sportler: Die eigene Favoritenrolle sollte man lieber leugnen. Jennifer Oeser weiß, dass sie als Siebenkämpferin beste Voraussetzungen für den "Ewige Helden"-Gesamtsieg hat. Sie schränkt aber ein, dass "die Komponente Kraftausdauer" ihre Achillesferse sei. Trotzdem: Die Vizeweltmeisterin wird wohl weit vorne landen, wenn sich bei Vox zum dritten Mal Sportveteranen messen. Acht Kandidaten absolvieren in acht Folgen 24 Wettkämpfe, die Kraft, Ausdauer und Geschick fordern. Vielseitigkeit ist also Trumpf, und schon Frank Busemann zeigte als Sieger der ersten Staffel, wie gut Mehrkämpfer mit diesem Konzept zurechtkommen ...

Nackte Wahrheit für Teamplayer

Mit einigen Zweifeln gehen dagegen Mannschaftssportler wie Hockey-Ass Moritz Fürste ins Rennen: "Ich bin einfach gewohnt, dass an einem schlechten Tag jemand anderes den Karren für mich aus dem Dreck zieht", gesteht er. Auch Fußball- Europameisterin Célia Šašić sieht ihren Solo-Einsatz skeptisch: "Das ist wie die nackte Wahrheit. Man kann nichts verstecken". Der dritte Teamsportler im Feld ist Pascal Hens, Führungsspieler der Handball-Weltmeister 2007. Irgendwo dazwischen steht Wasserspringer Sascha Klein, der sowohl im Synchron- wie auch im Einzelspringen Titel holte.

Die verbliebenen drei Kandidaten waren zwar erfahrene Einzelkämpfer, ihre aktive Zeit liegt aber länger zurück als bei Jennifer Oeser, die erst 2017 aufhörte. Kunstturner Philipp Boy etwa bekennt: "Ich habe den Sport tatsächlich nach meinem Karriereende 2012 etwas schleifen lassen". Mit seinem Sieg bei der RTL-Show "Dance Dance Dance" konnte er immerhin beweisen, wie beweglich er noch ist. Ähnliches gilt für Magdalena Brzeska, die beim selben Sender "Let's Dance" gewann. Allerdings machte die ehemalige Ikone der Rhythmischen Sportgymnastik schon 1998 Schluss mit dem Leistungssport: "Nach 20 Jahren wieder Konditionstraining zu betreiben ... Ich hatte die ersten Tage wirklich nur Muskelkater". Auch Hilde Gerg, Slalom-Olympiasiegerin 1998, fiel der Wiedereinstieg nicht leicht. "Als Skifahrerin ist man, wenn man gut austrainiert ist, sehr vielseitig ... Mittlerweile ist die Vielseitigkeit bei mir ein bisschen zusammengeschrumpft".

Stimmung? Spitze!

Ski-Kollege Markus Wasmeier wird sicher Verständnis zeigen für die "Wilde Hilde". Wie in der letzten Staffel führt er als Moderator durch die Spiele und kümmert sich um die Stimmung in der spanischen Strandvilla, in der die Athleten wohnen. Offenbar mit Erfolg, wie Turmspringer Klein verrät: "Die Atmosphäre ist spitzenmäßig. Wir verstehen uns blendend ... Und sehen ,Ewige Helden‘ nicht nur als Challenge, sondern auch als lustigen Zusammenhalt". Gut so, es soll ja auch Zeit und Lust bleiben für den gemeinsamen Rückblick auf Karrierehöhepunkte. Jede Folge widmet sich einem Kandidaten, zum Auftakt wird Pascal Hens gefeiert.

22.1.2018, 17.20 Uhr

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