Michael Bully Herbig ist eine der prägendsten Figuren der deutschen Unterhaltungsbranche. Als Komiker, Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent hat er mit seinen vielseitigen Talenten seit den 1990er-Jahren zahlreiche Erfolge gefeiert. Seine Biografie umfasst eine beeindruckende Lebensgeschichte und Karriere, die ihn zu einem der bekanntesten Entertainer Deutschlands gemacht hat. Bekannt wurde er vor allem durch seine Kultsendung „Bullyparade“ und Kinoklassiker wie „Der Schuh des Manitu“ und „(T)Raumschiff Surprise“.

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Doch Herbig ist mehr als nur ein Komiker: Mit Filmen wie dem Thriller „Ballon“ zeigt er auch seine ernste Seite. Dieser Artikel richtet sich an alle, die sich für deutsche Comedy, Filmgeschichte und die Karriere von Michael Bully Herbig interessieren. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte über das Leben, die Karriere und die vielfältigen Projekte von Michael Bully Herbig, einschließlich seiner prägenden Zeit am Internat Schloss Brannenburg während seiner Ausbildung.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Michael „Bully” Herbig, geboren am 29. April 1968 in München, ist einer der erfolgreichsten deutschen Komiker, Filmemacher und Synchronsprecher der Gegenwart.
  • Seine TV-Sendung „Bullyparade” (1997–2002) auf ProSieben wurde zum Kult und legte den Grundstein für Kinowelterfolge wie „Der Schuh des Manitu” (2001) und „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1” (2004).
  • Mit dem Thriller „Ballon” (2018) bewies Herbig, dass er weit mehr als nur ein Komiker ist – der Film über die spektakuläre DDR-Flucht der Familien Strelzyk und Wetzel, deren ausgeklügelter Plan zur Flucht im Mittelpunkt steht, erhielt den Friedenspreis des Deutschen Films.
  • Als Moderator von „LOL: Last One Laughing” prägt er seit 2021 die deutsche Streaming-Landschaft und bleibt damit auch für neue Generationen relevant.
  • Privat lebt Herbig seit 2003 mit seiner Frau Daniela und seinem 2010 geborenen Sohn im Landkreis München und gilt trotz seines Erfolgs als bodenständiger Künstler.

Wer ist Michael „Bully” Herbig?

bully

Michael Bully Herbig ist ein deutscher Komiker, Schauspieler, Unternehmer, Drehbuchautor, Regisseur, Synchronsprecher und Produzent. (vgl. [1], [2]) Michael Alexander Herbig, besser bekannt unter seinem Spitznamen „Bully”, ist ein deutsches Multitalent, das die Unterhaltungsbranche seit über drei Jahrzehnten prägt. Geboren am 29. April 1968 in München, hat er sich als Komiker, Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor, Produzent, Synchronsprecher und Unternehmer einen Namen gemacht.

Der Spitzname „Bully” entstand während seiner Schulzeit – eine Mischung aus seinem Nachnamen, einem FC-Bayern-Trikot und einem Lehrer, der ihn so nannte. Was als Schulhof-Bezeichnung begann, wurde zu seiner unverwechselbaren Marke in der deutschen Unterhaltungslandschaft.

Ein wichtiger Faktor für Herbigs Erfolg sind seine engen freunde und langjährigen Weggefährten Christian Tramitz und Rick Kavanian. Die enge Freundschaft und Zusammenarbeit mit ihnen prägte viele seiner Projekte maßgeblich und trug entscheidend zu seinem Durchbruch und anhaltenden Erfolg in der Unterhaltungsbranche bei.

Seine Kinofilme gehören zu den erfolgreichsten deutschen Produktionen seit Ende der 1960er-Jahre. „Der Schuh des Manitu” hält bis heute Rekorde als die bisher erfolgreichste deutsche Kinoproduktion und zog Millionen Besucher in die Kinos. Mit Tätigkeitsfeldern, die von TV-Comedy über Kino bis hin zu Streaming-Formaten reichen, hat Michael Herbig eine Karriere aufgebaut, die ihresgleichen sucht.

Biografie von Michael Bully Herbig – Wichtige Daten und Stationen

  • 29. April 1968: Geburt von Michael Alexander Herbig in München
  • 1980er Jahre: Besuch des Internats Schloss Brannenburg, Abschluss der Realschule
  • Ausbildung zum Fotografen: Nach dem Realschulabschluss absolvierte Herbig eine dreijährige Fotografenausbildung
  • Frühe 1990er Jahre: Beginn der Radiokarriere bei Radio Gong und später Radio Energy, Zusammenarbeit mit Rick Kavanian und Christian Tramitz
  • 1992–1996: Mitwirkung in der Radiosendung „Die Bayern Cops“ (ca. 800 Folgen), erste größere Bekanntheit
  • 1996: Gründung der Produktionsfirma herbX Medienproduktion GmbH
  • 1997–2002: Ausstrahlung der Kult-Comedy „Bullyparade“ auf ProSieben
  • 2000: Regiedebüt mit dem Kinofilm „Erkan & Stefan“
  • 2001: Kinostart von „Der Schuh des Manitu“, erfolgreichster deutscher Kinofilm des Jahrzehnts
  • 2004: Veröffentlichung von „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“
  • 2006: Kinofilm „Hui Buh – Das Schlossgespenst“ mit Herbig in der Titelrolle
  • 2007: Premiere des Animationsfilms „Lissi und der wilde Kaiser“
  • 2009: Realverfilmung „Wickie und die starken Männer“ mit Herbig als Regisseur und Schauspieler
  • 2011: Rolle in der Tragikomödie „Hotel Lux“
  • 2012: Verleihung des Bernd Eichinger Preises für sein Gesamtwerk
  • 2013: Nebenrolle in der US-Komödie „Der unglaubliche Burt Wonderstone“; Kinostart der Komödie „Buddy“
  • 2017: Kinostart von „Bullyparade – Der Film“ zum 20-jährigen Jubiläum der Show
  • 2018: Kinostart des Thrillers „Ballon“ (Regie und Produktion), erster ernster Film von Herbig
  • 2019: Erhalt des Friedenspreises des Deutschen Films für „Ballon“
  • 2021: Beginn der Moderation der Amazon-Prime-Serie „LOL: Last One Laughing“
  • 2022: Kinostart der Mediensatire „Tausend Zeilen“
  • 2024: Mitwirkung in der RTL-Spielshow „Stefan & Bully gegen irgendson Schnulli“
  • 2025: Kinostart der Komödie „Das Kanu des Manitu“, Fortsetzung von „Der Schuh des Manitu“

Diese Liste zeigt die wichtigsten Stationen in Michael Bully Herbigs Leben und Karriere, die ihn zu einem der bedeutendsten Entertainer Deutschlands gemacht haben.

Biografischer Hintergrund und Ausbildung

Michael Herbig wuchs im Herzen von München auf – der Stadt, die bis heute seine kreative Heimat geblieben ist. Nach dem Realschulabschluss stand der junge Herbig vor einer Entscheidung, die viele kreative Köpfe kennen: Was tun, wenn die Eltern einen „ordentlichen Beruf” erwarten?

Die Lösung war ein Kompromiss mit seiner Mutter: eine Ausbildung zum Fotografen. Was auf den ersten Blick wie ein Umweg erscheinen mag, erwies sich als perfekte Vorbereitung auf seine spätere Filmkarriere. Die Arbeit mit Kameras, Sets und Bildgestaltung schärfte seinen visuellen Blick und legte das Fundament für seine späteren Regiearbeiten.

Der Weg in die Filmbranche war allerdings nicht vorgezeichnet. Herbig versuchte, an einer Filmhochschule wie der HFF aufgenommen zu werden, wurde jedoch zunächst abgelehnt. Dieser Rückschlag hielt ihn nicht auf – im Gegenteil. Er fand seinen eigenen Weg ins Geschäft, fernab der klassischen Ausbildungspfade. Eine Lektion, die zeigt: Manchmal führen Umwege schneller ans Ziel als der direkte Weg.

Erste Schritte im Radio und Weg ins Fernsehen

Die eigentliche Karriere von Bully Herbig begann nicht vor der Kamera, sondern hinter dem Mikrofon. Ende der 1980er und Anfang der 1990er-Jahre fand er seinen Platz bei verschiedenen Radiostationen in München, darunter Radio Gong und später Radio Energy.

In dieser Zeit arbeitete Michael Bully Herbig eng mit Rick Kavanian zusammen, wobei sie als Duo oft unter dem Namen ‘Bully Rick’ in gemeinsamen Projekten wie Radiosendungen und späteren TV-Formaten auftraten. Gemeinsam mit Christian Tramitz waren sie nicht nur Kollegen, sondern auch Freunde, deren enge Freundschaft die Grundlage für ihre erfolgreiche Zusammenarbeit und die spätere Entwicklung der Bullyparade bildete.

Die Radio-Jahre im Überblick

Zeitraum

Sender

Format/Projekt

1992–1995

Radio Gong

„Langemann und die Morgencrew”

1995–1996

Radio Energy

Radiosendungen und Comedy

1992–1996

Verschiedene

„Die Bayern Cops” (800 Folgen)

Besonders „Die Bayern Cops” wurden zum Durchbruch: 800 Episoden lang unterhielt Herbig seine Hörer mit den bayerischen Polizisten-Parodien. 1996 erhielt er dafür den BLM-Radiopreis für Comedy – seine erste große Auszeichnung in der Branche.

In dieser Zeit entstanden auch die prägenden Kooperationen mit Rick Kavanian und Christian Tramitz. Das Trio fand sich bei Radio Energy und entwickelte gemeinsam den Humor, der später Millionen Fernsehzuschauer begeistern sollte. Formate wie „Bully’s Late Light Show” zeigten bereits das Potenzial für größere Bühnen.

Die wachsende Fangemeinde und der Erfolg der Radiogags blieben nicht unbemerkt. TV-Sender wurden auf das Comedy-Trio aufmerksam, und aus ersten Fernsehauftritten entwickelte sich schließlich das Projekt, das alles verändern sollte: die Bullyparade.

Die „Bullyparade” und der Kultstatus im deutschen Fernsehen

Von 1997 bis 2002 lief die Bullyparade auf ProSieben – und wurde zum Kultformat einer ganzen Generation. Die Sendung war weit mehr als nur eine weitere Comedy-Show. Sie definierte, wie deutsche Sketch-Comedy funktionieren kann.

Viele von Michael Herbigs Figuren und Witzen sind stark von bayerischen Dialekten und Traditionen geprägt, und seine Kult-Kinokomödien basieren oft auf der Bullyparade. Ein Hauptmerkmal in seinen Werken ist die Parodie bekannter Genres wie Western und Sci-Fi. (vgl. [1], [2], [3])

Das Erfolgsrezept der Show

Die Bullyparade basierte auf einem einfachen, aber effektiven Konzept:

  • Sketch-Comedy mit wiederkehrenden Figuren: Charaktere wie Winnetouch, Spucky oder die Sissi-Parodien wurden zu Running Gags
  • Ensemble-Humor: Das Zusammenspiel von Herbig, Kavanian und Tramitz als eingespieltes Team
  • Aufwendige Produktionen: Die Sketche waren entweder durch ihren Aufwand oder ihre clevere Einfachheit beeindruckend
  • Genre-Parodien: Bekannte Filme, TV-Serien und Werbespots wurden satirisch aufgegriffen

Die Show erhielt zweimal eine Nominierung für die Goldene Rose von Montreux – eine der renommiertesten internationalen Comedy-Auszeichnungen. 2000 folgte eine Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis. Beim jungen Publikum erreichte die Sendung Traumquoten.

Was die Bullyparade von anderen Formaten unterschied: Herbig fungierte gleichzeitig als Autor, Darsteller, Regisseur und Co-Produzent. Diese kreative Kontrolle ermöglichte eine einheitliche Vision, die sich durch jede Staffel zog.

2017 kam schließlich „Bullyparade – Der Film” in die Kinos – eine späte Hommage an die klassische Fernsehsendung, die bewies, dass die Fans ihre Lieblingsfiguren nicht vergessen hatten.

Durchbruch im Kino: „Der Schuh des Manitu” und „(T)Raumschiff Surprise”

Michael Bully Herbig

Anfang der 2000er-Jahre vollzog Bully Herbig den Sprung von der Fernsehsendung auf die große Leinwand. Was als TV-Figuren begann, wurde zu Kinoproduktionen, die Rekorde brachen – etwa mit „Der Schuh des Manitu“, wo Herbig mit viel Humor Western-Klischees und die Autorität der „Bullen“ als Metapher für Ordnungshüter auf die Schippe nahm.

Der Schuh des Manitu (2001)

Der Kinofilm „Der Schuh des Manitu” war eine Western-Parodie, die auf den Karl-May-Abenteuer-Verfilmungen basierte. Herbig spielte den Indianerhäuptling Abahachi in einer Doppelrolle und übernahm gleichzeitig die Regie, das Drehbuch (als Drehbuchautor im Team) und die Produktion.

Die Zahlen sprechen für sich:

  • Erfolgreichste deutsche Kinoproduktion seit Beginn der Besucherzählungen Ende der 1960er-Jahre
  • Millionen von Besuchern strömten in die deutschen Kinos
  • Der Film etablierte die Comedy-Streifen von Herbig als eigene Marke

(T)Raumschiff Surprise – Periode 1 (2004)

Drei Jahre später folgte die Science-Fiction-Parodie „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1”. Der Film griff Elemente der Bullyparade auf und transferierte sie ins All. Erneut übernahm Herbig mehrere Rollen vor und hinter der Kamera.

Diese Filme prägten den deutschen Mainstream-Humor nachhaltig. Sie zeigten, dass deutschsprachige Komödien mit aufwendiger Produktion und cleverem Humor ein Massenpublikum erreichen können – und dass Herbig nicht nur ein Komiker war, sondern ein ernstzunehmender Filmschaffender.

Vom Komiker zum vielseitigen Filmschaffenden

Michael Herbig wollte sich nie auf reinen Klamauk beschränken. Immer wieder suchte er nach etwas, das ihn herausfordert und ihm ermöglicht, neue, ungewöhnliche Wege zu gehen. Nach dem Erfolg seiner Parodie-Filme begann er, neue Genres zu erkunden und sein künstlerisches Spektrum zu erweitern.

Projekte jenseits der Sketch-Comedy

Jahr

Projekt

Besonderheit

2011

„Hotel Lux”

Mischung aus Satire und Zeitgeschichte

2012

„Zettl”

Herbig in komödiantisch-ernsterer Rolle

2013

„The Incredible Burt Wonderstone”

Nebenrolle in US-Produktion

2006/2007

„Hui Buh”

Titelrolle als Schlossgespenst

Der Ausflug nach Hollywood mit einer Nebenrolle in „The Incredible Burt Wonderstone” (2013) zeigte seine Bereitschaft, auch international Erfahrungen zu sammeln. Gleichzeitig blieb er seiner Arbeitsweise treu: In vielen Projekten führte er gleichzeitig Regie, produzierte, schrieb und stand selbst vor der Kamera.

Was Herbig von anderen unterscheidet, ist sein Ansatz als Teamplayer. Die langjährigen Kooperationen mit Christian Tramitz und Rick Kavanian belegen, dass er Wert auf stabile kreative Partnerschaften legt. Bei herbX film, seiner Produktionsfirma, behält er die kreative Kontrolle, ohne alles im Alleingang zu machen.

„Ballon” und der Schritt ins ernste Fach

Mit „Ballon” (Kinostart 2018) markierte Herbig einen Wendepunkt in seiner Karriere. Zum ersten Mal inszenierte der Regisseur einen auf wahren Begebenheiten beruhenden Thriller – und bewies, dass er weit mehr kann als Comedy.

Die wahre Geschichte hinter dem Film

Der Film erzählt die spektakuläre Flucht der Familien Strelzyk und Wetzel im Jahr 1979. Mit einem selbstgebauten Heißluftballon flohen sie aus der DDR in die Bundesrepublik Deutschland. Eine Geschichte von Mut, Verzweiflung und dem Wunsch nach Freiheit.

Herbig traf eine bewusste Entscheidung: Er führte Regie und war als Produzent beteiligt, übernahm aber keine Rolle vor der Kamera. Der Grund war klar – keine Comedy-Erwartungen sollten von der ernsten Geschichte ablenken.

Die akribische Recherche und die Spannung unterschieden „Ballon” fundamental von seinen früheren Komödien. Kritik und Publikum nahmen den Film als ernstzunehmenden politischen Thriller wahr. 2019 erhielt Herbig dafür den Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke. Diese Auszeichnung bestätigte, was viele bereits ahnten: Der Komiker war längst ein vielseitiger Filmemacher geworden.

Synchronrollen, Familienfilme und weitere Auftritte

Parallel zu seinen Regiearbeiten übernahm Michael Herbig zahlreiche Synchron- und Familienfilm-Projekte, die sein Talent als Synchronsprecher unter Beweis stellten.

Prägende Synchronrollen

  • „Ein Königreich für ein Lama” (2000/2001): Als deutsche Stimme von Kaiser Kuzco verlieh Herbig dem arroganten, aber witzigen Lama seinen unverwechselbaren Charakter
  • „Toy Story 3”: Die Synchronisation von Woody in der deutschen Fassung
  • Weitere Animationsfilme: Beteiligung an verschiedenen Disney- und Familienproduktionen

Familienfreundliche Kinofilme

Jahr

Film

Rolle/Beteiligung

2006

„Hui Buh – Das Schlossgespenst”

Titelrolle

2018

„Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer”

Auftritt

2018

„Tabaluga – Der Film”

Sprechrolle

2021

„Der Boandlkramer und die ewige Liebe”

Hauptrolle als Tod

Bei „Der Boandlkramer und die ewige Liebe” verkörperte Herbig den bayerischen Sensenmann in einer Fantasy-Komödie – eine Rolle, die seinen Humor mit regionaler Verwurzelung verband. Diese Projekte zeigen, dass er auch für Familien und jüngere Besucher präsent bleibt.

Erfolgsformate im TV & Streaming: „LOL: Last One Laughing” und mehr

Bully Herbig

Seit 2021 ist Bully Herbig verstärkt im Streaming-Bereich präsent und prägt neue Showformate, die eine ganz neue Generation von Fans erreichen.

Wer die Sendungen von Michael Bully Herbig sehen möchte, findet einen direkten link zu den aktuellen Staffeln beispielsweise auf Amazon Prime Video.

LOL: Last One Laughing – Das Konzept

Das Format stammt ursprünglich aus Japan und folgt einem einfachen, aber genialen Prinzip:

  1. Mehrere Comedians werden in einem Studio eingeschlossen
  2. Sie müssen sechs Stunden lang ernst bleiben
  3. Wer lacht, scheidet aus
  4. Gleichzeitig versuchen alle, die anderen zum Lachen zu bringen

Herbig agiert als Moderator und „Spielleiter”, beobachtet das Geschehen aus einem Kontrollraum und kommentiert die besten Momente. Seine Reaktionen auf die Aktionen der Teilnehmer sind selbst zu Running Gags geworden.

Die deutsche Ausgabe von „LOL” bei Amazon Prime Video zählt zu den meistdiskutierten Comedy-Formaten im Streaming-Bereich. Der Deutsche Comedypreis bestätigte den Erfolg des Formats.

Weitere TV-Präsenz

Neben LOL war Herbig in verschiedenen TV-Projekten aktiv:

  • „Bully macht Buddy” (2013): Sitcom-Versuch
  • Specials und Spielshows: Zusammenarbeit mit anderem prominenten Moderatoren
  • Gastauftritte: Regelmäßige Präsenz in deutschen Unterhaltungsformaten

Durch diese Vielfalt bleibt Herbig über verschiedene Plattformen und Generationen hinweg relevant.

Produktionsfirma, Auszeichnungen und wirtschaftlicher Erfolg

Als Unternehmer hat Michael Herbig früh die Weichen für kreative Unabhängigkeit gestellt. 1996 gründete er seine erste Produktionsfirma, die sich 2000 zu herbX film entwickelte.

Vorteile der unternehmerischen Seite

Die eigene Produktionsfirma brachte Herbig entscheidende Vorteile:

  • Kreative Freiheit: Keine Abhängigkeit von externen Produzenten
  • Markenaufbau: Kontrolle über das eigene Image und die Verwertung
  • Langfristige Rechte: Beteiligung an erfolgreichen Formaten über den Produktionszeitraum hinaus
  • Projektentwicklung: Möglichkeit, eigene Ideen von der Konzeption bis zur Ausstrahlung zu begleiten

Wichtige Auszeichnungen

Auszeichnung

Jahr

Projekt/Anlass

BLM-Radiopreis

1996

„Die Bayern Cops”

Peter Frankenfeld Preis

2006

Künstlerische Vielseitigkeit

Bernd-Eichinger-Preis

2012

Gesamtwerk

Friedenspreis des Deutschen Films

2019

„Ballon”

Deutscher Comedypreis

Mehrfach

Verschiedene Projekte

Besondere Ehrungen unterstreichen seine Popkultur-Präsenz: Eine Wachsfigur im Madame Tussauds Berlin und das frühere „Bullyversum” in der Bavaria Filmstadt (2011–2018) zeigten, dass Herbig zu den größten deutschen Unterhaltungsstars gehört.

Privatleben und Persönlichkeit

Trotz seines enormen Erfolgs ist Michael Herbig für seine Bodenständigkeit bekannt. Seit 2003 ist er mit Daniela Herbig verheiratet, 2010 kam ihr gemeinsamer Sohn zur Welt.

Die Familie lebt im Landkreis München, nicht weit von der Stadt, in der Herbigs Karriere begann. Diese Verbundenheit mit Bayern und München als kreativer Heimat zieht sich durch sein gesamtes Schaffen – von den „Bayern Cops” über bayerische Dialekt-Einlagen bis hin zum „Boandlkramer”.

Charakterzüge, die in Interviews hervorstechen

  • Perfektionismus: Herbig arbeitet intensiv an Details seiner Produktionen
  • Teamorientierung: Langjährige Zusammenarbeit mit den gleichen Freunden und Kollegen
  • Selbstironie: Die Fähigkeit, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen
  • Bodenständigkeit: Trotz Ruhm keine Starallüren

In den 2010er-Jahren war Herbig auch als Werbegesicht aktiv, unter anderem für Haribo-Kampagnen. Gelegentliche Auftritte als Quiz-Experte im TV rundeten seine Medienpräsenz ab – immer mit dem typischen Bully-Humor.

Rezeption, Einfluss und Vermächtnis

Seit den 1990er-Jahren hat Michael „Bully” Herbig mehrere Generationen von Fernsehzuschauern und Kinobesuchern geprägt. Aus der deutschen Comedy-Landschaft ist er nicht mehr wegzudenken.

Einfluss auf die deutsche Unterhaltung

Seine Parodien haben den Tonfall der deutschen Mainstream-Komödie verändert:

  • Produktionsstandards: Die aufwendigen Sketche der Bullyparade zeigten, dass deutsche Comedy hochwertig produziert sein kann
  • Genre-Parodien: Das Konzept, bekannte Filme liebevoll zu persiflieren, wurde von vielen nachfolgenden Produktionen übernommen
  • Crossmedia-Erfolg: Der Weg vom Radio über TV ins Kino wurde zum Vorbild

Mit „Ballon” und „Tausend Zeilen” (2022) bewies Herbig, dass Comedy-Regisseure ernsthafte Themen glaubwürdig verfilmen können. Diese Vielseitigkeit macht seinen Werdegang besonders für junge Filmschaffende zum Vorbild – vor allem in Sachen Durchhaltevermögen und Genrewechsel.

Das bleibende Vermächtnis

Michael „Bully” Herbig hinterlässt ein Vermächtnis auf mehreren Ebenen:

  1. Als Unterhaltungsmarke: Die Figuren und Formate bleiben im kollektiven Gedächtnis
  2. Als Geschichtenerzähler: Von Comedy bis Drama – die Sammlung seiner Filme zeigt enorme Bandbreite
  3. Als Unternehmer: Das Modell der kreativen Selbstständigkeit inspiriert nachfolgende Generationen

Sein Weg zeigt, dass der Schritt vom Radiokomiker zum anerkannten Regisseur möglich ist – wenn man bereit ist, Risiken einzugehen und sich weiterzuentwickeln.

„Der Schuh des Manitu” und „Das Kanu des Manitu” – Kultkomödien mit Bully Herbig

„Der Schuh des Manitu” (2001) ist einer der größten Erfolge in der Geschichte des deutschen Kinos und hat Michael Bully Herbig als Komiker und Filmemacher endgültig etabliert. Die Western-Parodie basiert auf den Karl-May-Abenteuern und begeistert mit ihrem typisch bayerischen Humor, den skurrilen Figuren und cleveren Wortspielen. Herbig spielt darin die Doppelrolle der Zwillingsbrüder Abahachi und Winnetouch und übernahm gleichzeitig Regie, Produktion und Drehbuch. Der Film zog über 11 Millionen Besucher in die Kinos und wurde zum Kultklassiker.

Mehr als zwei Jahrzehnte später, im August 2025, erschien mit „Das Kanu des Manitu” die lang erwartete Fortsetzung. Auch hier schlüpfte Herbig erneut in die Rollen der beiden Zwillingsbrüder und war maßgeblich an der Produktion und dem Drehbuch beteiligt. Die Komödie knüpft an den Erfolg des Originals an und begeistert Fans mit neuen Abenteuern, bekannten Kostümen und dem typischen Bully-Humor. Bereits in der ersten Woche verzeichnete „Das Kanu des Manitu” über eine Million Kinobesucher und bestätigte damit die anhaltende Popularität der Reihe.

Zusammenfassung

Michael Bully Herbig ist ein vielseitiger deutscher Künstler, der als Komiker, Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent seit den 1990er-Jahren die Unterhaltungsbranche prägt. Bekannt wurde er durch seine Kultsendung „Bullyparade“ und erfolgreiche Kinofilme wie „Der Schuh des Manitu“ und „(T)Raumschiff Surprise“. Seine Karriere begann im Radio, bevor er den Sprung ins Fernsehen und Kino schaffte. Mit dem Thriller „Ballon“ zeigte Herbig auch seine ernste Seite als Regisseur. Neben Comedy und Film ist er als Synchronsprecher und Moderator, beispielsweise bei „LOL: Last One Laughing“, aktiv. Privat lebt er bodenständig mit seiner Familie im Landkreis München. Herbig gilt als kreativer Unternehmer, der mit seiner Produktionsfirma herbX die Kontrolle über seine Projekte behält und eine große Fangemeinde begeistert.

FAQ zu Michael „Bully” Herbig

  1. Wie kam Michael Herbig zu seinem Spitznamen „Bully”?

    Der Spitzname entstand während seiner Schulzeit in München. Eine Kombination aus seinem Nachnamen, einem FC-Bayern-Trikot, das er trug, und einem Lehrer, der ihn so nannte, führte zu der Bezeichnung. Was als Schulhof-Spitzname begann, wurde später zu seiner unverwechselbaren Bühnenmarke und ist heute untrennbar mit seinem Namen verbunden.

  2. Welche weniger bekannten Projekte von Herbig lohnen sich neben „Der Schuh des Manitu”?

    Jenseits seiner großen Hits gibt es einige sehenswerte Projekte: „Hotel Lux” (2011) bietet eine interessante Mischung aus Satire und Zeitgeschichte. „Tausend Zeilen” (2022) zeigt Herbig als ernsthaften Regisseur bei einem Medienskandal-Thema. Die Sitcom „Bully macht Buddy” und natürlich seine Moderation bei „LOL: Last One Laughing” zeigen andere Seiten seines Talents.

  3. Plant Michael „Bully” Herbig weitere ernste Filme wie „Ballon”?

    Nach dem Erfolg von „Ballon” und „Tausend Zeilen” hat Herbig in Interviews betont, dass ihn gute Geschichten interessieren – unabhängig vom Genre. Er scheint offen für weitere dramatische Stoffe zu sein, wenn die richtige Geschichte kommt. Konkrete, bestätigte Projekte in diesem Bereich sind aktuell nicht öffentlich bekannt.

  4. Kann man das ehemalige „Bullyversum” noch besuchen?

    Das Bullyversum in der Bavaria Filmstadt wurde 2011 eröffnet, aber 2018 wieder geschlossen. Fans können heute die Bavaria Filmstadt besuchen, wo gelegentlich Ausstellungen oder Führungen Einblicke in deutsche Filmproduktionen bieten – auch wenn die dedizierte Bully-Attraktion nicht mehr existiert.

  5. Wo kann man aktuell die „Bullyparade” und seine Kinofilme ansehen?

    Die Filme und die Fernsehsendung sind über verschiedene Wege zugänglich: Streaming-Dienste wie Amazon Prime Video oder andere Plattformen führen regelmäßig Herbigs Werke im Katalog. Auch auf DVD und Blu-ray sind die Highlights seiner Karriere erhältlich. Eine Suche auf den gängigen Streaming-Portalen oder in Mediatheken lohnt sich, da die Verfügbarkeit wechseln kann.

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