Verliebt in Valerie

"Verliebt in Valerie" ist ein sympathischer Film geworden. rtv-Titelstar Mina Tander und Filmpartner Sebastian Zimmler überzeugen als ungewöhnliches Duo.

Diagnose Asperger-Syndrom

In der Serie "Berlin Station" (Netflix) spielt sie die supercoole Agentin. Im warmherzigen Kinofilm "Rocca verändert die Welt" wird sie als vertrauensvolle Lehrerin zu sehen sein, und in der außergewöhnlichen Liebesgeschichte "Verliebt in Valerie" überzeugt sie jetzt als ebenso chaotisches wie liebenswertes Zimmermädchen. Eine Rolle, die Mina Tander sichtlich Spaß gemacht hat. 

"Ich hatte wieder Lust auf eine Komödie und war begeistert von der ungewöhnlichen Thematik", schwärmt die Schauspielerin. Ungewöhnlich an der Geschichte ist nicht der Kampf der braven Valerie um das Sorgerecht für ihre Tochter, nicht ihre ständige Unpünktlichkeit und Geldnot. Ungewöhnlich ist vor allem ihre Beziehung zum Kollegen Florian. Der hat das Asperger-Syndrom, eine Variante des Autismus. Der Assistent des Hausmeisters ist hochintelligent, aber in Liebesdingen unfassbar scheu und ungeübt. Sebastian Zimmler spielt den eigenwilligen jungen Mann mit dem extremen Ordnungssinn. Und wie! Mina Tander war begeistert von der Zusammenarbeit: "Es hat mich glatt weggepustet. Er hat diese Rolle so toll verkörpert, einfach fantastisch."

Happy-End-Garantie inklusive

Tatsächlich entwickelt das Zusammenspiel der beiden eine wunderbare Dynamik, hält den Film und seine Geschichte hellwach. Dazu tragen auch die Nebenfiguren bei: Florian Karlheim ("München 7") als schmieriger Hotelchef und der vielfach ausgezeichnete Martin Wuttke als helfender Hausmeister Henk. Es ist zwar ziemlich klar, dass am Ende alles gut wird, aber die 90 Minuten, die man beim liebevollen Problemlösen zuschauen kann, haben sympathischen Unterhaltungswert.

15.1.2019, 6.00 Uhr

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