Ina Paule Klink – Die Anpackerin

Ina Paule Klink erfreut uns als Anwältin in ihren beiden Paraderollen: in "Wilsberg" und im "Zürich-Krimi"

Doppelte Paraderolle

Alex lässt sich nicht unterkriegen. Wie viele Enttäuschungen hat sie schon erlebt, seit sie ihr Jura-Examen in der Tasche hat? Immer wieder steigt sie bei renommierten Kanzleien ein, verliebt sich in ihren Chef, ignoriert alle Warnungen ihres Patenonkels Wilsberg – und merkt zu spät, dass sie an Kriminelle geraten ist. Andererseits ist Alex aber auch Wilsbergs Brücke in die Welt der Reichen, ohne sie wäre der Schnüffler oft auftrags- und ahnungslos. 

Die kunstvolle Variation des Immergleichen ist das Erfolgsrezept der Münsteraner Schmunzelkrimis. rtv-Titelstar Ina ­Paule Klink gehört als Alex seit 2001 dazu. Als Freund der Reihe sah man sie aufwachsen, vom frechen Teen bis zur patenten Anwältin im Business-Outfit. Im 65. Fall arbeitet Alex für eine Kanzlei, die auf Vaterschaftsfragen spezialisiert ist. Sie verguckt sich – Vorsicht Spoiler – in den Falschen, und Wilsberg untersucht einen Mordfall, dessen Spuren zu Alex’ Arbeitgeber führen. Alles beim Alten also, und wieder mal prima Unterhaltung.

Zweites Standbein in der Schweiz

Auch im ARD-Krimiuniversum hat Ina Paule Klink mittlerweile einen Stammplatz als Anwältin, seit 2016 spielt sie an der Seite von Altmeister Christian Kohlund im "Zürich-Krimi". Anfang März läuft der sechste Film der Reihe, "Borchert und der Sündenfall". Über ihre Figur Dominique Kuster sagt die Brandenburgerin: "Ich mag ihre Art, wie sie als Frau die Dinge anpackt in einer doch vorwiegend männlichen Jurawelt. Sie lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen." Schön, dass Ina Paule Klink eine Art doppelte Paraderolle gefunden hat.

26.2.2019, 6.00 Uhr

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