Top 10: Diese deutschen Schauspieler sind auch Musiker

Die besten Schauspieler am Mikro

Wir kennen sie aus Film und Fernsehen. So manch einer hat uns mit einer berührenden Performance schon die ein oder andere Träne entlockt. Aber in vielen Schauspielern steckt viel mehr als nur der Mime: Einige engagieren sich sozial, weitere stehen als Model vor der Kamera und wieder andere, nunja, die singen - und das sogar ziemlich gut. Wir zeigen Ihnen die Top 10 der besten Schauspieler, die sich als Musiker verwirklicht haben. 

Platz 10: Ulrich Tukur

 

Ulrich Tukur ist einer der erfolgreichsten deutschen Schauspieler. So lang die Liste der Filme, in denen er mitgespielt hat auch ist, fast genau so lang ist auch die der CDs, die der gebürtige Viernheimer veröffentlichte. Überrascht? Tukur ist ein echter Vollblutmusiker, beherrscht mehrere Instrumente. 1995 gründete er die Band Ulrich Tukur und die Rhythmus Boys, in der er singt, sowie Klavier und Akkordeon spielt.

 

Platz 9: Jürgen Vogel

Die Musikkarriere von Schauspieler Jürgen Vogel ist eigentlich nur eine halbe. Denn die 2005 gegründete Hansen Band ist rein fiktiv. Sie wurde für das Dokudrama "Keine Lieder über Liebe" gegründet. Die Gruppe bestand aus Jürgen Vogel, Thees Uhlmann (Tomte), Marcus Wiebusch (Kettcar), Felix Gebhard (Home of the Lame) und Max Schröder (Olli Schulz und der Hund Marie) und orientierte sich musikalisch an den Labelkollegen Kettcar und Tomte. Bevor der Film, bei dem alle Schauspieler ohne Drehbuch performten, gedreht wurde, tourte die Band zweimal.

 

Platz 8: Nora Tschirner

Ganz schön vielseitig ist auch Nora Tschirner unterwegs. Neben Regie, Schauspiel und Moderation, war der "Keinohrhasen"-Star auch musikalisch aktiv. Nach mehreren Gastparts unter anderem bei Olli Schulz oder der Randgruppencombo war sie von 2012 bis 2015 fester Bestandteil der Band Prag, in der sie Gitarre spielte und ab und an auch mal ins Mikro trällerte.

 

Platz 7: Familie Ochsenknecht

In der Familie Ochsenknecht sind alle irgendwie künstlerisch unterwegs. Kurz nach dem Erfolg mit der "Die Wilden Kerle"-Reihe versuchten sich die beiden Söhne von Schauspieler Uwe Ochsenknecht, Jimi Blue und Wilson Gonzalez, mit der Musik. Der jüngere der beiden, Jimi Blue war dabei etwas erfolgreicher als sein Bruder. Das Debütalbum "Mission Blue" (bekanntester "Hit" wohl "Hey Jimi") erreichte sogar Goldstatus in Deutschland. Das musikalische Wirken des Vaters Uwe dürfte nur echten Kennern ein Begriff sein, obwohl sich in seiner Band The Screen bekannte Musiker wie Mick Rogers (Gitarrist u.a. für Manfred Mann) tummeln. Seit den 90er Jahren veröffentlichte der Schauspieler, der für The Screen singt, in größeren Zeitabständen Musikalben.

 

Platz 6: Jan Josef Liefers

Der Schauspieler Jan Josef Liefers ist wohl einer der erfolgreichsten und auch bekanntesten seiner Zunft. An Filmpreisen hat er in Deutschland schon alles abgeräumt, was es abzuräumen gilt. Doch auch musikalisch hat der gebürtige Dresdner einiges auf dem Kasten: Im Alter von elf Jahren bekam Liefers seine erste Gitarre geschenkt und lernte das Spielen. Seit 2006 ist er mit seiner Band Radio Doria unterwegs, während der Konzerte erzählt der Schauspieler oft über das Leben in der DDR, in der er aufwuchs.

 

Platz 5: Anna Loos

Genau wie ihr Ehemann Jan Josef Liefers wuchs Anna Loos in der DDR auf. Und genau wie er ist Loos nicht nur Schauspielerin, sondern auch Musikerin. Ausgebildet wurde sie im Bereich Musical. Seit 2005 ist sie Frontsängerin der Band Silly. 2010 trat die Gruppe beim von Stefan Raab organisierten Bundesvision Song Contest auf (auch da war Gatte Liefers schon dabei) und erreichte den zweiten Platz.

 

Platz 4: Barbara Schöneberger

Barbara Schöneberger ist ein echtes Multitalent: Neben der Moderation ist sie auch als Schauspielerin tätig und hat seit 2015 sogar ihr eigenes Magazin, das den Namen "Barbara" trägt. Im Jahr 2007 hieß es dann "Jetzt singt sie auch noch" – so zumindest der Name von Schönebergers erstem Studioalbum. Bis 2018 sind immerhin drei weitere dazu gekommen. Sarkastisch wie immer nimmt die Moderatorin Alltagsthemen wie Beziehungsprobleme auf die Schippe und packt sie in unterhaltsame Texte. Untermalt wird das Ganze mit einer Mischung aus Pop und Swing.

 

Platz 3: Miroslav Nemec

Seit 1991 verkörpert Miroslav Nemec den Kriminalhauptkommissar Ivo Batic im Münchener "Tatort" und gewann für seine Performance schon mehrere Preise, darunter den Bayerischen Fernsehpreis und den Grimme-Preis. Dabei ist die Schauspielerei gar nicht das Metier, in dem Nemec ursprünglich ausgebildet wurde. Der gebürtige Kroate studierte zunächst Musik am Mozarteum in Salzburg, anschließend Schauspiel in Zürich. In der Miro Nemec Band ist er heute Sänger, Gitarrist und Keyboarder.

 

Platz 2: Tom Beck

Die meisten kennen Tom Beck aus der RTL-Serie "Alarm für Cobra 11", in der er fünf Jahre lang (2008 – 2013) an der Seite von Erdogan Atalay als Hauptkommissar Ben Jäger kräftig aufs Gaspedal trat und vor explodierenden Autos davonsprang. Seine Schauspielausbildung war weniger actiongeladen, dafür aber ganz schön vielseitig: An der Bayerischen Theaterakademie in München studierte Beck Musical, genoss dort eine schauspielerische, tänzerische und gesangliche Ausbildung. Während seines Studiums wurde er 2001 beim Bundeswettbewerb für Gesang sogar für die beste Darstellung einer Musicalszene ausgezeichnet. Klar, dass Beck sich auch musikalisch voll auslebt: Seit 2011 veröffentlichte er drei Alben, das erfolgreichste bleibt sein Debütalbum "Superficial Animal" (2011), für das er alle Songs selbst komponierte. 

 

Platz 1: Senta-Sofia Delliponti 

Von 2010 bis 2013 verkörperte Senta-Sofia Delliponti die rebellische Tanja Seefeld in der RTL-Serie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten", bis ihre Rolle nach Australien auswanderte. Auf die TV-Karriere folgte ein riesiger Erfolg mit der Musik: Delliponti, als Sängerin besser bekannt unter dem Namen Oonagh, schaffte es mit ihrem Debutalbum "Oonagh" gleich auf Platz 3 der deutschen Albumcharts. Obwohl die Schauspielerin bereits zuvor musikalisch tätig war, kam der ganz große Durchbruch erst mit der mystischen Ethno-Pop-Performance, für die es 2015 gleich zweimal den deutschen Musikpreis "Echo" gab. Das Besondere: Delliponti singt in den Strophen auf Deutsch, der Refrain ist auf "Quenya" gesungen, einer fiktiven Elben-Sprache aus dem Herr-der-Ringe-Universum Tolkiens.

Autor: Katharina Montada

29.6.2018, 14.40 Uhr

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