Sonntag, 20:15 ist Tatort-Zeit. Die Beliebtheit der Krimireihe ist auch nach über 50 Jahren ungebrochen. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Erfolgsgeschichte des Dauerbrenners.
Es gibt zahlreiche deutsche Krimiserien, die überaus erfolgreich waren, z. B. Stahlnetz, Der Kommissar und Derrick. Doch keine hat so lange durchgehalten wie der legendäre Tatort. Eins der Erfolgsgeheimnisse der Reihe ist, dass sie sich stets neu erfinden kann. Es gibt nicht nur ein Team, sondern viele, und auch die Erzählweise und Themen unterscheiden sich stark. Man vergleiche nur einen Tatort aus München mit einem Murot-Tatort – dazwischen liegen Welten. Und so wird die Serie nie langweilig. Jedes Team hat seine Eigenheiten, seinen eigenen Stil und seine eigene Dynamik.
In diesem Artikel werfen wir einen näheren Blick auf das Erfolgsgeheimnis der Serie, auf legendäre und aktuelle Teams und die besten Fälle – wobei letzteres natürlich auch eine Frage des persönlichen Geschmacks sind.
Tatort – Die Geschichte

Start der Reihe und Konzept
Wie der Titel verrät, existiert die Serie bereits seit über 50 Jahren. Die Idee für den Nachfolger der erfolgreichen Serie „Stahlnetz“ stammt von Gunther Witte. Der Startschuss fiel 1970 mit der Folge „Taxi nach Leipzig“ mit Walter Richter als Kommissar Trimmel.
Ursprünglich war die Serie so angelegt, dass immer eine abgeschlossene Folge erzählt wird. Bis auf wenige Ausnahmen wird das auch heute noch so gehandhabt, das einen guten Teil des langen Erfolges ausmacht.
Ein weiteres Kriterium war der angestrebte Realismus und wiederkehrende, sich abwechselnde Ermittler. Während der Tatort anfänglich monatlich ausgestrahlt wurde, gibt es heute jede Woche eine neue Folge, durchschnittlich 35 Folgen pro Jahr.
Zum Konzept gehört auch die Regionalität. Die verschiedenen Teams ermitteln in ganz Deutschland, und es werden oft auf regionale Gegebenheiten aufgegriffen. Produziert werden diese Folgen von den jeweiligen Landesrundfunkanstalten. Auch ein Schweizer Team und ein österreichisches Team gibt es, produziert von SRF und ORF.
Warum ist die Serie so beliebt?

Es gibt nur wenige Serien, die eine so lange Laufzeit vorzeigen können. Durch die verschiedenen Schauplätze und Ermittlerteams bleibt sie „frisch“ und spricht verschiedene Zielgruppen an. Die Hauptgründe für die Beliebtheit sind:
- Lange Tradition und Vertrautheit: „Tatort“ läuft seit 1970 und ist damit eine der ältesten und bekanntesten Krimireihen im deutschsprachigen Raum. Viele Zuschauer sind mit der Serie aufgewachsen und verbinden sie mit einem festen Ritual am Sonntagabend.
- Regionale Vielfalt: Jede Folge spielt in einer anderen Stadt oder Region Deutschlands (aber auch in Österreich und der Schweiz), was den Zuschauern eine große Bandbreite an Schauplätzen und lokalen Besonderheiten bietet. Das schafft Identifikation und Abwechslung.
- Verschiedene Ermittlerteams: Es gibt viele unterschiedliche Ermittler mit eigenen Charakteren und Geschichten. Dadurch spricht der Tatort verschiedene Zielgruppen an, und die Zuschauer können ihre Lieblingskommissare wählen.
- Gesellschaftliche Relevanz: Der Tatort greift oft aktuelle gesellschaftliche Themen auf und spiegelt damit die Realität wider. Das macht die Serie nahbar und regt zum Nachdenken an.
- Hohe Qualität und Spannung: Die Serie ist bekannt für gut geschriebene Drehbücher, spannende Kriminalfälle und professionelle Schauspieler. Das sorgt für Unterhaltung auf hohem Niveau.
- Kulturelles Ereignis: Am Sonntag nach der Tagesschau den Tatort zu sehen, ist für viele ein Ritual, über das unter anderem in den sozialen Medien diskutiert wird.
- Unterschiedliche Erzählweisen: Oft ist der Tatort ein typischer Whodunit („Wer hat es getan“), der dem gradliniegen Muster Verbrechen – Ermittlung – Aufklärung folgt. Andere sind eher als Komödie angelegt, wie der Münster-Tatort, Ermittler wie Murot tauchen auch in die Gefilden des Absurden ab, wieder andere sind hauptsächlich Sozialdramen.
Die Teams und die Fälle
Sowohl die Fälle als auch die Teams haben einige Änderungen im Lauf der Zeit erfahren:
- Anfangszeit (1970er Jahre): Traditioneller Krimi mit starken Charakteren
Zu Beginn war „Tatort“ geprägt von einer klassischen Krimi-Erzählweise. Die Fälle waren klar strukturiert, mit einem Fokus auf logische Aufklärung und moralische Werte. Die Teams arbeiteten meist in größeren Städten, und die Geschichten waren eher konventionell.
- 1980er Jahre: Mehr Regionalität und Charaktertiefe
In den 80ern kamen mehr regionale Teams hinzu. Die Ermittler bekamen mehr Persönlichkeit, und die Geschichten begannen, gesellschaftliche Themen wie Umwelt, Drogen oder soziale Konflikte stärker einzubeziehen. Humor und zwischenmenschliche Dynamiken wurden wichtiger.
- 1990er Jahre: Vielfalt und neue Erzählformen
Die 90er brachten eine größere Vielfalt an Ermittlerteams aus verschiedenen Regionen Deutschlands, Österreich und der Schweiz. Die Fälle wurden komplexer, oft mit psychologischen und gesellschaftskritischen Elementen. Teams wie Ballauf und Schenk aus Köln oder Lena Odenthal aus Ludwigshafen etablierten sich. Die Serie begann, auch experimentellere Erzählweisen zu nutzen.
- 2000er Jahre: Zeitgenössische Themen und soziale Relevanz
Der Tatort reagierte auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen, etwa Migration, Rechtsextremismus oder Digitalisierung. Die Ermittler wurden vielschichtiger, mit persönlichen Geschichten und Konflikten. Die Serie wurde ernster und realistischer, oft mit düsterer Atmosphäre.
- 2010er bis heute: Diversität, Innovation und Humor
In den letzten Jahren setzt „Tatort“ verstärkt auf Diversität bei den Ermittlern (z. B. mehr Ermittlerinnen, unterschiedliche kulturelle Hintergründe) und auf neue Formate, etwa humorvolle Teams wie Thiel und Boerne aus Münster oder Lessing und Dorn aus Weimar (bis 2021). Gleichzeitig bleibt die Serie gesellschaftlich relevant und experimentiert auch oft mit Erzähltechniken, etwa non-linearen Geschichten oder ungewöhnlichen Perspektiven.
Legendäre Teams

Einige Tatort-Teams oder auch einzelne Ermittler sind beim Publikum besonders beliebt. Dazu gehören natürlich das Raubein Schimanski und sein Kollege Thanner, Stoever und Brockmöller mit ihren Musikeinlagen am Ende jeder Folge, die WG von Odenthal und Kopper, das bewährte Münchener Team Batic und Leitmayr, die Kölner Schenk und Ballauf und Thiel und Boerne aus Münster. Daneben gibt es auch Ermittler, die zwar ein Team haben, aber doch eher wie Einzelgänger agieren, wie Borowski aus Kiel und Falke aus Hamburg. Ein weiterer besonderer Kommissar war Cenk Batu (Hamburg), der undercover ermittelt hat.
Hier können Sie sämtliche Tatort-Teams seit dem Anfang nachlesen.
Doch nicht nur die Ermittler mit ihren jeweiligen Eigenarten oder regionale Gegebenheiten machen die jeweiligen Tatorte besonders. Viele haben auch ihre eigenen Erkennungsmerkmale. Während die Fälle aus Frankfurt mit Dellwo und Sänger häufig deprimierend und schwer verdaulich waren, setzen das Münster Team und die Kollegen aus Weimar auf schräg-humorvolle Erzählweisen. Andere Teams ermitteln eher konventionell, wobei fast jedem Team auch einmal eine besondere Folge gegönnt wird, wie der Ausflug ins Science Fiction Genre mit „HAL“ des Stuttgarter Teams Lannert und Bootz.
Die aktuellen Tatort- Teams
In der folgenden Übersicht finden Sie die aktuellen Tatort-Teams, die Darsteller und Drehorte (2026).
| Ermittler:innen | Darsteller:innen | Drehort |
|---|---|---|
| Karow, Bonard | Mark Waschke, Corinna Harfouch | Berlin |
| Selb, Moormann | Luise Wolfram, Jasna Fritzi Bauer | Bremen |
| Faber, Herzog | Jörg Hartmann, Stefanie Reinsperger | Dortmund |
| Schnabel, Winkler | Martin Brambach, Cornelia Gröschel | Dresden |
| Ringelhahn, Rathgeber | Fabian Hinrichs, Rosalie Thomass | Franken |
| Azadi, Kulina | Melika Foroutan, Edin Hasanović | Frankfurt |
| Falke | Wotan Wilke Möhring | Hamburg und Umgebung |
| Lindholm | Maria Furtwängler | Hannover |
| Schenk, Ballauf | Dietmar Bär, Klaus J. Behrendt | Köln |
| Odenthal, Stern | Ulrike Folkerts, Lisa Bitter | Ludwigshafen |
| Batic, Leitmayr, Hammermann | Miroslaw Nemec, Udo Wachtveitl | München |
| Thiel, Boerne | Axel Prahl, Jan-Josef Liefers | Münster |
| Schürk, Hölzer | Daniel Sträßer, Vladimir Burlakow | Saarbrücken |
| Berg, Tobler | Hans-Jochen Wagner, Eva Löbau | Schwarzwald |
| Lannert, Bootz | Felix Klare, Richy Müller | Stuttgart |
| Eisner, Fellner | Harald Krassnitzer, Adele Neuhauser | Wien |
| Murot | Ulrich Tukur | Wiesbaden |
| Grandjean, Ott | Anna Pieri-Zuercher, Carol Schuler | Zürich |
Tatort: Außergewöhnliche Fälle
Immer wieder gibt es besondere, oft auch kontroverse Fälle, die Publikum und Kritik begeistern oder auch spalten. In diesem Abschnitt widmen wir uns den außergewöhnlichsten Tatort-Fällen.
Der Täter wird immer gefasst – oder doch nicht?
Der Ablauf eines klassischen Krimis ist in der Regel einfach: Verbrechen, Ermittlung, Verhaftung. Auch viele Tatorte halten sich an dieses Schema. Doch gelegentlich erlaubt sich ein Drehbuchautor auch einmal eine Ausnahme.
Frau Bu lacht (1995)
Der Münchener Krimi (Bayerischer Rundfunk) von 1995, „Frau Bu lacht“, ist die Jubiläumsfolge zum 25. Bestehen der Reihe. Wenn ein bekannter Regisseur wie Dominik Graf am Ruder ist, darf man zurecht Großes erwarten. Die Kommissare Batic (Miroslaw Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl) untersuchen den Mord an einem Konditor, der mit der Thailändering Sita (Anna Villadolid) verheiratet ist, die eine Tochter mit in die Ehe gebracht hat. Diese Ehe wurde von einem dubiosen Vermittlungsinstitut angebahnt, und die Kommissare stoßen auf weitere Fälle.
Nicht nur waren die vermittelnden Frauen ihren deutschen Ehemännern ausgeliefert, im Falle von Sita wurde auch die Tochter sexuell missbraucht. Am Ende vereiteln Batic und Leitmayr die Verhaftung der Täterin, so dass Sita und ihre Tochter fliehen können. Die Folge wurde ausnahmslos von der Kritik gefeiert und gehört zu den stark sozialkritischen der Reihe.
Weil sie böse sind (2010)
In diesem ungewöhnlichen Fall von Sänger (Andrea Sawatzki) und Dellwo (Jörg Schüttauf) kommen Schuldige auf ungewöhnliche Weise davon. Herken (Milan Peschel) erschlägt im Affekt den reichen Staupen. Staupens Sohn Balthasar (Matthias Schweighöfer) wird dank Überwachungskameras Zeuge des Mordes. Er beseitigt die Beweise und erpresst Herken, weitere Mitglieder seiner verhassten Familie zu töten. Drei weitere Familienmitglieder fallen dem Komplott zum Opfer. Balthasar stirbt, nachdem er Herken das Versprechen abnahm, alles für sich zu behalten, und Herken wird nicht überführt. Ungewöhnlich ist, dass der Zuschauer sich fast wünscht, Balthasar würde ungestraft davonkommen, so unsympathisch ist seine Familie.
Borowski und der stille Gast (2012)
Eines der bekanntesten Beispiele ist „Borowski und der stille Gast„, eine NDR-Produktion von 2012. In seinem vierten Fall hat es Kommissar Borowski (Axel Milberg) aus Bremen mit dem Stalker Kai Korthals (Lars Eidinger) zu tun, der als der titelgebende stille Gast unbemerkt am Leben von ahnungslosen Frauen teilnimmt und auf unheimliche Weise geradezu durch Wände gehen kann. Am Ende wird Korthals gefasst, kann aber fliehen. Der Mörder war eine Art persönliche Nemesis für Borowski, und sie hatten eine ungewöhnliche persönliche Verbindung. Die Folge zog noch zwei Sequels nach sich, „Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes“ (2015) und „Borowski und der gute Mensch“ (2021).
Meta (2018)
„Meta“ ist einer der ungewöhnlichsten der ohnehin originellen Fälle von Karow (Mark Waschke) und Rubin (Meret Becker) in Berlin. Der Titel ist Programm, denn es gibt verschiedene Erzählebenen, doch was ist echt, was Fiktion? Karow vermutet eine Verschwörung der verbrecherischen Organisation „Operation Gehlen“, für die er Beweise im auf der Berlinale vorgestellten Kinofilm „Meta“ zu finden versucht. Auch der Mord an einem vierzehnjährigen Mädchen hält er für einen Teil dieser Verschwörung.
Während Karow geradezu wahnhaft den Film immer und immer wieder anschaut und Fiktion und Realität immer weiter verschwimmen, versucht Rubin durch klassischer Ermittlungsarbeit weiterzukommen. In dem hochgelobten Tatort bleibt am Ende offen, ob es diese Verschwörung überhaupt gibt und ob ein Verbrecher ungestraft davonkam.
Liste: 10 der außergewöhnlichsten Tatort-Folgen
Abgesehen von den oben genannten, bei denen die Fälle nicht komplett abgeschlossen wurden, gibt es noch zahlreiche weitere ungewöhnliche Folgen, von denen wir hier 10 vorstellen – in der Reihenfolge ihrer Ausstrahlung.
- Tod im All (1997)
Ludwigshafen goes Science Fiction. Odenthal und Kopper ermitteln in einem schrägen Fall, bei dem ein Ufologe ermordert wurde. Dieser soll angeblich Kontakt zu Außerirdischen gehabt haben. In diesem Tatort mit Nina Hagen als Gaststar kommt am Ende sogar ein echtes Ufo vor. Die komische und originelle Folge wurde für den Adolf-Grimme-Preis nominiert. - Das Böse (2003)
Dieser in Frankfurt spielende Fall ist kein herkömmlicher Krimi, sondern mehr das verstörende Psychogramm des von Ulrich Tukur gespielten skrupellosen, aber charmanten Mörders, der im Laufe der Handlung immer mehr eskaliert. Nicht nur die Darstellung, auch die Erzählweise mit Zeitsprüngen wusste die Kritiker und das Publikum zu begeistern. - Die Ballade von Cenk und Valerie (2012)
Diese Folge endet in einem brutalen Kugelhagel, in dem Kommissar Cenk dramatisch umkommt. Es kommt zwar selten vor, dass Tatort-Kommissar:innen ums Leben kommen, wenn die Schauspieler:innen aussteigen, aber dramatischer als in diesem Tatort kann es kaum werden. Das Ende war dennoch passend für diese kontroverse Figur. - Im Schmerz geboren (2014)
Ungewöhnlich sind alle Murot-Fälle, daher ist es etwas schwierig, einen herauszupicken. Während „Wer bin ich?“ (2015) vielleicht der schrägste ist, ist Im Schmerz geboren wohl der umstrittenste. Eingebunden in Shakespeare-Rezitationen entspinnt sich eine düstere Geschichte um einen ehemaligen Freund des Kommissars, die in einer High-Noon-Konfrontation mit epischer Schießerei und 44 Toten eskaliert. - HAL (2016)
Futuristisch geht es auch in diesem Stuttgarter Tatort zu. Lennert und Bootz ermitteln in einem bizarren Mord, bei dem ein Auto gehackt und damit ein Unfall verursacht wurde. Ein ungewöhnlicher Film – der Titel lässt es erahnen, denn HAL ist der außer Kontrolle geratene Computer in „2001 – Odyssee im Weltraum“ – bei dem es um die Möglichkeiten und Gefahren moderner Technologie geht. - Der wüste Gobi (2017)
Beim Weimarer Tatort ist es äußert schwierig, eine von den 11 schrägen Folgen herauszupicken. Ein Highlight ist aber definitiv Jürgen Vogel als vermeintlich mehrfacher Frauenmörder mit dem eingängigen Namen Gotthilf Bigamiluschvatokovtschvili, kurz Gobi, der zu seiner eigenen kompletten Verwirrung zahlreiche Verehrerinnen hat, die er mit selbstgestrickten Schlüpfern ausstattet, und der am Ende heldenhaft den wahren Mörder zur Strecke bringt. - Tiere der Großstadt (2018)
Während die Berliner Ermittler Karow und Rubin zumindest in den frühen Folgen ohnehin eher nebeneinander ermitteln als gemeinsam, untersuchen sie hier tatsächlich zwei verschiedene Fälle, die unterschiedlicher nicht sein können. Der eine Mord mit einem Roboter durchgeführt, der andere Fall eine unterlassene Hilfeleistung nach einem Unfall mit einem Wildschwein, stellt dieser Film moderne Technik und urwüchsige Natur und ihre Ambivalenz gegenüber. - Das Team (2020)
Diese ungewöhnliche Folge ist teamübergreifend. Zum 50. Jubiläum haben sich die Macher etwas Besonderes ausgedacht und mehrere Tatort-Teams zu einer gemeinsamen Ermittlung zusammengebracht. Ungewöhnlich war auch, dass die Darsteller weitestgehend improvisierten. Und nicht zuletzt stirbt in dieser Folge Nadeshda Krusenstern, die langjährige Kollegin von Kommisssar Thiel aus Münster. - Limbus (2020)
Ein ernstes Thema, aber heiter umgesetzt, bietet dieser Tatort aus Münster. Während Professor Boerne nach einem Autounfall im Koma liegt, bewegt sich sein Geist im Limbus, also im Zwischenreich zwischen Leben und Tod und trifft dort auch unter anderem die ermordete Kollegin Nadeshda Krusenstern. Diese tragikomische Folge gilt als die vielleicht beste aus Münster, während sie jedoch keinem klassischen Krimimuster folgt. - Mord unter Misteln (2022)
Ein Tatort ohne echten Mord, aber dafür mit Verkleidung: Für ein Krimidinner „reist“ das Münchner Team mit Batic und Leitmayr ins England der 1920er Jahre mit entsprechender Verkleidung. Eine launige Abwechslung ohne echten Mord, die vor allem der Unterhaltung dient.
FAQ
Was ist „Tatort“?
„Tatort“ ist eine deutsche Krimireihe, die seit 1970 im Fernsehen läuft. Jede Folge zeigt einen eigenständigen Kriminalfall, der von verschiedenen Ermittlerteams aus unterschiedlichen Städten gelöst wird. Die Serie ist bekannt für ihre regionale Vielfalt und gesellschaftliche Themen.
Wie viele Tatort-Folgen gibt es?
Bis heute wurden über 1.200 Tatort-Folgen produziert. Die Serie läuft kontinuierlich mit neuen Episoden, die meist sonntags ausgestrahlt werden. Jedes Jahr kommen etwa 30 bis 40 neue Folgen hinzu, produziert von verschiedenen öffentlich-rechtlichen Sendern.
Welche Städte sind Schauplätze im Tatort?
Die Serie spielt in zahlreichen deutschen Städten sowie in Österreich und der Schweiz. Bekannte Schauplätze sind Köln, München, Hamburg, Münster, Ludwigshafen, Wien und Zürich. Die regionale Verankerung ist ein Markenzeichen der Serie.
Wer sind die bekanntesten Ermittler im Tatort?
Zu den bekanntesten Ermittlern gehören Horst Schimanski (Duisburg), Lena Odenthal (Ludwigshafen), Ballauf und Schenk (Köln) sowie Thiel und Boerne (Münster). Viele Ermittler haben Kultstatus erreicht.
Warum ist Tatort so beliebt?
Die Beliebtheit beruht auf der Mischung aus spannenden Kriminalfällen, regionaler Vielfalt, gesellschaftlicher Relevanz und starken Charakteren. Die Serie verbindet Unterhaltung mit kritischer Auseinandersetzung aktueller Themen und ist ein fester Bestandteil des deutschen Fernsehens.
Wie oft läuft Tatort im Fernsehen?
Tatort wird in der Regel sonntags ausgestrahlt, meist am Abend. Die Ausstrahlung erfolgt im Wechsel der öffentlich-rechtlichen Sender wie ARD, ORF und SRF. Pro Jahr erscheinen etwa 30 bis 40 neue Folgen.
Gibt es Tatort-Folgen mit besonderen Themen?
Ja, die Reihe greift häufig gesellschaftlich relevante Themen auf, darunter Migration, Rechtsextremismus, Umwelt, soziale Ungerechtigkeit und psychische Erkrankungen. Diese Themen werden oft in die Kriminalfälle integriert und regen zum Nachdenken an.
Wie unterscheiden sich die Ermittlerteams?
Jedes Ermittlerteam hat seinen eigenen Stil, Charakter und regionale Besonderheiten. Manche Teams sind eher humorvoll, andere sehr ernst oder psychologisch tiefgründig. Diese Vielfalt sorgt für Abwechslung und spricht unterschiedliche Zuschauergruppen an.
Wer produziert den Tatort?
Die Serie wird von den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland, Österreich und der Schweiz produziert. Die Produktion ist dezentral organisiert, sodass verschiedene Sender eigene Teams und Folgen verantworten.
Kann man Tatort-Folgen online sehen?
Viele „Tatort“-Folgen sind online über die Mediatheken der beteiligten Sender wie ARD, ORF oder SRF verfügbar. Zudem gibt es Streaming-Dienste, die ausgewählte Episoden anbieten. Einige Folgen sind auch auf DVD oder Blu-ray erhältlich.





