Die deutschen Medaillenhoffnungen

Pyeongchang 2018

Mit dezimiertem Kader tritt Deutschland bei den Olympischen Winterspielen an. rtv stellt Medaillenhoffnungen vor und sagt, was sonst noch wichtig ist.

"Scheiß da nix, dann feid da nix"

"Was haben wir nur verbrochen", stöhnte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier Mitte Januar. Gerade war bekannt geworden, dass Heidi Zacher wegen eines Kreuzbandrisses die Spiele in Pyeongchang verpassen würde. Mit der Skicrosserin fiel nach Felix Neureuther, Stefan Luitz, Severin Freund, Svenja Würth und Lisa Zimmermann die sechste Medaillenhoffnung aus.

Da wird es langsam eng mit der Vorgabe: Mehr als 19 Podestplätze forderte der Deutsche Olympische Sportbund. So viel – oder besser so wenig – hatte man in Sotschi geholt. Ein Ergebnis, das die rund 180 Athletinnen und Athleten, die in Südkorea an den Start gehen, möglichst übertreffen sollen. Größte Hoffnung ist da die Biathletin Laura Dahlmeier. Dass die siebenfache Weltmeisterin zu Saisonbeginn schwächelte? Hoffentlich vergessen. "Scheiß da nix, dann feid da nix", steht schließlich auf ihrem Gewehr. Auf Hochdeutsch etwa: "Mach dir keine Gedanken, dann fehlt dir auch nichts."

Edelmetall-Kandidaten

Der rtv-"Titelheldin" Aljona Savchenko indes fehlt tatsächlich noch etwas. Nämlich olympisches Gold. Mit ihrem ehemaligen Partner Robin Szolkowy holte die Eiskunstläuferin 2010 und 2014 Bronze. An der Seite von Bruno Massot soll es für die fünfmalige Paarlauf-Weltmeisterin in Pyeongchang endlich für Platz eins reichen. Die Chancen stehen gut: Beim Grand-Prix-Finale 2017 setzten die beiden eine neue Weltrekordmarke von 157,25 Punkten.

Für weiteres Edelmetall sind die Rennrodler fest eingeplant: 2016 holten Natalie Geisenberger, Felix Loch, Tobias Wendl und Tobias Arlt vier von vier möglichen Goldmedaillen. Tatjana Hüfner steuerte noch Silber bei. Aber nicht nur Medaillen zählen – die nebenbei bemerkt für Deutschland sicherlich die Bobfahrer, Skeletonis, die Kombinierer und vielleicht Viktoria Rebensburg holen werden.

Packender als ein Actionfilm 

Olympische Spiele sind auch ein Schaufenster für Sportler, die es sonst nicht ins Hauptprogramm schaffen. Die Snowboard- und Ski-Freestyle-Wettbewerbe begeistern mit akrobatischen Höchstleistungen. Shorttrack ist packender als mancher Actionfilm. Und Curling ist vielleicht so etwas wie Schach. Oder das Darts des Eissports. Ohne Bier und Fangesänge. Aber dafür allemal einen Blick wert.

Wissenswerte Fakten rund um die Spiele lesen Sie hier

29.1.2018, 14.59 Uhr

TV-Thema empfehlen