"Lotte am Bauhaus": 100 Jahre Bauhaus

Alicia von Rittberg beeindruckt als junge Studentin in "Lotte am Bauhaus". Ein Drama zum 100. Geburtstag der berühmten Kunsthochschule 

Gemeinsame Liebe zur Kunst: Lotte (Alicia von Rittberg) und ihr Freund Paul (Noah Saavedra)

"Die Welt neu denken"

Mit geometrischen Formen und Materialien wie Stahl, Chrom, Glas und Beton wurde das Bauhaus zwischen 1919 und 1933 weltberühmt und bis heute wegweisend. Zu den Vertretern der Kunsthochschule in Weimar und Dessau zählten neben ihrem Gründer, dem Architekten Walter Gropius, auch sein Kollege Mies van der Rohe sowie namhafte Maler wie Klee, Kandinsky und Feininger. Das Bauhaus-Programm, Kunst und Handwerk zu verbinden und so mit traditionellen Regeln zu brechen, wurde gleichzeitig zu einer geistigen Haltung. Unter dem Motto "Die Welt neu denken" laufen daher auch die offiziellen Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum des Bauhauses. Die ARD würdigt es mit einem Spielfilm und anschließender Doku.

Lotte in Weimar 

Mit einer Mischung aus Fakten und Fiktion erweckt Gregor Schnitzler die Hochschule im Film "Lotte am Bauhaus" zum Leben. Die zentrale, von rtv-Titelstar Alicia von Rittberg verkörperte Figur wurde von realen Vorbildern wie der Kunsthandwerkerin Alma Siedhoff-Buscher inspiriert. Die künstlerisch begabte Lotte ist fasziniert von den freigeistigen "Bauhäuslern". Wie viele andere junge Frauen meldet auch sie sich 1920 begeistert zum Studium an. Schließlich hatte Gropius die Gleichberechtigung von Studentinnen versprochen. Dass die Zeit dafür jedoch selbst am modernen Bauhaus noch lange nicht reif ist, muss Lotte leidvoll erfahren. Auch die Liebe zu ihrem Kommilitonen Paul gerät dadurch ins Wanken. 

Man wolle das Bauhaus würdigen, aber vor allem "Zeitgeschichte emotional transportieren", erklärt ARD-Programmdirektor Volker Herres die Motivation des Films. Ein Vorhaben, das schon mit der Serie "Charité", deren zweite Staffel nächste Woche startet, voll aufging.

Die Doku zum Film: "Bauhausfrauen"

Walter Gropius versprach bei der Gründung des Bauhauses 1919 die Gleichberechtigung von Frauen: ein Versprechen, das sich nicht erfüllte. Bis heute stehen Künstlerinnen im Schatten ihrer männlichen Kollegen. Der Dokumentarfilm von Susanne Radelhof zeigt im Anschluss an "Lotte am Bauhaus" die wahre Geschichte der Bauhausfrauen.

4.2.2019, 10.18 Uhr

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