Das Sat.1-Drama "Ein ganz normaler Tag"

Im Sat.1-Drama "Ein ganz normaler Tag" mit Sonja Gerhardt geht es um Schläger, Lügen, Angst – und Zivilcourage

Erster eigener Fall: die junge Staatsanwältin Maurer (Sonja Gerhardt)

Mut im Alltag

Dritter und letzter Teil der SAT.1-Filmreihe "Wir zeigen Haltung". Nach K.-o.-Tropfen und Stalking geht es im manchmal nur schwer zu ertragenden Drama "Ein ganz normaler Tag" ums Thema Zivilcourage. 

Der Fall: Zwei brutale Jugendliche prügeln in der Straßenbahn einen dunkelhäutigen Mann halbtot. Vier Menschen können die Bluttat bezeugen. Eigentlich ein klarer Fall. Den müsste auch die junge, unerfahrene Staatsanwältin Jessica Maurer, gespielt von rtv-Titelstar Sonja Gerhardt, locker hinbekommen.
Es kommt anders. Die Väter der Schläger setzen die Zeugen unter Druck oder bestechen sie. Der Hund des alten Herrn Armbruster wird ­getötet, die kranke Mutter der jungen Zeugin Nicole kann sich eine teure Operation leisten. Und plötzlich will keiner mehr etwas gesehen haben. Eine Verurteilung der Täter wird immer unwahrscheinlicher. 

Wie verhalten?

"Meiner Meinung nach greifen viele Menschen einfach deshalb nicht ein, weil sie Angst haben, Angst, dass sie selber zum Opfer werden", sagt Sonja Gerhardt. So wie im Film. Darin geht es zum großen Teil auch um die Situation nach der Tat: Da werden Fakten verdreht, Beteiligte drangsaliert. Sogar der Freund der Staatsanwältin wird verprügelt. Lange nimmt die drohende Ungerechtigkeit ungehindert ihren Lauf. Wer auf das gute Ende wartet, braucht eine Menge Geduld. Was das Drama erreichen will: "Ich erhoffe mir vom Film, dass die Zuschauer ihre Augen öffnen", so Sonja Gerhardt. Wenn die Fiktion dafür nicht ausreicht: Im Anschluss gibt’s die einstündige Reportage "Ein ganz normaler Tag – Wer hilft wirklich, wenn es drauf ankommt." 
 

1.4.2019, 9.52 Uhr

TV-Thema empfehlen