Wildes Überleben: Geborene Jäger

Jäger und Wanderer

Biologie-Unterricht der unterhaltsamen Art: In zwei 45-Minütern bringt uns 3sat bei, wie sich Tiere ihr "Wildes Überleben" sichern.

Geduldige Jäger: Der Brillenkaiman verbringt die meiste Zeit im Wasser. Zum Ärger der Fische ...

Strategie der Jäger

"Wildes Überleben" hat 3sat seine zwei Filme genannt, die erstmals im deutschen Fernsehen zu sehen sein werden. Im ersten stehen die Jäger im Fokus, im zweiten geht es um die Wanderer. Jeweils 45 Minuten bestes Biostunden-Format. Tatsächlich gibt es am frühen Abend viel zu lernen. Über das Chamäleon etwa. 

Vielleicht schauen Sie sich noch einmal den Titel dieser Ausgabe der rtv an. Sie sehen: ein Chamäleon, den Jäger. Oben links: eine Fliege, das Opfer, das vom Jäger schon fixiert ist (dabei sehen beide Chamäleonaugen ausnahmsweise in dieselbe Richtung). Wäre die rtv ein Fortsetzungsroman, würde sich bei der nächsten Ausgabe das Maul leicht öffnen, danach die Zunge nach vorn schieben, herausschießen, die Fliege erfassen, ins Maul ziehen und herunterschlucken. Jagd beendet, beide Augen suchen wieder unabhängig voneinander neue Beute. Das Chamäleonauge ist übrigens gut ausgebildet, besser zumindest als die Ohren, von der Nase ganz zu schweigen, die ist eigentlich nur zum Atmen da. 

Aber im Film von Andrew Zikking ("Wilde Arktis") geht es nicht nur um schillernde Zungenkünstler, auch die Strategien und Methoden von Riffhaien, Komodowaranen und Geparden werden vorgestellt. Danach sehen Sie die tödlichen Krallen der beeindruckenden Steinadler vielleicht mit anderen Augen.

Erstaunliche Wanderer 

Im zweiten Film (von Guy Gilbert) geht es um Wanderschaften, die Tiere unternehmen, um zu ihren Brutplätzen zu gelangen, zu überwintern oder um neue Nahrungsgebiete zu erschließen. In Mexiko etwa gilt die Ankunft der Monarchfalter als Naturschauspiel. Buckelwale können bei ihren Wanderungen mehrere Tausend Kilometer zurücklegen, Singschwäne fliegen, wenn es in ihren Brutgebieten in Sibirien zu kalt wird, ins wärmere Winterquartier nach Japan. Gefragt sind extreme Anpassungsfähigkeit oder anatomische Besonderheiten. Tierische Infos, teilweise neu entdeckt. Oder haben Sie schon mal gehört, dass ein Käfer mit dem Rücken Nebelwasser in der Wüste aufnehmen kann? 

3.7.2018, 5.01 Uhr

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