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Im Gespräch mit dem Focus erklärt ARD-Schowchef Thomas Schreiber, wie sich das Programm entwickeln wird: Carolin Kebekus könnte einen Platz im Hauptprogramm bekommen und die Silbereisen-Shows werden jünger. — Fragt man ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber nach der Zukunft der Fernsehshow, dann fällt die Antwort optimistisch aus. Im Interview mit dem Focus bezieht Schreiber klar Stellung. Er hält, „die Show nach wie vor für mehrheitsfähig.“ Die Konsequenz aus der Erkenntnis? „Klein gegen Groß“ bekommt in diesem Jahr fünf statt vier Ausgaben. Außerdem macht die ARD einen Platz für Carolin Kebekus frei. Das kommt überraschend, zensierte der WDR 2013 noch einen Beitrag ihrer Einsfestival-Show „Kebekus!“ aus Angst vor den Reaktionen. Die gab es dann vor allem von Kebekus selbst. Die Komikerin kritisierte die Sendeanstalt dafür, ihren Kirchen-Rap „verstümmelt“ zu haben. Die Sketch-Show wurde nicht fortgeführt. Seit März ist Kebekus mit ihrer Show „PussyTerror TV“ wieder im WDR-Programm zu sehen. Und laut Thomas Schreiber kommt da noch etwas: „Auf Carolin Kebekus wartet ein Sendeplatz im Ersten“, verrät er im Focus-Interview. — Florian Silbereisen wird moderner — Für die Shows von Florian Silbereisen plant die ARD einen Image-Wechsel. Florian sei „handwerklich unglaublich gut, nur wie er gesehen wird, daran müssen wir arbeiten“, kündigt Schreiber an. So werde man an der Gastauswahl schrauben. Der Programm-Koordinator stellt in Aussicht, dass dann auch Gäste wie die „Söhne Mannheims“ auftreten könnten.
Sonntag kam der letzte „Tatort“ aus Leipzig – und damit der letzte mit Simone Thomalla als Kommissarin Eva Saalfeld. Sophia Thomalla versteht nicht, warum der „Tatort“ ihrer Mutter aus dem Programm genommen wurde. Sie schrieb einen Brief an das Wochenmagazin Stern — Seit Januar 2014 ist bekannt, dass der MDR seinen Leipziger „Tatort“ zu Ende erzählen will. Seit Sonntag sind Keppler und Saalfeld nun tatsächlich Fernsehgeschichte. Einem jungen Team moderner Frauen gewichen. Genau das beklagt Sophia Thomalla, die 25-jährige Tochter der ehemaligen „Tatort“-Darstellerin, jetzt in einem offenen Schreiben auf stern.de. — — „Liebes Deutsches Fernsehen... was machst'n da für Sachen?“, beginnt Sophia Thomalla und kritisiert in den nachfolgenden Zeilen die radikale Verjüngung in der TV-Unterhaltungsbranche. „10,5 Millionen Zuschauer an einem Abend! So schnell macht Muttern das erstmal keiner nach!“ Doch Quote allein sei eben kein Garant mehr. Gekündigt wird trotz beeindruckender Zuschauerzahlen. Wenn es nicht am Erfolg lag, dann, so schlussfolgert Sophia Thomalla, am Alter: „Der Jugendwahn hat also auch die Bastion ‚Tatort‘ erreicht.“ Jung ersetzt alt. Warum, das erschließt sich Sophia Thomalla einfach nicht. Wütend schreibt sie zum Schluss: „Was für eine Scheiße! Denn auch wir, die sogenannte ‚jugendliche Zielgruppe‘, wollen gar keine Verjüngung. Wir wollen glauben können und gut unterhalten werden. Authentisch ist uns wichtig – egal wie alt.“ — — Die neuen MDR-Ermittler  Karin Hanczewski, Alwara Höfels und Jella Haase füllen 2016 die Lücke, die der Leipziger „Tatort“ am Sonntag hinterlassen hat. Ermittelt wird dann aber in Dresden.

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