James Bond ist eine der bekanntesten und langlebigsten Filmfiguren der Welt. Seit dem ersten Kinofilm „James Bond – 007 jagt Dr. No“ im Jahr 1962 begeistert der britische Geheimagent mit der Lizenz zum Töten Millionen von Fans weltweit. Die James-Bond-Filme, basierend auf den Romanen von Ian Fleming, hat sich über sechs Jahrzehnte hinweg zu einem kulturellen Phänomen entwickelt. Mit spektakulären Actionsequenzen, exotischen Schauplätzen, ikonischen Bösewichten und unvergesslichen Bond-Girls prägt die Reihe das Genre der Agentenfilme nachhaltig. In diesem Artikel erhalten Sie einen umfassenden Überblick über die gesamte Filmreihe, die verschiedenen Darsteller, die Reihenfolge der Filme sowie die Zukunft des 007-Franchises.

Wie viele James-Bond-Filme gibt es?

Nr.

Filmtitel (Deutsch)

Originaltitel

Erscheinungsjahr

1

James Bond – 007 jagt Dr. No

Dr. No

1962

2

Liebesgrüße aus Moskau

From Russia with Love

1963

3

Goldfinger

Goldfinger

1964

4

Feuerball

Thunderball

1965

5

Man lebt nur zweimal

You Only Live Twice

1967

6

Im Geheimdienst Ihrer Majestät

On Her Majesty's Secret Service

1969

7

Diamantenfieber

Diamonds Are Forever

1971

8

Leben und sterben lassen

Live and Let Die

1973

9

Der Mann mit dem goldenen Colt

The Man with the Golden Gun

1974

10

Der Spion, der mich liebte

The Spy Who Loved Me

1977

11

Moonraker – Streng geheim

Moonraker

1979

12

In tödlicher Mission

For Your Eyes Only

1981

13

Octopussy

Octopussy

1983

14

Im Angesicht des Todes

A View to a Kill

1985

15

Der Hauch des Todes

The Living Daylights

1987

16

Lizenz zum Töten

Licence to Kill

1989

17

GoldenEye

GoldenEye

1995

18

Der Morgen stirbt nie

Tomorrow Never Dies

1997

19

Die Welt ist nicht genug

The World Is Not Enough

1999

20

Stirb an einem anderen Tag

Die Another Day

2002

21

Casino Royale

Casino Royale

2006

22

Ein Quantum Trost

Quantum of Solace

2008

23

Skyfall

Skyfall

2012

24

Spectre

Spectre

2015

25

Keine Zeit zu sterben

No Time to Die

2021

Die offizielle EON-Reihe umfasst 25 Kinofilme, beginnend mit James Bond jagt Dr. No (1962) bis hin zu Keine Zeit zu sterben (2021). Diese Produktionen von Eon Productions bilden die kontinuierliche Kinoreihe, die von Albert R. „Cubby” Broccoli und Harry Saltzman ins Leben gerufen wurde.

Zusätzlich existieren zwei bekannte inoffizielle Kinofilme: Casino Royale (1967) als starbesetzte Parodie sowie Sag niemals nie 1983 mit Sean Connery in einer Neuverfilmung von Feuerball. Beide entstanden außerhalb der EON-Produktion aufgrund komplizierter Rechteverhältnisse.

Ein weiteres Kuriosum ist der TV-Film Casino Royale von 1954 – eine US-Fernsehproduktion mit Barry Nelson als erster Bond-Darsteller überhaupt. Diese Produktion war Teil der Anthologieserie „Climax!” und ist für Sammler ein interessantes Stück Fernsehgeschichte, gehört aber nicht zur offiziellen Kinoreihe.

Dieser Artikel konzentriert sich primär auf die 25 offiziellen Verfilmungen, die über einen Zeitraum von mehr als 60 Jahren entstanden. Die Entwicklung des Franchises spiegelt dabei historische Epochen wider – vom Kalten Krieg über das digitale Zeitalter bis zur Gegenwart.

Wichtige Erkenntnisse

  • Seit 1962 gibt es insgesamt 25 offizielle James Bond Filme von Eon Productions, die als James Bond 007 bekannt sind, plus einige inoffizielle Streifen wie Casino Royale (1967) und Sag niemals nie (1983).
  • Sean Connery war der erste Bond im Kino, während Roger Moore mit sieben Einsätzen die meisten Filme der Reihe bestreitet.
  • Daniel Craig modernisierte die Bond Reihe ab Casino Royale (2006) und beendete seine Ära 2021 mit Keine Zeit zu sterben.
  • Die Filmreihe ist berühmt für Gadgets, ikonische Bösewichte, unvergessliche Titellieder und exotische Schauplätze auf der ganzen Welt.
  • Trotz des Wandels von der Kalte-Krieg-Ära bis heute bleibt das Grundthema der Weltrettung durch den britischen Geheimagenten konstant.
  • Die James Bond Filme basieren auf den Romanen von Ian Fleming und wurden von Eon Productions produziert.
  • Die Rolle des MI6-Chefs M wurde von verschiedenen Schauspielern verkörpert, darunter Bernard Lee, Judi Dench und Ralph Fiennes.
  • Alle James Bond Filme sind aktuell bei Prime Video verfügbar.
  • Um die James Bond Filme auf Prime Video anzusehen, benötigst du eine Amazon Prime Mitgliedschaft.
  • Die Filme können in chronologischer Reihenfolge geschaut werden, um die Evolution der Filmreihe nachzuvollziehen.
  • Dieser Artikel erklärt Reihenfolge, alle Bond Darsteller, Highlights sämtlicher Filme und die Zukunft der 007 Filme.

Einführung: Was macht James-Bond-Filme so besonders?

Die James Bond Filmreihe ist die langlebigste und erfolgreichste Agentenfilmserie der Kinogeschichte. Seit 1962 begeistert der britische Geheimagent mit der Lizenz zum Töten Millionen von Fans weltweit. Was als Adaption von Ian Flemings Romanen begann, entwickelte sich zu einem kulturellen Phänomen, das weit über das Filmgeschäft hinausstrahlt. Die Entwicklung von James Bond 007 als Figur und Franchise reicht von den Anfängen mit „Dr. No“ über zahlreiche Darstellerwechsel bis hin zu modernen Blockbustern und spiegelt die Veränderungen im Kino und Zeitgeist wider.

Typische Elemente haben die Bond Filme über Jahrzehnte geprägt: Der MI6, der Doppelnull-Status, der legendäre Vodka Martini – geschüttelt, nicht gerührt –, faszinierende Bond-Girls und Superschurken mit absurden Weltherrschaftsplänen. Die frühen Streifen basieren eng auf den Romanen von Ian Fleming, dessen erster Bond-Roman Casino Royale bereits 1953 erschien. Ab den 1970er Jahren nutzte die Produktion jedoch zunehmend eigenständige Drehbücher.

Symbole wie das 007-Logo, die ikonische Pistolenlauf-Sequenz, der Aston Martin DB5 und das James-Bond-Theme von John Barry haben Kultstatus erreicht. Mr Bond ist längst mehr als eine Filmfigur – er ist ein Stück Popkultur-Geschichte. Im Folgenden erfahren Sie alles über die Reihenfolge der Filme, die verschiedenen Darsteller und die Hintergründe dieser einzigartigen Reihe.

James Bond 007

Die 007-Streifen: Überblick und Besonderheiten

Die James-Bond-Filmreihe, oft als 007-Streifen bezeichnet, ist ein echtes Phänomen im internationalen Filmgeschäft. Seit dem legendären Auftakt mit „James Bond jagt Dr. No“ im Jahr 1962, in dem Sean Connery als erster Bond-Darsteller Kinogeschichte schrieb, hat sich die Reihe zu einer der bekanntesten und langlebigsten Serien der Welt entwickelt. Über sechs Jahrzehnte hinweg haben insgesamt sechs Schauspieler die Rolle des britischen Geheimagenten 007 übernommen und jeder hat der Figur seinen eigenen Stempel aufgedrückt.

Was die Bond-Filmreihe so besonders macht, ist die gelungene Mischung aus spannenden Missionen, exotischen Schauplätzen und charismatischen Gegenspielern. Die Filme sind berühmt für ihre spektakulären Actionsequenzen, innovativen Gadgets und den unverwechselbaren Stil, der von den ersten Minuten an für Hochspannung sorgt. Die 25 offiziellen Filme von Eon Productions bilden das Herzstück der Reihe, während die beiden inoffiziellen Produktionen „Casino Royale“ (1967) und „Sag niemals nie“ (1983) als interessante Randnotizen für echte Bond-Fans gelten. Ob in „Dr. No“, „Casino Royale“ oder „Sag niemals nie 1983“ – die Abenteuer von James Bond sind ein fester Bestandteil der Popkultur und haben das Genre der Agentenfilme nachhaltig geprägt.

James-Bond-Filme in chronologischer Reihenfolge (offizielle EON-Reihe)

Die folgende Übersicht listet alle 25 EON-Filme in chronologischer Reihenfolge nach Erscheinungsjahr von 1962 bis 2021. Die Gliederung erfolgt nach den Ären der verschiedenen Bond-Darsteller, die jeweils ihre eigene Interpretation des Geheimagenten auf die Leinwand brachten.

Die Sean-Connery-Ära (1962–1967, 1971)

Sean Connery wurde im November 1961 von Broccoli und Saltzman als erster Kino-Bond verpflichtet. Er drehte sechs offizielle EON-Filme zwischen 1962 und 1967 sowie einen weiteren 1971 und prägte damit das Fundament der gesamten Filmreihe.

Dr. No (1962)

Die Dreharbeiten zu James Bond Dr. No begannen im Januar 1962 in Jamaika – der Startschuss für ein Filmimperium. Bond ermittelt gegen Dr. Julius No, der von seiner Insel aus Raketenstarts von Cape Canaveral bedroht. Ursula Andress als Honey Ryder erreichte mit ihrem ikonischen Auftritt aus dem Meer sofortigen Kultstatus. Der Film etablierte viele Elemente, die bis heute bestehen, und wurde unter der Regie von Terence Young zum Erfolg.

Liebesgrüße aus Moskau (1963)

Der zweite Film unter Regie von Terence Young fängt die Spannung des Kalten Krieges perfekt ein. Bond soll in Istanbul eine sowjetische Lektor-Dechiffriermaschine beschaffen, gerät dabei aber in eine Falle von SPECTRE. Der Film führte die kriminelle Organisation und ihren mysteriösen Anführer Blofeld ein – Gegenspieler, die Bond über Jahre begleiten sollten.

Goldfinger (1964)

Regisseur Guy Hamilton schuf mit James Bond: Goldfinger den vielleicht einflussreichsten Bond-Film überhaupt. Auric Goldfingers Plan, die Goldreserven von Fort Knox zu verstrahlen, bot die Vorlage für unzählige Schurkenszenarien. Ikonische Figuren wie Pussy Galore und der hutschleudernde Oddjob wurden zu Archetypen. Die Dreharbeiten begannen am 19. März 1964 in den Pinewood Studios. Hier debütierte auch der Aston Martin DB5 mit seinen Gadgets – Paul McCartney besuchte während der Produktion das Set, um das legendäre Auto zu bestaunen, und bestellte anschließend selbst eines.

Feuerball (1965)

Mit einem Budget, das deutlich über den Vorgängern lag, inszenierte Terence Young ein aufwendiges 007-Abenteuer auf den Bahamas. SPECTRE entführt Atomsprengköpfe und erpresst westliche Regierungen. Die Unterwassersequenzen waren technisch bahnbrechend – John Stears gewann bei der Oscar-Verleihung 1966 den Preis für die besten visuellen Effekte.

You Only Live Twice (1967)

Regisseur Lewis Gilbert führte Bond nach Japan, wo SPECTRE amerikanische und sowjetische Raumkapseln kapert, um einen Weltkrieg zu provozieren. Der Film bot erstmals einen offenen Blick auf Blofeld und sein vulkanisches Hauptquartier. Die Dreharbeiten in Tokio waren von medialer Aufmerksamkeit begleitet.

Diamonds Are Forever (1971)

Nach einer kurzen Pause kehrte Connery für einen letzten offiziellen Auftritt unter Guy Hamilton zurück. Für mehr als eine Million US-Dollar – bei einem Gesamtbudget von sieben Millionen – ermittelte James Bond in Las Vegas einem Diamantenschmuggel-Ring nach, hinter dem wieder einmal Blofeld steckt. Der Film spielte weltweit 116 Millionen US-Dollar ein.

James Bond Sportwagen

George Lazenby und der Übergang (1969)

Im Geheimdienst ihrer Majestät (1969) ist der einzige Film mit George Lazenby als James Bond. Der Australier wurde am 7. Oktober 1968 als Nachfolger angekündigt – eine überraschende Wahl für Fans, die an Connery gewöhnt waren.

Die Handlung führt Bond in die Schweizer Alpen, wo er Blofeld verfolgt, der einen Plan zur weltweiten bakteriellen Verseuchung durch eine Gruppe hypnotisierter Frauen schmiedet. Die Dreharbeiten begannen am 21. Oktober in einem auf einem Berggipfel gelegenen Restaurant, das als SPECTRE-Hauptquartier Piz Gloria inszeniert wurde.

Der Film endet mit einer der tragischsten Szenen der gesamten Reihe: James Bond heiratet Tracy (Diana Rigg), die kurz darauf von Blofelds Handlangerin erschossen wird. Diese emotionale Tiefe war ihrer Zeit voraus. Anfangs unterschätzt, gilt der Film heute vielen als einer der besten Einträge der gesamten Bond-Filmreihe.

Die Roger-Moore-Ära (1973–1985)

Roger Moore verkörperte in sieben Filmen über 12 Jahre hinweg einen humorvolleren, leichteren James Bond – und ist damit Rekordhalter unter allen Darstellern. Seine Ära begann mit Leben und sterben lassen (1973) und endete mit Im Angesicht des Todes (1985).

Leben und sterben lassen (1973)

Moores Debüt führte Bond in die Welt von Voodoo und Drogenhandel. Der Film unter Regie von Guy Hamilton spielte in New Orleans und der Karibik, mit einem spektakulären Motorboot-Sprung über eine Polizeisperre. Paul McCartneys Titelsong wurde zum Klassiker.

Der Mann mit dem goldenen Colt (1974)

Christopher Lee brillierte als Scaramanga, ein Auftragskiller mit goldener Waffe. Das Duell zwischen zwei Meisterschützen vor dem Hintergrund der Energiekrise der 1970er bot spannende Action in Thailand.

Der Spion, der mich liebte (1977)

Regisseur Lewis Gilbert inszenierte einen Höhepunkt der Moore-Ära. Ein Megalomane entführt Atom-U-Boote, um einen Krieg auszulösen. Der Lotus Esprit, der sich in ein U-Boot verwandelt, wurde ebenso ikonisch wie der Beißer (Jaws), gespielt von Richard Kiel.

Moonraker – Streng geheim (1979)

Der kommerzielle Erfolg von Star Wars inspirierte dieses Weltraum-Abenteuer. Milliardär Hugo Drax plant die Auslöschung der Menschheit von einer Raumstation aus. Lewis Gilbert führte erneut Regie bei diesem überdrehten, aber unterhaltsamen Spektakel.

In tödlicher Mission (1981)

John Glen übernahm das Regiezepter und brachte einen ernsteren Ton zurück. In Griechenland und Italien jagt James Bond einem gesunkenen Spionageschiff mit wichtigen Codes hinterher. Der Film setzte stärker auf realistische Action als auf Gadgets.

Octopussy (1983)

Indien und Deutschland bilden die Kulisse für James Bonds Kampf gegen einen abtrünnigen sowjetischen General, der mit einer Atombombe Europa destabilisieren will. John Glen inszenierte einen Film voller exotischer Schauplätze.

Im Angesicht des Todes (1985)

Moores letzter Auftritt führte ihn nach San Francisco und ins Silicon Valley. Der Bösewicht Max Zorin (Christopher Walken) plant, die Mikrochip-Industrie zu vernichten. Mit 57 Jahren verabschiedete sich Moore von der Rolle.

Timothy Dalton: Der härtere Bond (1987–1989)

Timothy Dalton brachte eine deutlich ernstere Interpretation – näher an Ian Flemings Romanfigur als alle Vorgänger. Seine zwei Filme markierten einen stilistischen Bruch.

Der Hauch des Todes (1987)

Unter Regie von John Glen gerät Bond in ein Netz aus KGB-Intrigen und Waffenhandel. Die Handlung führt von Bratislava nach Afghanistan, wo Bond an der Seite von Mudschaheddin kämpft – ein Produkt seiner Zeit.

Lizenz zum Töten (1989)

James Bond wird vom MI6 suspendiert und begibt sich auf einen persönlichen Rachefeldzug gegen Drogenboss Franz Sanchez, der seinen Freund Felix Leiter verstümmelt hat. John Glen inszenierte den brutalsten Bond-Film bis dato. Die härtere Tonalität war ihrer Zeit voraus und fand erst später die verdiente Anerkennung.

Actionfilm

Pierce Brosnan: Bond im digitalen Zeitalter (1995–2002)

Nach einer sechsjährigen Pause – der längsten in der Geschichte der reihe – belebte pierce brosnan das Franchise 1995 mit GoldenEye neu. Seine vier Filme verbanden klassische Bond-Formel mit moderner Action und CGI.

GoldenEye (1995)

Regisseur martin campbell schuf einen erfolgreichen Neustart. James Bond konfrontiert seinen ehemaligen Kollegen 006 (Alec Trevelyan), der mit der russischen Mafia eine Satellitenwaffe kontrolliert. Die Handlung beginnt 1986 mit einer Mission, bei der Trevelyan scheinbar stirbt – neun Jahre später taucht er als Feind wieder auf. Der Film etablierte Judi Dench als neue M.

Der morgen stirbt nie 1997

Medienmogul Elliot Carver manipuliert Nachrichten, um einen Krieg zwischen Großbritannien und China zu provozieren. Roger Spottiswoode inszenierte einen Film, der Informationskriegsführung und Medienmanipulation thematisierte – erstaunlich vorausschauend.

Die welt ist nicht genug (1999)

James Bond schützt die Erbin eines Ölimperiums vor einem Terroristen, der nach einem Kopfschuss keine Schmerzen mehr empfindet. Sophie Marceau brillierte als zwielichtige Elektra King.

Stirb an einem anderen Tag (2002)

Brosnans letzter Auftritt brachte ein unsichtbares Auto und einen Eispalast in Island. Die übertriebenen CGI-Effekte – insbesondere eine Surfszene auf einer Tsunami-Welle – wurden von fans kritisiert und signalisierten, dass ein radikaler Neustart nötig war.

Daniel Craig: Reboot und Abschluss (2006–2021)

Casino royale (2006) markierte einen kompletten Neustart der reihe. daniel craig, geboren am 2. März 1968 in Chester, brachte einen physisch und emotional härteren James Bond auf die Leinwand. Seine fünf Filme über 15 Jahre bilden einen zusammenhängenden Erzählbogen.

Casino Royale (2006)

Regisseur martin campbell adaptierte endlich Ian Flemings ersten Roman. Bond erhält seinen Doppelnull-Status und wird nach Montenegro geschickt, um den SPECTRE-Bankier Le Chiffre in einem hochkarätigen Pokerspiel zu besiegen. Die tragische Liebesgeschichte mit Vesper Lynd prägt James Bonds Charakter für alle folgenden Craig-Filme.

Ein quantum trost (2008)

Der einzige direkte Sequel der reihe setzt unmittelbar nach Casino Royale ein. Bond jagt die Organisation Quantum, die hinter Vespers Tod steckt, und deckt eine Verschwörung zur Kontrolle von Wasserressourcen in Bolivien auf. quantum of solace ist ein kompromissloser Rachefilm.

Skyfall (2012)

Regisseur Sam Mendes inszenierte den 50-Jahre-Jubiläumsfilm als Meditation über Bonds Vergangenheit und die Relevanz des MI6 im digitalen Zeitalter. Cyberterrorist Silva (Javier Bardem) greift M persönlich an. Der Film führte James Bond nach Shanghai, Macau und schließlich zu seinem schottischen Familienanwesen Skyfall.

Spectre (2015)

Sam Mendes enthüllte, dass alle Gegner der Craig-Ära Teil eines größeren Plans waren: SPECTRE unter Führung von Ernst Stavro Blofeld. James Bond trifft Madeleine Swann, Tochter eines alten Feindes, die zur Liebe seines Lebens wird.

Keine Zeit zu sterben (2021)

Regisseur Cary Joji Fukunaga beendete die Craig-Ära mit einem epischen Finale. Bond, aus dem Ruhestand geholt, kämpft gegen einen Terroristen mit biologischen Waffen. Der Film wagte einen radikalen Abschluss für diese Version der Figur und stellte die Weichen für einen neuen Anfang.

Inoffizielle James-Bond-Filme: Casino Royale (1967) & Sag niemals nie (1983)

Diese zwei filme zählen nicht zur offiziellen EON-Reihe, da sie von anderen Rechteinhabern produziert wurden. Die komplizierte Geschichte der filmrechte – Ian Fleming verkaufte verschiedene Rechte an verschiedene Parteien – ermöglichte diese unabhängigen Produktionen.

Casino Royale (1967) entstand als starbesetzte Parodie mit David Niven, Peter Sellers, Ursula Andress und Orson Welles. Der Film präsentiert mehrere Bond-Figuren und setzt auf absurden Humor statt auf Action. Für Puristen ist er ein Kuriosum, für Komödien-fans ein unterhaltsames Zeitdokument.

Sag niemals nie (1983) brachte Sean Connery nach 12 Jahren Pause zurück in die Rolle. Der Film ist eine Neuverfilmung von Feuerball und kam parallel zu Moores Octopussy in die kinos. Bond untersucht die Entführung von Kreuzfahrt-Raketen mit scharfen Atomsprengköpfen durch SPECTRE, mit Figuren wie Domino Petachi und Maximillian Largo.

Beide filme unterscheiden sich von der Hauptreihe durch Tonfall, fehlendes offizielles 007-Logo und keine klassische Gunbarrel-Sequenz im EON-Stil. fans schauen sie oft der Vollständigkeit halber, sie sind jedoch für das Verständnis der laufenden Kontinuität nicht notwendig.

Wer hat James Bond gespielt? Alle 007-Darsteller im Vergleich

Sechs Schauspieler haben Bond in den offiziellen Kinofilmen verkörpert – jeder mit seiner eigenen Interpretation des Geheimagenten.

Sean Connery (1962–1967, 1971) definierte James Bond für Generationen. In sechs offiziellen Filmen (plus dem inoffiziellen sag niemals nie) verkörperte er einen eleganten, aber gefährlichen agenten mit trockenem Humor und unerschütterlichem Selbstbewusstsein. Seine Darstellung setzte den Standard.

George Lazenby (1969) wagte sich mit nur einem Film an die Rolle. Obwohl anfangs unterschätzt, zeigte er einen verletzlicheren Bond, dessen emotionale Tiefe erst später gewürdigt wurde.

Roger Moore (1973–1985) hält mit sieben Filmen den Rekord unter allen darsteller. Er brachte einen leichteren, humorvolleren Ton ein – seine Bonds waren charmant, selbstironisch und weniger brutal als Connery.

Timothy Dalton (1987–1989) spielte in nur zwei Filmen, interpretierte James Bond aber als düstereren, komplexeren Charakter – näher an den romane von Ian Fleming. Seine Arbeit war ihrer Zeit voraus.

Pierce Brosnan (1995–2002) balancierte in vier Filmen klassische Eleganz mit modernem Action-Kino. Er verband Elemente von Connery und Moore zu einer eigenen, zeitgemäßen Interpretation.

Daniel Craig (2006–2021) revolutionierte die Figur in fünf Filmen. Sein Bond war physisch hart, emotional verwundbar und entwickelte sich über einen zusammenhängenden Erzählbogen – ein Novum für die reihe.

Die Wechsel zwischen den darsteller hingen oft mit Zeitgeist, Publikumswünschen und Produktionsentscheidungen zusammen. Jede Ära reflektiert ihre jeweilige Epoche.

Typische Merkmale der James-Bond-Filme

Bestimmte Motive wiederholen sich in fast allen 007 Streifen und machen den Wiedererkennungswert aus.

Bond-Girls: Von Honey Ryder über Tracy und Solitaire bis zu Vesper Lynd und Madeleine Swann haben weibliche Figuren die Filme geprägt. Die Darstellung wandelte sich über die Jahrzehnte – vom dekorativen Sidekick zur eigenständigen agentin mit eigener Agenda.

Bösewichte und Organisationen: Blofeld, Goldfinger, Hugo Drax, Silva – Bond-Schurken verfolgen typische „Weltbedrohungs”-Pläne und residieren in stilisierten Verstecken wie Vulkanbasen oder Weltraumstationen. SPECTRE zieht sich als kriminelle Organisation durch die gesamte filmreihe.

Gadgets & Fahrzeuge: Der Aston Martin DB5 ist das bekannteste Bond-Auto, aber auch der Lotus Esprit und diverse Uhren mit Laser oder Sprengsatz gehören zum Inventar. Ein Running Gag: Bonds Ausrüstung wird regelmäßig zerstört.

Sprache & Stil: „Mein Name ist Bond. James Bond” und „Wodka Martini – geschüttelt, nicht gerührt” sind Klassiker der Filmgeschichte. Die stilisierten Vorspannsequenzen mit Titelsong sind ebenso unverzichtbar wie die Pistolenlauf-Eröffnung.

Die gefährlichsten Einsätze von 007

Die Tödliche Mission: Die gefährlichsten Einsätze von 007

James Bond ist der Inbegriff des furchtlosen Geheimagenten – und seine Missionen sind oft ein Spiel auf Leben und Tod. Schon in seinem ersten Kinoeinsatz in „James Bond jagt Dr. No“ (1962) muss Bond auf Jamaika einen skrupellosen Wissenschaftler stoppen, der mit einer tödlichen Strahlenwaffe die Welt bedroht. In „Goldfinger“ (1964) steht Bond vor der Herausforderung, einen genialen Verbrecher davon abzuhalten, die Goldreserven der USA zu vernichten. Auch in „Der Mann mit dem goldenen Colt“ (1974) gerät 007 ins Visier eines berüchtigten Profikillers, der ihn zu einem tödlichen Duell herausfordert.

Mit „Casino Royale“ (2006) beginnt für James Bond eine neue Ära: Hier muss er nicht nur sein Können am Pokertisch beweisen, sondern auch gegen einen gefährlichen Terrorfinanzier antreten, der vor nichts zurückschreckt. Jede dieser Missionen verlangt Bond alles ab – körperlich, geistig und emotional. Ob im Kampf gegen Dr. No, im Duell mit dem Mann mit dem goldenen Colt oder beim riskanten Einsatz in „Casino Royale“: Die 007-Filme zeigen immer wieder, dass James Bond bereit ist, für seine Missionen bis an die Grenzen zu gehen und sich selbst in tödliche Gefahr zu begeben.

Musik, Titelsongs und ikonische Bond-Elemente

Musik und visuelle Markenzeichen sind für die James Bond Filme unverzichtbar. Sie schaffen Atmosphäre und Wiedererkennungswert über Generationen hinweg.

John Barry war als Komponist der frühen reihe prägend. Er schuf das unvergessliche James-Bond-Theme und komponierte zahlreiche Soundtracks, die Action und Eleganz perfekt verbinden.

Die Titelsongs gehören zu den bekanntesten der Musikgeschichte:

Interpret

Song

Film

Shirley Bassey

Goldfinger

Goldfinger (1964)

Paul McCartney

Live and Let Die

Leben und sterben lassen (1973)

Tina Turner

GoldenEye

GoldenEye (1995)

Adele

Skyfall

Skyfall (2012)

Billie Eilish

No Time to Die

Keine Zeit zu sterben (2021)

Skyfall (2012) und Keine Zeit zu sterben (2021) gewannen jeweils den Oscar für den besten Filmsong – eine Bestätigung für die musikalische Qualität der neueren filme.

Das 007-Logo, die Pistolenlauf-Sequenz und die stilisierten Vorspänne (geprägt von Maurice Binder und später Daniel Kleinman) sind visuelle Konstanten, die jeden Bond-Film einleiten und sofort als Teil des Franchise erkennbar machen.

Wie sollte man James-Bond-Filme anschauen? Reihenfolge und Empfehlungen

Die Frage nach der richtigen Reihenfolge beschäftigt viele Einsteiger. Die klare Empfehlung lautet: Folgen Sie der Veröffentlichungsreihenfolge, also chronologisch nach Erscheinungsjahr.

Die meisten James Bond Filme sind in sich abgeschlossen – Sie müssen nicht alle Vorgänger gesehen haben, um einen einzelnen Film zu genießen. Eine Ausnahme bildet die Daniel-Craig-Ära: Diese fünf filme erzählen eine fortlaufende Geschichte mit Charakterentwicklung und wiederkehrenden Handlungssträngen.

Empfehlungen für Einsteiger:

  1. Beginnen Sie mit einem Klassiker wie Goldfinger (1964) für den ikonischen Bond-Stil
  2. Schauen Sie einen modernen Film wie Skyfall (2012) für zeitgemäße Action
  3. Erleben Sie dann eine komplette Ära am Stück (z.B. alle Craig-Filme)
  4. Erweitern Sie auf weitere Darsteller nach Interesse

Ein kompletter Marathon mit allen 25 Filmen bietet einen faszinierenden Überblick über die Entwicklung von Action, Effekten und Figuren über sechs Jahrzehnte – von den praktischen Stunts der 1960er bis zum modernen CGI.

Zukunft der James-Bond-Filme

Nach Keine Zeit zu sterben (2021) beginnt ein neuer Abschnitt für die reihe. Bond 26 ist offiziell geplant, auch wenn bisher weder Starttermin noch Hauptdarsteller bestätigt wurden.

Die filmrechte liegen heute unter dem Dach von Amazon/MGM, was neue Möglichkeiten eröffnet. Diskussionen über Serien, Spin-offs oder andere Formate kursieren in Medienberichten, wurden aber nicht offiziell bestätigt. Namen wie Aaron Taylor-Johnson werden in deutscher Presse als mögliche Nachfolger spekuliert.

Produzenten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson stehen vor der Aufgabe, Bond an moderne Themen – Cyberkrieg, KI, aktuelle Geopolitik – anzupassen, ohne den Kern der Figur zu verlieren. Das Franchise hat sich über 60 Jahre als anpassungsfähig erwiesen.

Fans können mit weiteren 007 Abenteuer rechnen, die Tradition und Innovation verbinden. Die Seite des Geheimagenten wird weiter geschrieben – die Frage ist nur, wer als nächster „Bond. James Bond” sagen darf.

Fazit

Die James-Bond-Filmreihe ist und bleibt ein einzigartiges Phänomen, das seit über 60 Jahren Generationen von Zuschauern begeistert. Mit ihren actiongeladenen Szenen, den unverwechselbaren 007-Streifen und den legendären Darstellern wie Sean Connery und Daniel Craig hat die Filmreihe Maßstäbe gesetzt. Jeder Bond-Darsteller hat dem britischen Geheimagenten 007 eine neue Facette verliehen und die Figur immer wieder neu erfunden. Die Bond-Filmreihe ist ein Spiegel der Zeit, der sich ständig weiterentwickelt und dabei nie an Faszination verliert.

Ob als eleganter Gentleman, kompromissloser Kämpfer oder moderner Held – James Bond bleibt eine der bekanntesten und beliebtesten Figuren der Popkultur. Die Reihe wird auch in Zukunft mit neuen Abenteuern und Herausforderungen für den Geheimagenten 007 fortgesetzt. Fans auf der ganzen Welt dürfen sich auf weitere spektakuläre Missionen freuen, die das Erbe der James Bond-Filme lebendig halten und die Kinos erneut in ihren Bann ziehen werden.

FAQ zu James-Bond-Filmen

  1. Wie viele James-Bond-Filme soll es insgesamt geben?

    Aktuell gibt es 25 offizielle EON-Filme bis 2021, und James Bond 26 sowie weitere Teile werden folgen. Die reihe ist offen konzipiert – es existiert kein festes Endziel wie etwa 30 oder 40 filme. Durch den regelmäßigen Wechsel der Darsteller kann die Figur immer wieder neu erfunden werden. Diese Flexibilität sichert dem Franchise sein Fortbestehen über Generationen.

  2. Welche James-Bond-Filme eignen sich am besten für Einsteiger?

    Fünf Titel bieten ideale Einstiegspunkte:
    Goldfinger (1964): Definiert alle klassischen Bond-Elemente an einem Seite – ikonischer Bösewicht, legendäres Auto, perfekter Plot
    Der Spion der mich liebte (1977): Moores bester Auftritt mit dem unvergesslichen Lotus Esprit
    GoldenEye (1995): Brosnans Neustart vereint klassische und moderne Elemente
    Casino Royale (2006): Der perfekte Einstieg in die Craig-Ära und Bond-Ursprungsgeschichte
    Skyfall (2012): sam mendes inszenierte ein Meisterwerk, das auch ohne Vorkenntnisse funktioniert
    Sie müssen nicht zwingend alle Vorgänger gesehen haben, um diese filme zu genießen.

  3. Gibt es James-Bond-Filme, die ab 12 oder ab 16 freigegeben sind?

    In Deutschland tragen viele ältere James Bond-Filme eine FSK-12-Freigabe, während einige neuere wegen realistischerer Gewaltdarstellung FSK 16 erhielten. Beispiele für FSK-16-Titel sind Casino Royale (2006) und Keine Zeit zu sterben (2021). Auch Lizenz zum Töten (1989) mit Timothy Dalton erhielt wegen seiner Brutalität eine höhere Einstufung. Vor dem Streaming oder Kauf sollten Sie die aktuelle Altersfreigabe prüfen, da sich diese bei Neuprüfungen ändern kann.

  4. Auf welchen Plattformen kann man James-Bond-Filme streamen?

    James-Bond-Filme sind in Deutschland regelmäßig bei großen Streaming-Diensten wie Prime Video, dem MGM+-Channel oder anderen VoD-Plattformen verfügbar. Die Lizenzen wechseln jedoch regelmäßig, und Filme können zeitweise exklusiv bei einem Anbieter liegen. Empfehlung: Suchen Sie nach „James Bond” in Ihrer bevorzugten Plattform oder nutzen Sie aktuelle Übersichtsseiten der Streaming-Anbieter.

  5. Spielen die James-Bond-Romane und Filme in der gleichen Kontinuität?

    Die frühen Filme sind relativ eng an Ian Flemings Romane angelehnt – Titel wie Goldfinger und Feuerball übernehmen Kernelemente der Bücher, kombinieren sie aber mit neuen Actionszenen und Figuren. Ab den 1970ern nutzen viele Filme nur noch den Romantitel oder Grundideen und entwickeln eigenständige Drehbücher. Die Kinoreihe bildet eine eigene Kontinuität, die unabhängig von den literarischen Vorlagen funktioniert. Für das Verständnis der Filme müssen Sie die Romane nicht gelesen haben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Aktuelle Beiträge