"Zimmer mit Stall – Ab in die Berge"

Stadt, Land, Zoff

Aglaia Szyszkowitz und Friedrich von Thun schenken sich nichts im Freitagsspaß "Zimmer mit Stall - Ab in die Berge". Privat verstehen sie sich bestens – trotz unterschiedlicher Ansichten zur Frage "Wo lebt es sich am besten?"

Sophie (Aglaia Szyszkowitz) will einen ­Alpenhof zur Pension ummodeln. Pech: Dort hat Eigenbrötler Barthl (Friedrich von Thun) lebenslanges Stallrecht

Kleinkrieg auf dem Bauernhof

Wer will schon nach Paris, wenn er am Schliersee wohnen kann? Für die Flugbegleiterin Sophie geht mit dem Kauf des "Fuchsbichlerhofs" ein Traum in Erfüllung; sie will den Hof in eine Pension verwandeln und fortan das Leben im Grünen genießen. Leider sieht ihre Familie das anders: Die träumt vom Umzug in die französische Hauptstadt, wo Sophies Mann ein Restaurant übernehmen könnte.

Das ist aber nur eine von Sophies Sorgen, die zweite heißt Barthl und ist ein Grantler vor dem Herrn. "Diese Stadtromantiker, diese gschissnen, die glauben, sie könnten alle zu uns auf Land kommen", so sein Kommentar zur neuen Lust auf die Provinz. Im Hof hat er lebenslang "Stallnutzungsrecht", was er als Wohnrecht interpretiert – und als Recht auf ganz viel Ruhe. So nimmt ein Kleinkrieg seinen Lauf, bei dem schon mal die Fäuste fliegen.

Streit-Geheimnis: Harmonie

rtv-Titelstar Aglaia Szyszkowitz darf sich als Sophie von ihrer rabiaten Seite zeigen, aber auch in leisen Momenten spielt sie stark. Ihren Widerpart hätte man kaum besser besetzen können als mit Friedrich von Thun, der seine Kollegin sehr schätzt: "Wenn man sich so gut versteht, dann kann man sich auch leichter vor der Kamera streiten".

Gemeinsam haben die TV-Routiniers auch die Heimat Österreich und die Wahlheimat Bayern, wobei er das Stadtleben schätzt, während sie im Grünen glücklich ist (siehe Kurz-Interviews unten). Auserzählt ist der nette Zwist zwischen Romantikerin und Griesgram übrigens noch lange nicht. Bei guter Zuschauerresonanz sollen weitere Filme folgen.
 

3 Fragen Aglaia Szyszkowitz

Auch Wildschweine können der Schauspielerin Aglaia Szyszkowitz nicht das Landleben vermiesen. Die Österreicherin ist verheiratet und hat zwei Söhne. Mit ihrer Familie wohnt sie in einem Vorort südlich von München.    

Frau Szyszkowitz, wie Sophie träumen viele vom Leben auf dem Land. Wie erklären Sie sich diesen neuen Trend?

Aglaia Szyszkowitz: Neu? Ich erlebe das schon lange, gerade bei Familien mit kleinen Kindern. Für Kinder spielt die Chance, draußen rumzutoben, eine große Rolle.

Sie leben ja selbst im Grünen: Was genießen Sie daran?

Aglaia Szyszkowitz: Ich gehe morgens gerne bei uns im Wald joggen – wobei ich immer etwas Angst vor den Wildschweinen habe. Und abends drehe ich mit meinem Mann gerne noch eine "Abendrunde". Dabei diskutiert es sich besser.

Als Sophie kümmern Sie sich auch um Ziegen und Hühner. Hatten Sie da Berührungsängste?

Aglaia Szyszkowitz: Ich hatte Respekt vor den Hörnern der Ziegen, die können gefährlich werden. Sonst kam ich mit denen gut klar, sie sind ja ähnlich stur wie ich. Die Hühner ... ich bin nicht der größte Fan von Federvieh ...
 

3 Fragen an Friedrich von Thun

"Auch mitten in München wohne ich quasi im Grünen": Friedrich von Thun mag das kulturelle Angebot in der Großstadt und kümmert sich rührend um seine beiden Buchsbäume.

Was halten Sie von der neuen Sehnsucht nach dem Landleben?

Die Sehnsucht gibt es schon seit Rousseaus Zeiten. Die neue Landlust sehe ich nicht romantisch, sondern eher als Notwendigkeit, weil viele sich das Leben in den teuren Städten nicht mehr leisten können.

Sie wohnen mitten in München. Was schätzen Sie am Stadtleben?

Vor allem liebe ich die kulturellen Möglichkeiten. Aber auch in München lebe ich quasi im Grünen – ich kann von meiner Wohnung aus den Englischen Garten sehen und dort jederzeit spazieren gehen.

Besitzen Sie wie Ihre Filmfigur einen grünen Daumen?

Auf meinem Balkon stehen zwei Buchsbäume, die ich streichele und ab und zu abstaube. Aber ein grüner Daumen? Nicht wirklich ...

 

 

5.3.2018, 11.28 Uhr

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