Nius ist ein im Jahr 2023 gegründetes deutsches Online-Medienportal, das sich als Stimme der Mehrheit positioniert und vor allem rechtskonservative Inhalte verbreitet. Unter der Leitung von Julian Reichelt und finanziert durch den Milliardär Frank Gotthardt, verfolgt das Portal eine klare politische Agenda und bietet Nachrichten, Kommentare sowie Reportagen über verschiedene Kanäle wie Website, App, TV und Radio an. Zu den kommerziellen journalistischen Angeboten zählt auch die Einhaltung regulatorischer Vorgaben durch die zuständige Medienanstalt, wobei die Plattform immer wieder wegen irreführender Überschriften und der Einhaltung journalistischer Standards diskutiert wird.

Nius stellt Informationen bereit, die laut Kritikern gezielt zur Meinungsbildung und politischen Einflussnahme genutzt werden, wobei Manipulation und strategische Steuerung der Inhalte eine Rolle spielen. Das Portal wirbt zudem mit exklusivem Inhalt wie tiefgehenden Analysen und Reportagen, um sich als besondere Quelle im Nachrichtenmarkt zu positionieren. Trotz seines Wachstums und der hohen Reichweite steht das Portal wegen der Verbreitung von Desinformation, Verletzung journalistischer Standards und zahlreicher rechtlicher Auseinandersetzungen in der Kritik.

Dieser Artikel gibt einen umfassenden Überblick über die Struktur, Finanzierung, Inhalte, Kontroversen und die Bedeutung von Nius im deutschen Medienraum und beleuchtet das Versprechen von Nius, seinen Nutzern unabhängige Berichterstattung zu bieten.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Nius ist ein 2023 gestartetes rechtskonservatives Online-Medienportal unter der Leitung von Julian Reichelt, finanziert durch den Milliardär Frank Gotthardt mit mehr als 50 Millionen Euro Investition.
  • Das Portal bietet eine Mischung aus Nachrichten, Kommentaren, Reportagen und Videos über Website, mobile App, TV-Format (NIUS live seit April 2024) und DAB+-Radio, wobei die Reichweite und Nutzerzufriedenheit maßgeblich zum Erfolg der App beitragen.
  • Nius unterwirft sich nicht den Bestimmungen des Pressekodex und wird von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg wegen Beschwerden überwacht – zahlreiche Gerichtsverfahren endeten mit Gegendarstellungspflichten und Unterlassungserklärungen.
  • Wissenschaftliche Studien ordnen Nius als „pseudo-journalistisches, rechtskonservatives Agitationsformat” ein, das systematische Desinformation und Emotionalisierung betreibt.
  • Im Jahr 2025 wurden bei einem Hackerangriff über 5.000 Kundendaten kompromittiert, darunter prominente Personen wie Hans-Georg Maaßen und Thilo Sarrazin.

Einführung: Was ist Nius?

Die oft irreführenden Headlines bei Nius sind mit Vorsicht zu lesen.

Nius entstand im Juli 2023 als deutschsprachiges Onlinemedium, nachdem Julian Reichelt nach seiner Entlassung als Bild-Chefredakteur bei Axel Springer im Jahr 2021 die Planungen für ein eigenes Projekt vorantrieb. Das Portal mit Sitz in Berlin positioniert sich selbst als „Stimme der Mehrheit” und verspricht zuverlässige, unparteiische Nachrichten.

Externe Beobachter stufen Nius hingegen durchgängig als rechtspopulistisch und rechtskonservativ ein. Die Themen von Nius umfassen Migration, Klimawandel und Gender-Debatten – präsentiert über verschiedene Kanäle: Website, App, TV-Sendungen und Radio. Nutzer können auf Nius über die Website oder eine mobile App zugreifen und erhalten Inhalte in Text-, Video- und Webradio-Formaten, wobei auch exklusiver Inhalt mit besonderen Analysen und Perspektiven angeboten wird.

Dieser Artikel beleuchtet systematisch die Unternehmensstruktur, Finanzierung, Inhalte, App-Funktionen, rechtlichen Kontroversen, wissenschaftlichen Bewertungen und Datensicherheitsthemen rund um das Portal.

Unternehmensstruktur und Akteure hinter Nius

Die Vius SE & Co. KGaA fungiert als Herausgeber des Portals mit Sitz in Berlin. Kontrolliert wird das Unternehmen vollständig von Frank Gotthardt, einem Milliardär aus Koblenz mit Hintergrund im Gesundheitsdatenbereich.

Zentrale Akteure:

Position

Person

Hintergrund

Hauptfinanzier

Frank Gotthardt

CDU-Wirtschaftsrat Rheinland-Pfalz, ideologische Motivation

Presserechtlich verantwortlich

Julian Reichelt

Ehemaliger Bild-Chefredakteur (bis 2021)

Chefredaktion

Tim Thorer, Ute Oelker

Redaktionelle Leitung

Frank Gotthardt, der Nius kontrolliert, sieht die Gründung des Portals als Antwort auf die vermeintliche Übermacht linker Medien in Deutschland und bezeichnet Nius als staatsbürgerliche Verantwortung. Julian Reichelt war von Juni bis Oktober 2023 der erste Chefredakteur von Nius, bevor Sebastian Vorbach und Willi Haentjes die Chefredaktion übernahmen.

Die Redaktion umfasst etwa 30 Mitarbeiter, darunter ehemalige Journalisten von Bild wie Ralf Schuler und Judith Sevinç Basad. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen auf Innenpolitik, Migration, Kriminalität, Klima, Gender und Kulturkämpfen.

Seit 2024 hält Nius auch 50-%-Anteile am österreichischen Portal Exxpress, um die Reichweite in der DACH-Region zu vergrößern.

Finanzierung und Geschäftsmodell

Das Unternehmen wird hauptsächlich von dem Medienunternehmer Frank Gotthardt finanziert, der mehr als 50 Millionen Euro in das Projekt investiert hat. Es agiert eindeutig als Zuschussgeschäft mit politisch-ideologischem Ziel und bietet journalistische sowie kommerzielle Angebote, die Teil des Geschäftsmodells sind.

Finanzielle Kennzahlen:

Im Jahr 2023 wies die Betreibergesellschaft von Nius bei einer Bilanzsumme von rund 6,4 Millionen Euro einen Fehlbetrag von 13,8 Millionen Euro auf, der durch Gelder von Gotthardt gedeckt wurde.

Erlösquellen im Überblick:

Einnahmequelle

Details

Monatsabo

9,99 €

Jahresabo

99,99 €

NIUS Insider (werbefrei)

199,99 €

Werbung

Relativ gering, Werbeplatzierungen können direkt im redaktionellen Umfeld der Website gebucht werden

Das Portal generiert Einnahmen durch Abonnements, wobei Nutzer für Jahresabonnements zwischen 99,99 Euro und 199,99 Euro zahlen können. Nius bietet ein Abonnement-Modell namens „NIUS Insider”, das zusätzlichen Zugang zu Inhalten ermöglicht.

Die Investitionen in Reichweite über Google Ads stiegen von etwa 183.700 Euro im Jahr 2023 auf rund 614.550 Euro im Jahr 2024. Diese aggressive Wachstumsstrategie erinnert an US-amerikanische Modelle wie Fox News, bei denen ideologische Agenden wirtschaftliche Ziele überlagern – ein Faktor, den wissenschaftliche Analysen als Indikator für ein strategisches Agitationsprojekt werten.

Inhalte, Formate und App

Das Onlineportal nutzt verschiedene Formate, darunter Text, Video und Webradio, um Inhalte zu verbreiten, die als „Shows” bezeichnet werden. Das Portal bietet eine Mischung aus Nachrichten, Kommentaren, Reportagen und Videos.

Wichtigste Formate:

  • NIUS live: Das Portal hat eine Morgensendung namens „NIUS live” eingeführt, die im April 2024 gestartet ist. Diese tägliche Studioendung aus Berlin läuft von Montag bis Freitag ab 6 Uhr morgens live auf YouTube und als Video-Podcast auf Spotify.
  • Nius. Das Radio: Begann als Internetradio und erweiterte später auf DAB+ in mehreren Bundesländern. Zeitweise gab es Unterbrechungen in Sachsen, bevor die Ausstrahlung wieder aufgenommen wurde.
  • TV-Zulassung: Nius hat im September 2024 die Zulassung für ein bundesweites Fernsehspartenprogramm beantragt und erhalten, um stundenweise Fernsehsendungen zu übertragen.

Die Inhalt werden über soziale Medien wie YouTube, X, Facebook und Instagram verbreitet, um eine breitere Zielgruppe zu erreichen. Das Unternehmen spricht von einer hohen Reichweite, einschließlich über 19 Millionen Videoaufrufen auf YouTube. Für Nutzer mit unterschiedlichen Sprachen kann der Zugang zu den Inhalten jedoch durch Sprachbarrieren erschwert werden, was insbesondere für Menschen mit geringen Deutschkenntnissen relevant ist.

App-Funktionen:

Funktion

Beschreibung

Live Ticker

Echtzeit Updates zu aktuellen Entwicklungen

Push Benachrichtigungen

Das Portal bietet Push-Benachrichtigungen für Eilmeldungen

Videoinhalte

Dokumentationen, Talkshows, Interviews

Offline-Lesen

Artikel auch ohne Internetzugang verfügbar

Community

Kommentare und Diskussionen für den Dialog

Abo-Verwaltung

Exklusive Inhalte bei Nius erfordern ein Einloggen für tiefergehende Analysen und Reportagen

In der Weiterentwicklung der App ist der nächste Schritt, zusätzliche Features einzuführen und bestehende Funktionen weiter zu verbessern, um die Nutzererfahrung kontinuierlich zu optimieren. Das Portal fördert den Dialog innerhalb einer „loyalen Community“, indem es gezielt Kommentarspalten und soziale Medien nutzt, um den Austausch unter den Nutzern zu stärken. Die Gemeinschaft dient als zentraler Ort für Austausch und Diskussionen, um verschiedene Perspektiven und gemeinsame Erlebnisse zu teilen.

Nutzer werden ausdrücklich dazu eingeladen, Feedback und Vorschläge zur Verbesserung der App einzureichen, um den Service kontinuierlich an ihre Bedürfnisse anzupassen. Nutzerfeedback lobt die klare Struktur und schnellen Pushs, während Medienbeobachter kritisieren, dass App und Benachrichtigungen gezielt Skandalisierung und Alarmismus verstärken.

Nius unterstützt seine Nutzer dabei, ihre Zukunft aktiv zu gestalten, indem es relevante Informationen bereitstellt und Orientierung für die zukunft dein bietet.

Rechtliche Auseinandersetzungen und Kontroversen

Schneideraum eines Medienanbieters.

Seit 2023/2024 verzeichnet Nius eine auffallend hohe Zahl an medienrechtlichen Verfahren. Das Portal wird wegen der Verletzung journalistischer Sorgfaltspflichten und der Verbreitung von Falschdarstellungen in der Kritik.

Pressekodex und Medienaufsicht:

Nius unterwirft sich nicht den Bestimmungen des Pressekodex und wird von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg wegen Beschwerden überwacht. Die MABB prüft seit 2024 wiederholt Verstöße gegen journalistische Sorgfaltspflichten.

Wichtige Gerichtsverfahren:

  1. Mission Lifeline (2024): Falsche Behauptungen über die Seenotrettungsorganisation führten zu einer gerichtlichen Gegendarstellungspflicht. Gegen Reichelt wurden Zwangsgeld- und Haftandrohung ausgesprochen, bevor die Gegendarstellung schließlich veröffentlicht wurde.
  2. PolizeiGrün e.V. (2024/2025): Nius wurde mehrfach vor Gericht wegen unzulässiger Verdachtsberichterstattung verurteilt, darunter eine einstweilige Verfügung, die die falsche Behauptung betraf, der Verein PolizeiGrün e.V. sei für die Grünen tätig. Das Landgericht Hamburg bestätigte teilweise das Verbot, einen falschen Eindruck zu erwecken.
  3. Schwachkopf-Affäre (2025): Nius wurde im Jahr 2025 von der Staatsanwaltschaft Berlin wegen der Veröffentlichung eines illegalen Durchsuchungsbeschlusses im Rahmen der Schwachkopf-Affäre untersucht. Der § 353d StGB verbietet die Veröffentlichung amtlicher Dokumente vor Verhandlungen.
  4. Antidiskriminierungsstelle: Die Antidiskriminierungsstelle forderte von Nius eine Unterlassung, nachdem das Portal mit irreführenden Überschriften über deren Arbeit berichtete, verlor jedoch in den Gerichtsverfahren. Das Gericht argumentierte, Leser würden den gesamten Artikel im Kontext wahrnehmen.
  5. Transfeindliche Kampagne (2024): Falschdarstellungen über eine Berliner Polizeibeamtin wurden durch eine Tagesspiegel-Recherche widerlegt. Nius gab eine Unterlassungserklärung ab, verzichtete aber auf eine sichtbare Korrektur.

Weitere Konflikte umfassen eine Anzeige wegen Volksverhetzung durch den Queerbeauftragten 2023 sowie wiederkehrende Vorwürfe der Desinformation.

Politische Wirkung, öffentliche Debatten und Urteile prominenter Akteure

Nius ist über seine Inhalte hinaus zum Gegenstand politischer Auseinandersetzungen geworden. Die Rolle der Regierung bei der Regulierung von Medienangeboten und der öffentlichen Wahrnehmung des Portals ist dabei immer wieder Thema, insbesondere im Hinblick auf politische Maßnahmen und gesellschaftliche Debatten. Nius wird von verschiedenen Politikwissenschaftlern als extrem rechte Plattform eingeordnet, die darauf abzielt, rechtsextreme Narrative in die demokratische Mitte zu drücken.

Resonanz in politischen Milieus:

Die politische Ausrichtung von Nius wird von Kritikern als Versuch gesehen, die Union nach rechts zu rücken und eine Brücke zur AfD zu schlagen. Unionspolitiker nutzen das Portal als Interviewplattform, was zur Legitimierung beiträgt und Nius als Ort für politische Diskussionen etabliert.

Prominente Konflikte:

  • Julia Klöckner (2025): Ihr Vergleich von Nius mit der taz löste massive Kritik aus SPD, Grünen und Linken aus – der Vorwurf: Eine solche Gleichsetzung schwäche das Vertrauen in unabhängige Medien.
  • Jan Fleischhauer: Löste seinen Vertrag wegen der „düsteren, aggressiven” Ausrichtung und Reichelts Dominanz auf.
  • Daniel Günther (2026): Der Ministerpräsident Schleswig-Holsteins bezeichnete Nius als „Feinde der Demokratie”. Sowohl Verwaltungsgericht als auch Oberverwaltungsgericht wiesen die Klage von Nius ab. Das Portal kündigte Verfassungsbeschwerde an.

Kritiker beschreiben den Medienanbieter als „deutsche Mini-Version von Fox News”, „Krawallportal” oder „Pseudo-Journalismus”. Zivilgesellschaftliche Initiativen wie „Nein zu Nius” warnen vor dem Portal als „getarntem Manipulationsportal”.

Desinformation, Themenfelder und wissenschaftliche Einordnung

Mehrere wissenschaftliche Studien haben Nius systematisch untersucht. Eine Studie von 2025 klassifiziert das Portal als „pseudo-journalistisches, rechtskonservatives Agitationsformat” mit absichtlicher Dekontextualisierung, gezielter Desinformation und einer systematischen Manipulation der Berichterstattung zur Steuerung der öffentlichen Meinung.

  • Klimawandel-Berichterstattung
    Im Juli 2023 berichtete Nius über die angeblich falsche Berichterstattung anderer Medien zum Klimawandel, was von Wissenschaftlern als irreführend kritisiert wurde. Das Portal nutzt lokale Wetterphänomene als angeblichen Gegenbeweis zur globalen Erwärmung und bietet „Klimaskeptikern” wie Fritz Vahrenholt eine Plattform.
  • Migrations- und Asylthemen
    Ein Beispiel ist die 2023 verbreitete Geschichte über angeblich übermäßige Zahnbehandlungen von Asylbewerbern. NDR/Zapp widerlegten die Darstellung und zeigten Manipulationen in Interviews auf.
  • Erfundener Ramadan-Skandal (2026)
    Eine Geschichte über ein luxuriöses Buffet für Bürgergeldempfänger stellte sich als unwahr heraus – die Einladung wurde privat finanziert. Nius musste eine Unterlassungserklärung abgeben und Entschädigung leisten.

Die Medienkritik wirft dem Portal regelmäßig rechtspopulistische Stimmungsmache, verzerrte Themenauswahl und Personalisierung von Hass vor.

Datenschutz, Sicherheit und Hackerangriff

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Neben inhaltlichen Debatten steht Nius auch wegen Datennutzung und Sicherheitsvorfällen im Fokus.

Datenerhebung in der App:

Datentyp

Verwendung

Personenbezogene Daten

Name, E-Mail, Zahlungen für Abo-Verwaltung

Nutzungsdaten

Klickpfade, Verweildauer für interne Analysen

Geräteinformationen

Verschlüsselte Verbindungen, keine externe Weitergabe laut Entwickler

Nutzer haben Auskunfts- und Löschungsrechte gemäß DSGVO sowie die Möglichkeit zur Abo-Kündigung.

Hackerangriff 2025:

Bei einem unbefugten Zugriff wurden über 5.000 Kundendaten kompromittiert – Namen, E-Mail-Adressen, Bankverbindungen und Anschriften. Darunter befanden sich prominente Personen wie Hans-Georg Maaßen und Thilo Sarrazin. Die Website wurde temporär verändert und enthielt Links zum Datendownload.

Der Vorfall löste eine Debatte über das Sicherheitsniveau aus. Mögliche Prüfungen durch Datenschutzbehörden und technische Nachbesserungen stehen an. Leser sollten starke Passwörter nutzen und Kontoauszüge regelmäßig prüfen.

Förderung des Dialogs und der Community bei Nius

Nius legt großen Wert darauf, eine „loyale Community“ aufzubauen, in der Nutzerinnen und Nutzer aktiv miteinander in den Kommentarspalten und über soziale Medien wie YouTube, X, Facebook und Instagram kommunizieren können. Diese Interaktionsmöglichkeiten fördern den Austausch unterschiedlicher Perspektiven und schaffen eine Plattform für Diskussionen, die über reine Nachrichtenvermittlung hinausgehen. Das Portal sieht sich als Ort, an dem sich Menschen mit ähnlichen Ansichten vernetzen und gemeinsam gesellschaftliche Entwicklungen reflektieren können.

Redaktionelles Team und Autorinnen und Autoren

Das Redaktionsteam von Nius besteht aus rund 30 Mitarbeitenden mit journalistischer Erfahrung, darunter ehemalige Bild-Redakteure wie Ralf Schuler und Judith Sevinç Basad. Die Chefredaktion bilden Tim Thorer und Ute Oelker, während Julian Reichelt die presserechtliche Verantwortung trägt. Die Autorinnen und Autoren bringen vielfältige Kompetenzen mit und decken Themen von Politik über Kultur bis hin zu Wirtschaft ab. Durch diese Zusammensetzung gelingt es Nius, Inhalte mit einer klaren redaktionellen Linie zu produzieren, die sich an ein deutschsprachiges Publikum richtet und auch englischsprachige Quellen einbezieht, um internationale Entwicklungen zu beleuchten.

Technologische Ausstattung und Verfügbarkeit auf Apple-Geräten

Nius ist nicht nur über die Website, sondern auch als mobile App verfügbar, unter anderem für Apple-Geräte wie iPhone und iPad. Die App bietet Funktionen wie Live-Ticker, Push-Benachrichtigungen und die Möglichkeit, Inhalte offline zu lesen. Durch die Nutzung moderner Technologien gewährleistet Nius einen einfachen und schnellen Zugang zu Nachrichten, der den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer entspricht. Die Integration in Apple-Systeme sorgt für eine reibungslose Benutzererfahrung und macht das Portal auch für technikaffine Anwender attraktiv.

Positive Aspekte von Nius: Orientierung und Vielfalt

Trotz der kontroversen Ausrichtung bietet Nius seinen Nutzerinnen und Nutzern einige Vorteile. Das Portal liefert tagesaktuelle Informationen in einem übersichtlichen Format und ermöglicht mit seinen multimedialen Formaten einen abwechslungsreichen Zugang zu Nachrichten. Die App-Funktionalitäten wie der Offline-Modus und die Push-Benachrichtigungen helfen dabei, stets informiert zu bleiben, auch wenn man unterwegs ist oder keinen dauerhaften Internetzugang hat.

Zudem schafft Nius mit seinen exklusiven Analysen und Reportagen, die als exklusiver Inhalt aufbereitet werden, eine zusätzliche Ebene der Informationsvermittlung, die über reine Schlagzeilen hinausgeht. Für viele Nutzerinnen und Nutzer bietet das Portal damit eine Orientierungshilfe in einem komplexen Medienumfeld und spricht insbesondere jene an, die alternative Perspektiven suchen und sich in einer Community engagieren möchten.

Zusammenfassung: Rolle von Nius im deutschen Mediensystem

Nius hat sich als reichweitenstarkes, rechtskonservatives Portal etabliert, das klassische journalistische Standards bewusst herausfordert. Mit eigenem TV-, Radio- und App-Angebot erreicht das Medium eine signifikante Zielgruppe – und polarisiert gleichzeitig massiv.

Für Anhänger wirkt Nius als „Gegenstimme” zu etablierten Medien. Für Kritiker handelt es sich um ein manipulatives Agitationsprojekt mit Desinformation, systematischer Skandalisierung und Angriffen auf Minderheiten. Die wiederholten juristischen Niederlagen, laufenden Prüfverfahren der Medienaufsicht und Protestkampagnen zeigen, dass Nius Gegenstand intensiver demokratischer Auseinandersetzung bleibt.

Die Zukunft hängt von Gerichtsurteilen, Medienregulierung und Plattformregeln ab. Für Leser gilt: Kritisch prüfen, Quellen vergleichen und die Mechanismen von Desinformation verstehen – das bleibe der Schlüssel zu informierter Meinungsbildung in der Welt der digitalen Medien. Machen Sie sich zudem eigene Gedanken zu den vermittelten Inhalten und reflektieren Sie unterschiedliche Perspektiven.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

  1. Ist Nius ein klassisches journalistisches Medium oder eher ein Meinungsportal?

    Nius tritt formal als Medienunternehmen mit Rundfunklizenz und Redaktion auf, unterwirft sich aber nicht dem Pressekodex. Wissenschaftliche Studien ordnen es als Agitations- und Meinungsportal ein. Nachrichten, Kommentare und Kampagnen erscheinen oft stark vermischt, was eine klare Trennung von Information und Meinung erschwert.

  2. Wie kann ich prüfen, ob eine Nius-Geschichte korrekt ist?

    Vergleichen Sie zentrale Fakten mit anderen Quellen wie öffentlich-rechtlichen Angeboten, etablierten Tageszeitungen oder Originaldokumenten. Achten Sie auf Warnsignale: extrem emotionale Sprache, fehlende Quellenangaben, selektive Zitate und starke Personalisierungen ohne überprüfbare Belege. Artikel teilen ohne Faktencheck kann Desinformation verbreiten.

  3. Welche Risiken habe ich als Abonnent:in im Hinblick auf Datenschutz?

    Wie bei anderen Nachrichten-Apps werden Zahlungs- und Kontaktdaten gespeichert. Der Hackerangriff 2025 zeigt reale Risiken. Nutzen Sie starke Passwörter, aktivieren Sie Zwei-Faktor-Authentifizierung und kontrollieren Sie regelmäßig Kontoauszüge. Im Zweifel können Sie Datenlöschung oder Abo-Kündigung in Anspruch nehmen.

  4. Wie reagieren Politik und Medienaufsicht konkret auf Nius?

    Politiker von SPD, Grünen und Linken kritisieren Nius häufig als demokratiegefährdend, während manche Unionspolitiker das Portal als Bühne nutzen. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg prüft Beschwerden wegen mangelnder Sorgfalt. Gerichte haben in mehreren Bereichen Falschdarstellungen untersagt oder Gegendarstellungen angeordnet.

  5. Gibt es Alternativen für konservative Perspektiven ohne Desinformation?

    Im deutschsprachigen Raum existiert eine Vielzahl von Medien, die sich dem Pressekodex unterwerfen und redaktionelle Standards einhalten. Empfehlenswert ist die Nutzung mehrerer konservativer und liberaler Quellen parallel, um unterschiedliche Perspektiven und Einblicke zu erhalten, ohne sich auf ein stark polarisierendes Portal zu stützen. Das schafft Klarheit im Lärm der modernen Medienwelt.

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