"Charité" – die zweite Staffel

Staffel zwei der Serie "Charité" beschreibt den Klinikalltag im  "Dritten Reich". rtv-Titelstar Mala Emde glänzt als Jungmedizinerin

Chirurg von Weltrang: Professor Sauerbruch (Ulrich Noethen) testet das Wissen der Studentin Anni (Mala Emde)

Starke Fortsetzung

Der Hörsaal füllt sich, die Kameras der "Wochenschau" rollen, die Spannung steigt. Auftritt: Professor Dr. Ferdinand Sauerbruch, begnadeter Mediziner mit Entertainer-Qualitäten, der in wenigen Minuten eine seiner spektakulären Operationen durchführen wird. 

Die sechs neuen Folgen der Serie über das berühmte Berliner Krankenhaus "Charité" beginnen im Jahr 1943. Der Alltag zwischen Medizin, Bombenangriffen und Rassenideologie bildet den historischen Hintergrund. Professor Sauerbruch, einstiger Befürworter des NS-Regimes, probt angesichts des Euthanasieprogramms und der Verfolgung der Juden zunehmend den Widerstand. Schauspieler Ulrich Noethen verkörpert den charismatischen Arzt mit energischer Überzeugungskraft. Die Medizinstudentin Anni (rtv-Titelstar Mala Emde) ist von Widerstand weit entfernt. Sie und ihr Mann, der Kinderarzt Artur, sind ein arisches Vorzeigepaar, das gerade sein erstes Baby erwartet. Dass Artur Versuche an behinderten Kleinkindern, sogenannten "Reichsausschusskindern", durchführt, ahnt Anni nicht. Erst als ihr eigenes Baby nicht gesund zur Welt kommt und ihr von der Front heimgekehrter Bruder posttraumatische Symptome zeigt, kann sie ihre Augen nicht länger verschließen. 

Bewährtes Rezept

Wie bereits in der ersten Staffel von "Charité" verweben die Drehbuchautorinnen Dorothee Schön und Sabine Thor-Wiedemann reale und erfundene Ereignisse und Personen, um auf unterhaltsame und emotionale Weise deutsche Geschichte zu vermitteln. Die rein historischen Fakten liefert die Dokumentation "Die Charité – Medizin unterm Hakenkreuz" im Anschluss an die ersten beiden Folgen. 

8.2.2019, 12.48 Uhr

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