Start der Serie "Merz gegen Merz"

Lachen, bis der Scheidungsanwalt kommt: Annette Frier und Christoph Maria Herbst beharken sich in der Serie "Merz gegen Merz"

Psychoterror in der Therapie: die Eheleute Merz (Annette Frier, Christoph M. Herbst) 

Giftmischung

"Ich weiß nicht, ob wir uns jemals so geliebt haben, wie wir uns jetzt hassen", sagt er nach der Trennung. "Ich fühl mich super, als wäre ein Riesenpickel weg", sagt sie. Kein guter Einstieg in eine Paartherapie. Die Eheleute Merz haben sich gründlich entzweit. Eigentlich ein Fall für die Anwälte. Doch gegen die Scheidung sprechen: ein gemeinsames Haus, ein gemeinsamer Sohn. Und der Umstand, dass Herr Merz die Firma ihres Vaters leitet. Der Senior wird gerade dement und will keinesfalls auf seinen Schwiegersohn verzichten. Daher also die Therapie. Gibt es noch eine Chance? Immerhin: Zwischen allen Beleidigungen blitzt regelmäßig auf, wie gut die beiden mal harmoniert haben. Und diese Szenen sorgen dafür, dass der diabolische Dauerstreit unterhaltsam bleibt.

Der "Stromberg"-Schöpfer schlägt zu 

Klar: Rosenkrieg als Motiv für bösen Witz ist eher klassisch als innovativ. Dass dieser hier Spaß macht, dafür garantiert der Name Ralf Husmann – Schöpfer des unvergessenen Büro­ekels "Stromberg". Auf die Idee für seine neue Serie kam der Autor aus autobiografischen Gründen: "Ich bin in einem Alter, in dem ich nicht nur schon selbst eine Scheidung hinter mir habe, sondern auch im Umfeld jede Menge Trennungen live miterleben konnte. Alle mit Tragik, aber eben auch mit viel komischem Potenzial. Meine Lieblingsmischung". Die Mischung funktioniert auch dank "Stromberg"-Star Christoph Maria Herbst und Annette Frier in den Hauptrollen, Vollprofis in Sachen Gift- und Galle-Humor. Zu sehen in vier Doppelfolgen, diesen Donnerstag, dann Samstag, Ostersonntag und -montag.

5.4.2019, 10.57 Uhr

TV-Thema empfehlen