Bella Germania

Die Verfilmung des Bestsellers "Bella Germania" erzählt die deutsch-italienische Liebe in fünf Jahrzehnten als großer TV-Dreiteiler!

So fing alles an: Christoph Letkowski und Silvia Busuioc als Liebespaar in den 50ern.

"Bella Germania": 270 Minuten Romantik und Zeitgeschichte 

Die Isetta, der Toast Hawaii, der Linksterrorismus und die Globalisierung. Ein Film, in dem diese Schlagworte Platz finden, braucht Zeit. "Bella Germania" verteilt sich so gleich auf drei allerbeste Termine im ZDF. Autor Daniel Speck entwarf diese deutsch-italienische Saga, parallel zum Skript schuf er einen Roman, der längst ein Bestseller ist. Aufmerksamkeit dürfte also garantiert sein. Doch keine Angst, die Geschichte erschließt sich auch ohne vorherige Lektüre des Buches. Sie erzählt von Italienern, die in den 50ern ins vermeintliche Arbeiterparadies Deutschland kamen, und von Deutschen, die in Italien das süße Leben suchten. Von unvereinbaren Vorstellungen über die Liebe und die Familie. Und vor allem handelt sie von der Sehnsucht, die eigene Herkunft zu kennen und sie mit der Gegenwart zu versöhnen.

Keine Angst vor Klischees 

Am Anfang steht rtv-Titelstar Natalia Belitski als junge Modeschöpferin Julia, die von einer Nachricht aus der Bahn geworfen wird: Ihr tot geglaubter Vater lebt! Er ist Italiener, Sohn eines deutschen Ingenieurs. Der war in den 50ern nach Mailand gereist, um die Lizenz des Mini-Autos Isetta zu kaufen – und verliebte sich in Giulietta, Julias spätere Oma. Es entfaltet sich ein Liebes- und Familienreigen auf diversen Zeitebenen, zwischen denen der Film eher schreitet als springt. Viele Szenen muten hübsch altmodisch an, ohne Angst vor Kitsch und Klischees. Apropos Klischees: Nach Teil 1 gibt es eine Doku über wahre Hintergründe, zwischen den Teilen 2 und 3 am Dienstag überprüft Michael Kessler in "Ziemlich beste Nachbarn" unser Bild von "Bella Italia".   

1.3.2019, 11.34 Uhr

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