"Die Verschwundene Familie"

Verbrechen in einem kuscheligen Küstenort: "Die verschwundene Familie" setzt einen Quotenrenner aus dem Jahr 2015 fort.

Gustav Hansen (Dietrich Hollinderbäumer), Ulrike Hansen (Ulrike Kriener), Simon Kessler (Heino Ferch),Hella Christensen (Barbara Auer), Johannes (Rainer Bock)

Machos & Mörder

Richtig heimelig wirkt Nordholm mit seinen Backsteinhäuschen und dem Ostseetraumstrand. Man feiert gerade 800-jähriges Bestehen, die Lokalprominenz um den herrischen Bauunternehmer Thomsen versammelt sich. Doch dann die schlimme Nachricht: Thomsens Schwiegersohn liegt tot an der Steilküste, seine Tochter ist samt Enkelin verschwunden. Zum Glück befindet sich zufällig Kommissar Kessler vor Ort. Oder ist es eher Pech für die Nordholmer? Schließlich haben sie Kessler nicht in guter Erinnerung – diesen Macho, der Verhöre scheinbar völlig empathiefrei führt. 

2015 spielte Heino Ferch erstmals den Kessler, der im fiktiven Nordholm gemeinsam mit ­einer ortsansässigen, sensiblen Kollegin (Barbara Auer) ermittelte. Acht Millionen Zuschauer ließen sich von "Tod eines Mädchens" in den Bann ziehen, auch dank einer bis in kleine Rollen prominenten Besetzung, die sich ganz in den Dienst der komplexen Story stellte. Diesmal stoßen mit Ulrike Kriener und Dietrich Hollinderbäumer neue Hochkaräter dazu.

Berührend, nicht immer glaubwürdig

Verantwortlich für Regie und Drehbuch zeichnet erneut Thomas Berger, sein Konzept erklärt er so: "Eine Frage steht für mich im Mittelpunkt – warum berührt die Geschichte unsere Figuren so?" 

So schildert er packend, wie die ungleichen Kommissare in den Fall verstrickt werden. Auch wenn, so viel Kritik muss sein, dieser Fall selbst sehr verschachtelt erscheint und nicht alle Figuren über 180 Minuten glaubwürdig bleiben.

28.12.2018, 13.48 Uhr

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